2001: Odyssee im Weltraum
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Oliver Donnermann
Oliver Donnermann

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5,0
Veröffentlicht am 8. Juni 2010
stanley kubrick! er war mehr als nur ein regisseur. er gehört bis heute zu den wichtigsten und größten regisseuren unserer zeit und schuf mit 2001 nicht einfach nur einen hervorragenden sciene fiction film, sondern ein meisterwerk, dass seiner zeit weit weit voraus war. um die volle komplexität dieses films zu verstehen, muss man sich, wie heute in vielen Filmen üblich, aber damals völlig neu, vom konventionellen betrachtungsweisen entfernen. das Thema ist komplex, der ganze handlungszeitraum verteilt sich, wenn man 2001 im gesamtkontext betrachtet auf viele tausend jahre, und bietet dem Zuschauer unmengen an deutungs möglichkeiten. führt man sich vor augen, dass kubrick die thematik von selbstständiger, künstlicher intelligenz behandelt, in einer zeit in der die moderne technik noch in den kinderschuhen steckt, gewinnt der film zusätzlich an charakter. so wie kaum ein anderer arbeit kubrick mi metaphern, symbolismen und lässt das scheinbar sekundär wirkende plötzlich aus dem nichts erscheinen, und sorgt für neue Verblüffung!computer ersetzen uns im alltag mehr und mehr; die frage die man sich stellen muss ist, welche rolle wird die menschheit in den kommenden jahrzehnten spielen? 2001 - oder die frage unserer eigenen existenz...
Jimmy v
Jimmy v

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4,5
Veröffentlicht am 19. September 2014
"2001: Odyssee im Weltraum" ist einer dieser großen Filme, die ich noch nicht gesehen hatte und es relativ spät nachholte. Daher will ich's kurz machen: Es ist in gewisser Weise durchaus ein sehr großer, sehr starker Film, der sehr zeitlos ist, und einen großartigen Kommentar zu philosophischen Problemen (und in diesem Fall ist das wirklich keine Phrase, sondern wirklich so!) abgibt. Ich finde es schon sehr entscheidend, was der Monolith ist: Gott? Dann wäre es ein grausamer Gott. Außerirdische? Warum wollten sie uns zu dem machen, was wir sind? Oder gar ein anderer Mensch, der den Aufstieg geschafft hat (immerhin sehen viele in dem Werk, nicht nur ob der Musik, ein Gleichnis zu Nietzsches Spätphilosophie des Übermenschen)? In Science-Fiction-Filmen geht es immer darum mögliche Antworten dort draußen zu finden, die wir auf unserem Planeten nur noch bedingt wiederfinden. Freilich muss man "2001" mehrmals sehen, um sich darauf einen Reim zu bilden. Und ja, wie es die Autoren gesagt haben, wirft der Film mehr Fragen auf als Antworten zu geben. Gleichzeitig ist es damit aber eine sehr gute Collage vor der man selbst ins philosophische Gespräch geraten kann. Damit erfüllt der Film durchaus seinen Zweck, und so sollte man ihn nehmen. Eher geht es also darum einen Teppich zu bieten, auf dem man sich denkend ausbreiten, hinsetzen, kann - nur dass dies eben hier über kein gegenständlich-räumliches Medium passiert, sondern über den Film.
Damit kommen wir zu den Sehgewohnheiten, die sicher damals schon gut strapaziert wurden. Selbst wenn ich den Film nun als Teppich oder Collage sehe, habe ich meine Probleme damit das abzustellen, was mir an Filmen das wichtigste sind: Charaktere, Figuren. Was diese angeht, muss man dann, in so einer subjektiven Rezension, schlicht auch die Eier haben dies so zuzugeben und sagen: Da kränkelt dieses Spektakel sehr! Keine der Figuren will wirklich ins Gedächtnis oder berührt. Selbst unser Astronaut zum Schluss, der am ehesten so etwas wie eine Hauptfigur darstellt (sofern es nicht Hal war) hat dieses Problem. Wie viel (noch) eindrucksvoller wäre das Ende gewesen, wenn wir mehr über ihn gewusst hätten? Mir fehlt da einfach eine Menge. Und außerdem: Ja, "2001" hat durchaus einige Längen. Mir sind die Einstellungen mancher Raumschiffsflüge einfach zu lang. Eben das, Charaktere + manche Länge, macht den Film für mich zu einem sehr, sehr guten Werk, aber nicht so stark, dass ich ihm 5 Sterne geben würde.
Fazit: "2001: Odyssee im Weltraum" ist ein verdammt geniales Werk, vermisst aber etwas den Umgang mit seinen Figuren, und ist daher für mich nur ein Fast-Meilenstein - definitiv aber ein wichtiger Film!
udo43
udo43

