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Maddin
356 Kritiken
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4,0
Veröffentlicht am 9. Juni 2025
Asterix der Gallier ist der erste Zeichentrickfilm basierend auf den berühmten Comics von René Goscinny und Albert Uderzo. Entstanden 1967, bringt der Film den eigenwilligen Humor und die liebenswerten Figuren des Comics auf unterhaltsame Weise auf die Leinwand – wenn auch noch mit etwas holprigem Startcharme.
Handlung Im Jahr 50 v. Chr. ist ganz Gallien von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein! Ein kleines Dorf unbeugsamer Gallier widersetzt sich weiterhin der römischen Übermacht – dank eines Zaubertranks, der übermenschliche Kräfte verleiht. Der schlaue Asterix wird vom römischen Lager gefangen genommen, damit man das Geheimnis des Tranks lüften kann. Doch Asterix wäre nicht Asterix, wenn er sich nicht auch aus dieser Situation mit Witz und List befreien könnte.
Stärken Der Film fängt den Geist der Comics erstaunlich gut ein: die respektlose Satire, die überzeichneten Römer, die cleveren Wortspiele (in der deutschen Fassung besonders gelungen) und die liebenswerte Dorfatmosphäre. Asterix’ schlaue Art, Konflikte zu lösen, sorgt für viele amüsante Momente, und auch Obelix bekommt – wenn auch in einer Nebenrolle – bereits seinen typischen Charme.
Die handgezeichnete Animation ist zwar einfach, aber liebevoll gemacht. Besonders für die damalige Zeit hat der Film einen gewissen nostalgischen Reiz, der Fans des klassischen europäischen Zeichentricks ansprechen dürfte.
Schwächen Im Vergleich zu späteren Asterix-Filmen fehlt Asterix der Gallier noch etwas an Tempo und Raffinesse. Die Handlung ist sehr geradlinig, manche Szenen wirken gestreckt, und einige Animationen wiederholen sich merklich. Auch Obelix, sonst eine zentrale Figur, tritt hier noch zu sehr in den Hintergrund.
Der Zeichenstil ist nah am Comic, wirkt aber teilweise etwas steif. Zudem merkt man dem Film an, dass er ursprünglich ohne Zustimmung der Comic-Autoren produziert wurde – die Geschichte ist zwar unterhaltsam, aber nicht ganz auf dem Niveau späterer Werke.
Fazit Asterix der Gallier ist ein nostalgischer Auftakt für die beliebte Filmreihe – charmant, witzig und mit viel Herz für die Vorlage. Technisch einfach und erzählerisch noch ausbaufähig, aber mit genügend Humor und Charme, um sowohl junge Zuschauer als auch Comic-Fans zu unterhalten.
Der erste Asterix Film ist noch nicht der Beste (mir persönlich gefällt der mit Kleopatra am meisten), aber er legt schon einen tollen Grundstein wohin die Reise mit den folgenden Filmen geht. Alles wurde hier noch in mühseliger Handarbeit gezeichnet und der Comic erwacht zum ersten mal zum Leben. Hier bekommt man das zu sehen, was man mit Asterix so verbindet: Das Gallische Dorf, Asterix und Obelix und diverse bekanntere Charaktere aus dem Dorf, Miraculix & der Zaubertrank, ganz wichtig die Römer, welche schön was auf den Helm bekommen. Der Film macht Lust auf mehr - aber in den DVD-Boxen ist ja zum Glück noch weiteres Futter ;-)!
Im Gegensatz zu den zwei später folgenden Asterixfilmen, die zu den besten bisher geschaffenen Animationsfilmen gehören, war der erste Film gar nicht mal so gut. Verglichen mit den viel später gedrehten Asterix-Realfilmen, war er zumindest eine halbwegs ordentliche Umsetzung des gleichnamigen Comics. Die endgültige Gestalt der Gallier war hier noch nicht ganz entwickelt.