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    Mein etwas anderer Florida Sommer
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    Filmdoktor
    Filmdoktor

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    3,5
    Veröffentlicht am 10. November 2020
    Ein Hoch auf Single-Mums und Nörgel-Teens -

    Aus dem Sommerferienaufenthalt in Florida beim Vater und seiner neuen Freundin wird für Daniel nichts, da sich das Paar wegen des bald zu erwartenden Babys durch seine Anwesenheit überfordert fühlt. Also muss Daniel die ganzen Sommerferien in der heimischen englischen Kleinstadt zusammen mit seiner geschiedenen Mutter Sue verbringen. Seiner Mutter sagt er dann auch ganz offen ins Gesicht, dass er sie für die langweiligste Person der Welt hält. Nun ist aber der fünfzehnjährige Daniel, der mit langen strähnigen Haaren, seinen Metallica-Shirts und komplett schwarzen Klamotten herumläuft, auch nicht gerade interessant zu nennen. Meistens schlecht gelaunt, hängt er entweder mit seinem einzigen Kumpel Ky (ebenfalls im Heavy-Metal-Outfit) oder alleine ab. Während Sue immer wieder versucht zu ihrem Sohn durchzudringen, mit ihm essen geht und einen Ausflug an die Küste unternimmt, beginnt sich die äußerlich völlig unscheinbare Bibliothekarin zu fragen, was eigentlich aus ihrem eigenen Leben geworden ist. So gehen beide - Mutter und Sohn - in diesem Sommer zaghaft ihren Träumen nach: Daniel träumt von einer eigenen Metal-Band, Sue lässt sich auf ein Date mit einem gleichaltrigen Mann ein. Unmerklich wird dabei deutlich, wie nah und vertraut sich Daniel und Sue eigentlich sind.

    Simon Bird, der bisher als Schauspieler wirkte ("The In-Betweeners"), liefert mit der Verfilmung einer Graphic-Nobel sein Regiedebüt ab und beweist viel Fingerspitzengefühl für Zwischentöne. Nicht nur die beiden gleichrangig die Geschichte prägenden Hauptfiguren sind herrlich echt aus dem Leben gegriffen, sondern die ganze Erzählung ist unglaublich alltagsnah und verzichtet darauf, zu dramatisieren oder mit Übertreibungen zu arbeiten. Neben tollen Schauspielern stimmt das Timing und ebenso passend ist der Soundtrack der britischen Indie-Popband „Belle and Sebastian“. Eigentlich passiert nicht viel in den etwas über 80 Filmminuten, aber genau das ist das Thema.

    "Mein etwas anderer Florida-Sommer" ist eine unspektakuläre, dafür umso treffsicherere Coming-of-Age-Geschichte, die mit viel Humor eine Lanze für alleinerziehende Mütter und das komplizierte Dasein nörgelnder Teenager bricht. Mag die Erzählung auch ereignislos wirken, umso liebevoller sind Figuren und Atmosphäre gezeichnet.
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