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5,0
Veröffentlicht am 29. November 2011
Was soll man zu diesem Meisterwerk noch schreiben was nicht ohnehin schon oben in der Kritik steht. Für mich ist 2001 einer meiner absoluten Lieblinsfilme. Man kann ihn nicht nur als Film begreifen und sehen
Ich sehe ihn mir an wie ein Gemälde und höre ihn wie eine Sinfonie. Und wie es bei Gemälden, Sinfonien oder Opern nun mal ist; die wahrhaftigen Dinge erschließen sich erst im Laufe einer längeren Zeit. Erst wenn der eigene Geist beflügelt, der Verstand wächst und die Sicht der Dinge erweitert wird, erst dann entfaltet dieser Film seine Kraft, offenbart seine Geheimnisse. Geht es denn nicht um Bewusstseinsebenen? Über diesen Film kann man ewig diskutieren und philosophieren. Dabei merkt man sehr schnell, dass man gar nicht mehr über den Film an sich spricht, sondern über den Menschen, über die Menschheit, über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, über den Geist und über Gott, sprich-über alles elementare. Das ist das Geheimnis dieses Films. Ihn mit unsren-meist gestörten-Sehgewohnheiten zu überfliegen hat absolut keinen Sinn, so wird man ihn nie begreifen. Viele pennen deshalb auch ein weil ja "nix passiert". Also, mein Geist ist bei diesem Film auf Hochtouren. Vielleicht begreift unsere heutige, schnellebige "Play-Station-Generation" so etwas ohnehin nicht mehr. Dazu kommt: Der Film ist - wenn auch zeitlos - ein echter 68er Hippiefilm, Psychedellic pur und schwebt in Sphären die nicht jeder nachvollziehen kann (nüchtern schon gar nicht). Wie sagte einst John Lennon: "Diesem Film müsste man einen Tempel widmen und ihn darin 24 Stunden am Tage laufen lassen". Also mein Tip: Ansehen-wirken lassen ansehen-wirken lassen...
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Als ich zum ersten Mal Kubricks Epos sah, wusste ich nicht so recht, wie ich das gerade Gesehene einordnen sollte. Nur eines war klar: Selten hat mich ein Film so dermaßen fasziniert und mit seiner tollen Atmosphäre begeistert.

Die Leute die den Film wegen der sehr langatmigen Erzählweise für langweilig oder sogar misslungen halten kann ich schlecht verstehen. Wer sich bis zum Schluss auf die Odyssee einlässt, bekommt ein seltenes Stück Filmgeschichte geboten.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 25. Februar 2010
Mal ehrlich: Was soll man zu diesem Film schreiben? Die einen sagen sowieso, dass ist die totale Langeweile im Weltraum, (2001: a space boredom) die anderen entwickeln geradezu fanatischen Aktionismus, wenn es darum geht, die einzelnen Szenen und ihre Bedeutung zu reflektieren.



