Also Leute, mal ganz im Ernst! So schlecht, wie so viele hier meinen, ist der nun wirklich nicht! Selbst wenn die Story teilweise etwas ziellos rumeiert, so hat der Film doch einige wirklich starke Momente und auch wirklich gruselige Szenen. Die Mädels sind sympathisch, haben aber allesamt relativ wenig Backstory. Das macht es vielleicht gerade zu Beginn etwas schwierig, mit ihnen gut zu relaten, funktioniert aber dennoch, wie ich finde, ganz gut. Was der Film jedoch nicht schafft, ist, eine stetige Spannungskurve zu etablieren und zu halten. Zu lange dümpelt der Film so vor sich hin, ohne dass man direkt weiß, wo es langgehen soll. Das ändert sich aber im Verlauf, ich finde die letzte halbe Stunde ziemlich intensiv und beängstigend.
Dass man den titelgebenden Slender Man eigentlich nie so richtig sieht, auch bis zum Schluss nicht, finde ich keinen Nachteil, sondern stimmig. Auch dass der Film-Slender Man mit demjenigen aus dem Ur-Internet-Meme nicht viel gemeinsam hat, finde ich okay, immerhin dient der bzw. seine Internet-Präsenz doch nur als loser Aufhänger. Und auch das Ende finde ich gelungen und durchaus überraschend. Die meisten Punkte jedoch verliert der Film ganz klar in der optischen Darstellung. Die Bilder von Kameramann Luca Del Puppo sehen einfach nur grauenhaft aus. 80% des Films spielen im Dunkeln, davon sind die meisten so dunkel, dass man sprichwörtlich gar nichts sieht! Dadurch geht dann auch eine ganze Menge des Grusels verloren, weil man halt schlichtweg gar nichts erkennt. Das ist wirklich richtig schlecht gemacht und verdirbt einem teilweise schon übel den Spaß.
FAZIT: Die ganzen so schlechten Bewertungen hier sind für mich nicht nachvollziehbar, denn der Film ist beileibe kein schlechter Film. Es gibt einige wirklich aufregende und auch gruselige Momente, die Inszenierung ist gerade zu Beginn ein wenig holprig und die Bilder fast durchgehend zu dunkel, aber von mir gibt es starke 3 Sterne!