Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
Sebastian Schlicht7
11 Follower
386 Kritiken
User folgen
3,5
Veröffentlicht am 5. Juni 2026
Waititi verhilft dem Lord des Donners zu neuer Kraft!
Thor ist zweifellos der langweiligste Avenger im Marvel-Universum. Seine beiden ersten Filme (2011 und 2013) sind so blass und langweilig, dass es ein Wunder ist, dass genau dieser Charakter am längsten durchhielt in der gesamten Reihe. Er ist der einzige, der vier einzelne Filme bekam, im Gegensatz zu Iron Man oder Captain America. Doch das liegt daran, dass Regisseur Taik Waititi der Figur 2017 zu neuem Leben verhalf. „Thor: Ragnarok“ (oder im langweiligen deutschen Titel „Tag der Entscheidung“) ist zwar der dritte Teil der Reihe, aber quasi der erste wirkliche Film mit Gewicht. Waititi veränderte das ganze Grundkonzept und machte aus Thor & Co ein witziges und abgedrehtes Weltraumabenteuer. Vorbei sind die peinlichen Möchtegern-Fantasy-Dialoge, die 0815-Sidekicks und vorhersehbaren Bösewichte. Nun ja, fast alles davon ist vorbei. Denn auch wenn ich „Ragnarok“ als sicherlich besten Film der „Thor“-Reihe ansehe, so ist dieser Film nicht perfekt. Doch eins nach dem anderen…
Thor will bzw. muss Ragnarok verhindern. Doch ihm steht seine verschollene Schwester Hela im Weg, die Asgard erobern will. Beim Kampf gegen diese übermächtige Gegnerin verliert sich Thor auf einem Müllplaneten und muss zu neuer Stärke finden…
Erst einmal ist es wirklich eine Schande, dass die Trailer eine große Überraschung im Film vorweg nahmen (die ich hier nicht spoilern will). Falls jemand den Film noch nicht gesehen haben sollte, bitte keine Trailer vorher anschauen!
„Ragnarok“ ist ohne Zweifel ein unterhaltsamer und auch kurzweiliger MCU-Film. Waititi brachte einen frischen und charmanten Witz in die Marvel-Welt, der gut funktioniert und Spaß macht. Leider fehlt es dem Film dennoch an wirklichen, emotionalen Momenten… Marvel hatte 2017 eine Phase, in der man vor allem auf Witze, Sarkasmus und flotte Sprüche setzte. Im Gegensatz dazu wollte man offenbar so gut es geht auf zu emotionale Kitschmomente verzichten. Das war schon bei den „Guardians“ so und auch im dritten „Thor“ ist das zu beobachten. Der Fokus liegt auf Action und Comedy und darin ist der Film auch gut. Thor ist deutlich unterhaltsamer und Loki, der relativ unverändert bleibt, passt nun deutlich besser in das Gesamtbild. Hinzu kommen neue erfrischende Figuren, wie der Grandmaster (wunderbar performed von Jeff Goldblum), Korg oder Walküre. Und natürlich ist die Rückkehr einer Figur wirklich toll und gibt dieser auch etwas mehr Witz und Charme. Nur die Bösewichtin Hela ist so lala… Die verschollene Schwester, von der man nie etwas gehört hat? Das schreit nach spontanem Einfall und sowas mag ich eigentlich nie. Sie ist als Antagonistin auch nicht sonderlich spannend, abseits ihres coolen Emo-Designs.
Der Cast hat sichtlich Spaß mit dem Ganzen, selbst Cate Blanchett genießt ihre Over the Top-Figur. Und Chris Hemsworth durfte ab hier endlich auch mal lustig sein, was wie ein Befreiungsschlag für ihn und Thor wirkt.
Ansonsten ist „Ragnarok“ sehr solide in seiner Erzählstruktur. Die Story fühlt sich nicht so belanglos an, wie die Vorgänger und es ist wirklich witzig, wie schnell der Film versucht alles an den vorherigen Teilen auszuradieren. Die Charaktere, die viele der Fans nicht mochten, werden hier einfach weggewischt. „Hauptsache neu und anders“ war offenbar die Devise. Und die hat sich bezahlt gemacht. Dennoch ist der Film nicht frei von einigen ausgelutschten Klischees, die man in den MCU-Werken immer wieder sieht. Selbst Waititi konnte da nicht viel dran rütteln. Einen Vorwurf mache ich ihm dahingehend aber nicht, denn Marvel hat immer sehr viel Einfluss bei allen Produktionen und nur wenige Regisseure können ihre eigene Stimme im Film etablieren.
Immerhin kann sich der Film optisch von anderen Vertretern absetzen: Der Müllplanet Sakaar ist visuell der beste Teil des Films, aber auch an anderen Stellen gibt es ein paar tolle und imposante Shots von Kameramann Javier Aguirresarobe. Die CGI-Effekte sind in Ordnung, teilweise stark, an anderen Stellen eher mau und sehr künstlich. Musikalisch darf Mark Mothersbaugh (der frühere Wes Anderson-Komponist) zum ersten Mal ran im MCU und liefert einen unterhaltsamen Synth-Score ab, der ebenfalls eine frische Prise in die Marvel- und Thor-Welt bringt. Zu schade, dass sein Hauptthema wieder mal nicht weiter geführt wurde…
Fazit: „Thor: Ragnarok“ oder auch „Thor 3“ ist der beste Thor-Film und bietet kurzweilige Actioncomedy. Zudem hat diese Story deutlich mehr Relevanz als die ersten beiden Thor-Filme zusammen und ist ein toller Cliffhanger für „Infinity War“. Kein Meisterwerk und auch nicht der beste MCU-Film, aber sehr unterhaltsam!