Fakt ist: Kubrick war gut, sehr gut sogar, doch trotz allem sollte dieses Werk nicht als heiligtum angesehen werden und schon gar nicht sollte jeder Szene dogmatisch eine Bedeutung zugemessen werden. Viele Szenen in diesem Film wurden erst geändert, wieder geändert und dann nochmal geändert ;)



Man kann also nicht sagen, dass die beiden (Kubrick&Clarke) hier die ultimative Idee hatten. Es entwickelte sich beim Schreiben und drehen und bei einigen Punkten waren sich die beiden, bewiesenermaßen, ganz schön uneinig!



Deswegen Scheuklappen absetzen, drauf einlassen und wenn ihr nicht alles versteht bei dem Film, !!!Herzlichen Glückwunsch!!! Ihr habt den Film verstanden!



Gewisse Aussagen sind natürlich erkennbar. z.B. dass der Mensch seine Technik feiert, aber dann doch ohne sie wieder von vorne anfangen muss. ABER: das lasst euch mal von den Fanatikern erkären ;)



Der Film ist großartig, ja! Der Film hat den Film an sich verändert, ja, trotz alledem seht diesen Film nicht als Opus Magnum der Filmgeschichte. Er ist nur einer der wenigen Filme, die einen Menschen wirklich zum Nachdenken anregen kann.



Fazit:

Grandios inszeniert, perfekt in der Bildsprache und nahezu quälend, wenn es um die Ruhe/Stille und Einsamkeit in diesem Film geht. Science-Fiction? Ich hab da immer noch so meine Zweifel. Er spielt im Weltraum, ja, aber das ist dann doch die einzige wirkliche Paralelle zu anderen SF-Werken. Im Endeffekt hat dieser Film überhaupt kein Genre...







Nachtrag zur Musik:

Wie die meisten ja wissen ist die eigentliche Musik im Film eigentlich keine richtige Filmmusik, sondern nur eine Ansammlung von temporären Stücken, die Kubrick erstmal unter den Film gelegt hatte, bis der eigentliche Score fertiggestellt war! Tja Kubrick entschied sich dann doch für die temporären Stücke und zeigte dem Filmkomponisten den Finger. War zwar echt nicht nett, aber im Vergleich, für mich, die bessere Wahl! Großartige Ansammlung von Musik!
PostalDude
PostalDude

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5,0
Veröffentlicht am 24. Juli 2025
Alleine das Intro - alles ist schwarz, bedrohliche Musik & dann kommt das MGM Logo !
Aber das echte Intro kommt ja erst noch & bläst einen weg ! :-O

Das mit den Affen irritiert mich eher, aber passt schon, Evolution unso ;)

Die Musikuntermalung beim Andocken des Raumschiffes ist unglaublich perfekt - Wahnsinn !
Generell geniale Bilder plus Musik ! Und das 1968 !
Es wird wenig gesprochen, die Bilder und die Soundeffekte sprechen mit einem!

Viele bekannte Soundelemente, die später in der Popkultur (Musik/Film) verwendet wurden!

Es dauert sehr lange, bis sie endlich im All unterwegs sind und der Supercomputer in Aktion tritt… Und es wird immer spannender !

Der Oscar für die visuellen Effekte ist hochverdient !
Auch sehr starke Kulissen und Modelle!
Chris D. Troublegum
Chris D. Troublegum

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5,0
Veröffentlicht am 21. Januar 2020
In der Filmografie von Stanley Kubrick finden sich einige mehr oder weniger umstrittene Meisterwerke wieder, mit denen sich der Regie-Perfektionist wohl durch die beinahe gesamte Auswahl der Filmgenres gearbeitet zu haben schien. Der thematische Kontext aller Filme Kubricks war das Infragestellen des aufklärerischen Fortschrittsgedankens sowie die kritisch-forschende Auseinandersetzung mit den Schauplätzen der 68er, etwa Vietnam ("Full Metal Jacket") oder der Autorität des totalitären Staates ("A Clockwork Orange"). Als sein Opus Magnum, alleine schon in technischer Hinsicht, gilt die symphonische All-Expedition und zugleich anthropologische Spekulation “2001 - Odyssee im Weltraum”, die zu den am häufgisten zitierten Werken überhaupt zählt und das Terrain der filmischen Sciencefiction wie kaum ein zweiter Streifen beeinflusste.

