Die Thematik liest sich auf dem DVD-Cover ganz interessant, ich habe einen interessanten Film über den Umgang mit moderner Kunst erwartet, vielleicht etwas satirisch, etwas politisch? Keine Ahnung, vielleicht habe ich mir auch zu viel vorgestellt und meine Erwartungen zu hochgesteckt. Denn in erster Linie ist „The Square“ eines: Unfassbar langweilig! Fast 2 1/2 Stunden lang (!) verliert sich der Film in allerlei Sidequests, die oft gar nichts mit dem titelgebenden Quadrat zu tun haben, tatsächlich dauert es auch schon fast eine Stunde (!), bis denn überhaupt dieser „Square“ installiert wird.
Besonders nervig fand ich die Nebenhandlung um seine gestohlene Brieftasche. Was das überhaupt soll und welche Message uns Regisseur Ruben Östlund damit näherbringen möchte, bleibt sehr im Dunkeln. Das war schon bis dahin alles ziemlich bekloppt und hat mich eh schon genervt, aber endgültig ausgestiegen bin ich dann in der Szene in dem Supermarkt, als sein Kollege ein Paket für ihn dort abholen will, nachdem er aber seine Brieftasche schon zurückbekommen hatte. Zunächst mal frage ich mich, wieso er denn überhaupt dieses Paket abholen will? Soll er es doch dalassen, die haben ja offenbar nur seinen Vornamen und eine Telefonnummer, also lass das doch! Und immerhin vermutet er ja schon etwas Böses, sonst wäre er ja selbst hingegangen und hätte nicht seinen Mitarbeiter geschickt, also was soll das? Naja, dann kommt es zu dieser unfassbar lächerlichen Szene, wenn der kleine Junge da komplett ausrastet und den Typen im Supermarkt total anschreit „Du hast mich einen Dieb genannt!“ Und anstatt den peinlichen Bengel zu ignorieren, diskutiert er dann noch mit ihm rum und lässt sich da so von dem Rotzlöffel so fertig machen. Das war nicht nur total bescheuert und sinnlos, sondern auch total unglaubwürdig. So ein Blödsinn…
FAZIT: Viel zu langes und viel zu langweilig inszeniertes Drama, das sich in viel zu vielen, uninteressanten Nebengeschichten verliert und dabei seine eigentliche Geschichte komplett aus den Augen verliert. Schauspielerisch und dramaturgisch schwach, kann ich diesen Film jedenfalls nicht weiterempfehlen.