Mit Thor: Tag der Entscheidung (Originaltitel: Thor: Ragnarok) geht der Donnergott in eine völlig neue Richtung – und erfindet sich im Marvel Cinematic Universe quasi neu. Regisseur Taika Waititi setzt auf knallige Farben, schräge Figuren und jede Menge Humor, was den Film deutlich von den eher ernsten Vorgängern abhebt.
Die Handlung beginnt düster: Thors (Chris Hemsworth) Schwester Hela (Cate Blanchett), Göttin des Todes, kehrt zurück und droht, Asgard zu vernichten. Doch anstatt eines reinen Epos über Weltuntergang landet Thor auf dem chaotischen Planeten Sakaar, wo er nicht nur gegen Gladiatoren – darunter ein erneut grandioser Hulk (Mark Ruffalo) – antreten muss, sondern auch mit einer illustren Truppe um Valkyrie (Tessa Thompson) einen Ausweg sucht.
Der Humor ist der größte Trumpf des Films: Situationskomik, Selbstironie und herrlich absurde Momente lockern die Geschichte auf und geben Thor endlich die Leichtigkeit, die seiner Figur guttut. Chris Hemsworth blüht in dieser Version sichtbar auf. Gleichzeitig sorgt Cate Blanchett als elegante, eiskalte Hela für eine charismatische Gegenspielerin, auch wenn ihre Präsenz im letzten Drittel etwas in den Hintergrund rückt.
Optisch ist der Film ein farbenfrohes Spektakel, inspiriert von Comic-Ästhetik und Retro-Sci-Fi, unterstützt von einem treibenden Synthesizer-Soundtrack. Die Action ist rasant, aber nie zu schwer – und das Finale auf Asgard bringt die Balance zwischen Humor und Drama zurück.
Fazit: Thor: Tag der Entscheidung ist ein mutiger Stilbruch, der Thor frisches Leben einhaucht. Schrill, witzig und spektakulär – ein MCU-Abenteuer, das sich nicht zu ernst nimmt, aber genau dadurch begeistert.
Das dritte Filmabenteuer um den muskulösen Donnergott erweist sich als echtes Highlight im Marvel-Filmzyklus. Regisseur Waititi schuf ein rasantes, schön buntes und beeindruckend getrickstes Comicabenteuer mit einem fetzigen Soundtrack und viel Witz.
Ich bin immer schon ein Marvel Fan gewesen und finde, dass die meisten Filme sehr gut gelungen sind. Bei diesem hier muss ich etwas nachdenken. Wie bei vielen anderen Filmen wusste dieser, glaube ich, nicht wirklich was er werden sollte. Die ersten 20 Minuten waren noch gut, danach merkt man bereits, dass es nach hinten losgeht. Aus der eigentlich nicht wirklich lustigen Anfangsidee entwickelte sich eine völlig unpassende Komödie. Teilweise denkt man sich, ob sich der Film nicht selber parodiert. Ich muss zugeben, die Witze waren zum Teil gelungen, ich musste an manchen Stellen lachen, aber trotzdem wirkte es für mich ziemlich deplatziert. Na ja. Mindestens war es unterhaltsam und das ist das Wichtigste. 3 von 5 Sternen von mir.
Wollte mir den Film heute im TV ansehen, nach 45 Minuten habe ich den Sender gewechselt. Eine an den Haaren herbeigezogene Story, schwache Schauspieler, der Film weiß nicht wohin er will, die Gags sind kindisch und schwach. Eine einzige Enttäuschung.
Sicherlich der schwächste der bisherigen drei Thor-Filme. Zwar war das Setting auf dem Müllplaneten mal etwas Neues und auch der bis dato verschollene Hulk taucht wieder auf (siehe „Avengers 2 - Age of Ultron“), aber irgendwie wollte der Funke nicht so wirklich bei mir überspringen. Die qietschende Synthesizer-Musik war sehr gewöhnungsbedürftig und der Grandmuster (Jeff Goldblum) war einfach nur albern. Das Duell Thor vs. Hulk in der Arena und der Showdown waren toll in Szene gesetzt, konnten aber über die maue Handlung nicht hinwegtäuschen. Thor, quo vadis?
Gehören die ersten beiden Teile von Thor mit zu den besseren Avengers Filme, ist Thor 3 mit Abstand der schlechteste Marvel Film. Die vollkommende Richtungsänderung in eine Komödie, unrealistische Charakter Entwicklung und dämmlichster Plot überhaupt, machten den Film zu einer reinen Qual. Einzig Cate Blanchett konnte im Film glänzen. Teil 4 wird sicher nicht im Kino geschaut.