Allerdings wurde der Film, welchem eine Erzählung von Arthur C. Clarke namens "The Sentinel" zugrunde liegt, bei seiner Uraufführung im Jahr 1968 (Kubrick arbeitete drei Jahre lang an der Fertigstellung) nicht von jedem Zuschauer wohlwollend aufgenommen. Viele stießen sich an der reellen Nüchternheit und seinem elegisch-ruhigen Erzählfluss. "2001..." ist eben kein Weltraum-Spektakel á la “Star Wars” oder “Alien”. Kubrick setzte statt auf Suspense und futuristische Vergnügungspark-Attraktionen lieber auf den hypnotischen Effekt der Bilder im Zuge akuter Dialogarmut. Ein schwereloser "Tanz" durch eine von Raum und Zeit befreite Zone ist e
s, den die Rhönrädern und Keulen ähnlichen Raumkapseln im All darbieten - zu erhabener klassischer Musik: "An der schönen blauen Donau" von Johann Strauss; oder auch "Also sprach Zarathustra" von Richard Strauss. Es entsteht der Eindruck einer meditativen Space-Opera. Kubricks zur Schau gestellter Minimalismus verstört, inspiriert; und die nur mithilfe von Modellen und Licht, aber ohne CGI-Einwirkung erzeugte Kulisse gibt visionäre Anstöße. Ein Jahr später landeten die Astronauten der "Apollo 11"-Mission auf dem Mond - und es sollte sich herausstellen, wie "authentisch" Kubricks Utopie wirklich gewesen ist.

"Öffne die Schleusen, HAL!"

Die "Geschichte" von "2001..." folgt einem evolutiven Zyklus: The Dawn of Man, Jupiter-Mission (18 Months Later), Intermission, Jupiter and Beyond the Infinite. Beginnend in der prähistorischen Steppe, in der die Menschenaffen beim Raufen am Wasser erst einen mysteriösen schwarzen Monolithen und später einen Knochen als Waffe entdecken, womit die Geburtsstunde unserer Kultur und Zivilisation, die auf Erfahrung und Erkenntnis beruht, gekommen ist. Der Primat wirft den Knochen in die Luft - und durch einen verblüffenden Schnitt, einem Sprung meherere Millionen Jahre in die Zukunft, wird aus dem Knochen eine Raumfähre. Dieses moderne (Macht-)Werkzeug der Gesellschaft schwebt durch den Weltraum. Eine Gruppe von internationalen Wissenschaftlern, darunter Dr. Floyd (William Sylvester), ist mit eben jener Raumfähre unterwegs zum Mond. Dort, so erfahren wir, soll ein geheimnisvoller schwarzer Monolith (Wie erinnern uns an die Anfangssequenz) Signale in die Unendlichkeit des Alls senden. Die Mission verläuft unter strenger Geheimhaltung; vordergründig ist von einer Epidemie die Rede, in Wirklichkeit geht es um die Suche nach außerirdischem Leben. Wieder ein Zeitsprung: 18 Monate später ist eine Raumstation mit Namen `Discovery´ in Richtung Jupiter unterwegs, weil dorthin angeblich die Signale des Monolithen gesendet würden. An Bord befinden sich zwei Astronauten, Dave Bowman (Keir Dullea) und Frank Poole (Gary Lockwood), und ihr als allwissend ausgewiesener Bordcomputer, HAL 9000, der zum Schach spielen genauso befähigt ist wie (fatalerweise) zum Lippen lesen. Weitere drei Astronauten liegen im Kälteschlaf in sargähnlichen Kabinen. Zunächst läuft die Mission nach Plan, doch dann beschleicht Dave und Frank das vage Gefühl, der Bordcomputer sei außer Kontrolle geraten…

