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3,5
Veröffentlicht am 29. Juni 2026
Spannend und bewegend inszenierter Thriller rund um das Bombenattentat auf den Boston-Marathon 2013. Mark Wahlberg bildet ein bisschen das emotionale Zentrum, das funktioniert auch ziemlich gut, da er ein sympathischer Typ ist und durch ihn die verschiedenen Schauplätze und Sidequests verbunden werden. Neben ihm sehen wir noch den großartigen John Goodman, der leider nicht so viel Screentime hat sowie den eh immer brillanten Kevin Bacon. Von mir gibt’s ganz klar eine Empfehlung!
Der Film verarbeitet die schrecklichen Ereignisse während des Boston Marathon-Laufes am St. Patricks‘ Day 2013. Von radikal-islamistischer Ideologie verblendete Attentäter haben im Zielbereich des Marathons zwei ferngesteuerte Bomben gezündet und Hunderte Menschen verletzt, verstümmelt, für den Rest ihres Lebens gezeichnet. Ein Wunder, dass nur drei Menschen zu Tode gekommen sind. Nach großangelegten Fahndungen konnten die feigen Mörder einige Tage später aus dem Verkehr gezogen werden. Einer der Attentäter wurde gefasst, der Andere kam ums Leben. Es handelte sich um das junge Brüderpaar Zarnajew, eingewanderte Tschetschenen, die den radikal-islamistischen Hasspredigern auf den Leim gegangen waren und tatsächlich glaubten, im Namen des Herrn gerechte Gewalt auszuüben. Auf ihrer Flucht haben sie einen weiteren Mann, einen unschuldigen arglosrn Polizisten, vorsätzlich und kaltblütig erschossen um sich seiner Dienstwaffe zu bemächtigen und einen weiteren während einer wilden Straßenschießerei schwer verletzt. Am Ende ihres blutigen Weges tötete der Jüngere der beiden Attentäter den Älteren. Nach der finalen Schießerei mit der Polizei überfuhr er seinen Bruder bei einem letzten, verzweifelten Fluchtversuch. Einige Stunden später konnte der Bursche schließlich lebend überwältigt werden, während er sich in einem Boot, das auf einem Privat-Grundstück geparkt war, versteckt hielt.
Das Drama ist meist sachlich gehalten und konzentriert sich ohne Heldenverehrung und große Umschweife auf die schlimmen Ereignisse in Boston. Der Film ist packend inszeniert und geht sehr zu Herzen, insbesondere, wenn einem immer wieder klar wird, daß es sich hier nicht um reine Fiktion, sondern die nackte Realität handelt. Es dauert ein wenig, bis der Kloß im Hals erfolgreich von den üblichen Verdrängungsmechanismen überwältigt wurde, die uns stets vorgaukeln, alles sei in Ordnung in unserer Welt.
Mark Wahlberg, John Goodman, J.K.Simmons und Kevin Bacon spielen ohne jedes Pathos in angemessen zurückhaltender Weise die Hauptrollen in einem Film, von dem man sich wünscht, es wäre nicht nötig gewesen, ihn zu drehen. Das Schlimme daran ist, daß die Filmindustrie mit der cineastischen Arbeit gar nicht mehr nachkommt, um den vielen Menschen, die durch die verabscheuungswürdigen Verbrechen irgendwelcher Vollidioten ins Unglück gestürzt wurden oder sogar ihr Leben lassen mussten, ein würdiges Denkmal zu setzen.
Langeweile pur ... der Film hätte ohne die vielen unnötigen "Fülsel" auf 15 Minuten mit einem höheren Spannungsgrad reduziert werden können und das wäre niemandem aufgefallen. Angesichts des äußerst tragischen Hintergrundes ist das mehr als peinlich.
Ein mitfühlender Film in dem der ganze unsinnige schlimme Terror verarbeitet wird. Eine Stadt hält zusammen wie man es selten so gesehen hat. Geht unter die Haut!
Bergs dynamische, fast dokumentarisch anmutende Inszenierung, die erschütternden Bilder des Anschlags und die Vielzahl verarbeiteter Fakten machen „Boston“ zu einem sehr guten Film. Die ganz große emotionale Wucht geht dem Tatsachen-Thriller aufgrund der skizzenhaften Charakterkonstruktion und des mitunter gehetzten Tempos jedoch ab.
Ich bin Hörgeräteakustiker. Warum muss bei Dialogen immer noch irgendwelche Musik im Hintergrund laufen? Dadurch ist der Film für etwa 15 Prozent der Bevölkerung ungeeignet. Das finde ich vom Regisseur sehr ignorant. Oder einfach nur unüberlegt?
Hochspannender Thriller, über wahre Ereignisse, der einen über die gesamte Spielzeit am Sofa fesselt. Nicht mal aufs Klo konnte man gehen. Der Film geht mit einer äußerst heiklen Thematik ziemlich hart ins Gericht.
Intensiv, realistisch, bedrückend, erschreckend – zu viele Wörter, um einen richtig guten Film zu beschreiben, der einem schrecklichen Ereignis gerecht wird und es nicht zu prallem Entertainment verkommen lässt. 9 von 10 Punkten.