Kubricks Annahme des Zivilisierten, des "Kultivierten", in "2001..." ist geprägt von Spekulationen und Zweifeln. Unter Einfluss von Schöpfungsmythen beschwört Kubrick den "Kreislauf" der Unendlichkeit. Der schwarze Monolith, der dreimal auftaucht, "bezeugt" sozusagen Existenzgründung; im Falle der Affen im Prolog und deren Zweckentfremdung des Knochens gar den Sündenfall für unsere "humanistische" Gesellschaft, die auf einem unhaltbaren Wertekodex aufbaut. Die Menschen machen sich den Lebensraum herrschend und regierend, gewaltsam zu eigen. Vielleicht könnte man sogar noch einen Schritt weiter gehen und sie als “Opfer ihrer Intelligenz” bezeichnen. Kausales Denken und die Herrschaft über sein eigenes Tun kann gefährlich sein - es sei denn diese Freiheit kann von einer Maschine kontrolliert werden, die angibt, allwissend zu sein und alle Fehler auf menschliches Versagen zurückführt. Kubrick hält uns in dieser Hinsicht den Spiegel vor - der leblose Bordcomputer HAL erweist sich am Schluss paradoxerweise als “menschlichste” Figur auf der Raumstation, als Dave das Amok laufende System herunterzufahren droht. Obwohl die Intelligenz des Roboters nur künstlicher Natur ist und all sein Wissen lediglich programmiert ist, zeigt er ein Fünkchen von der Empathie, die den Menschen im Laufe der Jahre abhanden gekommen ist, als er in panischer Erwartung des nahenden Ausfalls "Hänschen klein" singt. Die Menschen sind dem modernen Fortschrittsglaube unterwürfig; exemplarisch stehen die beiden Astronauten an Bord der `Discovery´, die außer einigen provisorischen Handlungen und oberflächlichen Gesprächen nicht viel von dem zeigen, was man als “zivilisiert” bezeichnen würde.

Doch Kubrick hat auch Bewunderung für die technologischen Errungenschaften übrig - ausgedehnte Kamerafahrten durch die komplex-faszinierende Raumstation mitsamt der einzelnen Assecoires an Bord machen dies deutlich - kein gutes Haar lässt er am blinden Vertrauen in diese Errungenschaften. Eine Fehlfunktion bei HAL 9000 ist niemals ausgeschlossen; als man ihn dessen beschuldigt, richtet er die Mannschaft dahin. Schon öfters versagte in der Historie die Technologie und wurde von der Realität wieder eingeholt.

Am Schluss erlebt Astronaut Dave eine Reise durch eine Art Sternenschauer und Farbenrausch, die ihn in ein weißes Zimmer mit antikem Mobiliar, in eine andere Dimension, führt. Eine Szene, die für viel Diskussionsstoff gesorgt hat und manch einen in ihrer einzigartigen Transzendenz überfordert hat. Nicht nur in der philosophischen und epischen Breite, auch in seiner visuellen Gestaltung war “2001- Odyssee im Weltraum” als phantastisches Unikat seiner Zeit weit voraus. Wer diesen unvergesslichen Klassiker noch nicht gesehen hat: dringend nachholen! Sonst würde einem ein bedeutendes Filmkulturerbe durch die Lappen gehen...
Paul P.
Paul P.

8 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 15. Februar 2020
Neben der technisch perfekten Inszenierung, einer der besten Soundtracks aller Zeiten und dem wohl berühmtesten Cut der Filmgeschichte gelingt es Kubrick in seiner Weltraumoper, philosophische Fragen von ungeahnter Dimension aufzuwerfen und so sein selbst definiertes Ziel, nämlich den Zuschauer auf eine subjektiv erlebbare Odyssee in die Unendlichkeit mitzunehmen, mit Bravour umzusetzen - ein zeitloses Meisterwerk.
Kino:
Anonymer User
5,0
Veröffentlicht am 11. Juli 2013
Eins vorweg: diesen Film kann man entweder nur lieben oder hassen. Ich liebe ihn! Das war aber nicht immer so, denn als ich den Film vor einigen Jahren zum ersten Mal gesehen habe, war ich ziemlich enttäuscht. Im nachhinein muss ich sagen: ich war einfach zu jung, um den Film zu verstehen.

Kubricks Meisterwerk handelt von der Erkenntnis und der Entwicklung des Menschen. In meinen Augen ist es daher - trotz des futuristischen Settings - kein Science Fiction, sondern ein Film über Philosophie. Dabei begleitet man zunächst die frühe Menschheit in ihrer Rolle als Teil der sie umgebenden Natur und erlebt ihren Aufstieg zur Krone der Schöpfung durch die Entdeckung des Tötens und der damit verbundenen Unterwerfung der Erde. Im Zeitalter der Raumfahrt wird das Geschöpf Mensch schließlich selbst zum Schöpfer, bis das Geschöpf - das eigenständig denkende Raumschiff-Boardprogramm HAL-9000 - sich gegen seinen Schöpfer erhebt und dadurch die Mission zum Jupiter ernsthaft gefährdet.

Obwohl der Film schon mehr als 40 Jahre auf den Buckel hat, wirkt er handwerklich nach wie vor zum großen Teil up to date. Die Effekte wirken echt, v.a. die Weltall-Sequenzen, nicht zuletzt auch deshalb, weil Kubrick Raumschiff-Modelle verwenden ließ, bei denen man großen Wert auf Details gelegt hat. Eine schauspielerische Bewertung ist für einen solchen Film, in dem kaum gesprochen wird, recht schwierig. Ich finde jedoch, dass man hier nichts hätte besser machen können, zumal hier besonders die Figur Dr. David Bowman als kühler, rational handelnder Wissenschaftler allein mit seiner Mimik überzeugt.

Mein Fazit: 2001: A Space Odyssey ist ein intellektuell herausfordernder Film über den sich stundenlang diskutieren lässt (insb. über das oftmals als unbefriedigend empfundene Ende). Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass dies kein Film ist, den man sich nach einem harten Arbeitstag zur Entspannung gönnen kann. Dass der Streifen gerade in studentischen Milieus Kult-Status errungen hat, zeigt, dass 2001 kein Film für jedermann ist, sondern eine gewisse persönliche Reife und eine Affinität zum Abstrakten voraussetzt. Ich hoffe daher, dass es von 2001 niemals ein Remake geben wird. Von mir gibt's 5 Sterne!
Kino:
Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 21. November 2014
Ehrlich gesagt war ich von dem Film aus heutiger Sicht enttäuscht. Vielleicht liegt es an den falschen Erwartungen die ich vom Film hatte, weil ich mir was ganz anderes Vorgestellt habe, nämlich einen Film der mich Ähnlich durch seine Handlung, Schauspielerische Leistungen etc. verblüfft wie z.B. Inception. 2001 jedoch muss man wirklich auf sich wirken lassen und die Einzelheiten und die verschiedenen Bilder wie ein Gemälde oder ein Gedicht interpretieren. Der Film ist zwar technisch wirklich Einwandfrei aber aus heutiger Sicht aufgrund des Alters natürlich nicht mit den aktuellen Filmen zu vergleichen. Man ist halt heute Visuell verwöhnt und deshalb reißt der Film einen teilweise nicht mit, wie er es damals bestimmt tat. Ich werde mir 2001 auf jeden Fall nochmal angucken, doch diesmal gehe mit einer anderen Einstellung in den Film und werde sicher diesmal nicht enttäuscht werden, weil der Film was besonderes ist.
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