Der Rausch
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3,5
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3,5
Veröffentlicht am 5. April 2025
Mir kommen auch eindeutig die negativen Auswirkungen zu kurz. 85% des Films geht es um die positiven Effekte, die Alkoholkonsum hat (rauschende Partys, ausgelassene Stimmung, fröhliches Beisammensein), die wenigen negativen Aspekte ("synchrones Kotzen beim Kastenlauf") errden ins Lächerliche gezogen und sind eher Teil des Spaßes.
Und insofern ist das kein Film zur Alkoholaufklärung in Schulen, ganz im Gegenteil - immerhin besteht einer der Schüler am Ende ja nur, weil er zurvor Alkohol getrunken hat... Und am Ende saufen dann doch wieder alle zusammen... als ob man grundsätzlichb ohne Alkohol nicht feiern könnte...
Als Drama hingegen funktioniert der FGilm ganz gut, nicht als Comedy, aber als Drama. Und das liegt tatsächlich in erster Linie an den hervorragenden Schauspielern, allen voran der fantastische Mads Mikkelsen.
Das ist eigentlich ein bisschen schade, denn gerade wegen der tollen Schauspieler hätte aus dem Film ein starkes Statement gegen Alkoholkonsum gesetzt werden können, die Chance hat man leider zu 100% verpasst...
3,5 Sterne von mir.
Markus Zeller
Markus Zeller

20 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 24. Januar 2025
Der Film hat grässliche Längen, er ist lang, langsam und auch flach und wirbt für das Trinken. Fragwürdige bis langweilige Musik. Ein paar originelle Einfälle aber keine Ahnung wie er den Oscar gewinnen konnte. Doofe dramatisch endende Saufgelage auf höchstem Pegel in Teil 3. Quälende Dramatik. Hohles Ende.
Christian Alexander Z.
Christian Alexander Z.

201 Follower 996 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 5. August 2023
Grausiges Sozialdrama zum leider sehr aktuellen Thema der Wohlstandsverwahrlosung. Banale Handlungslinien lassen die Handlung so vor sich hin dümpeln. Komplett vorhersehbar, kein Kick. Das gleich Thema verwendet die Norwegische Serie "Exit", macht aber alles so viel besser.
Hirschferkel
Hirschferkel

2 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 21. Juli 2023
Der Film ist die reinste Verballhornung von Alkoholkonsum in einem absolut durchschnittliches Setting, getragen von völlig durchschnittlichen Alltagsszenen, die über das übliche TV-Niveau dann auch nicht hinaus reichen.

Der Film wird einzig und allein von der Präsenz seiner vier Protagonisten getragen, die zur üblichen Besetzung dänischer Filme gezählt werden dürfen, und die längst ihre Klasse bewiesen haben und hier dann auch professionell wieder abrufen.

Und dennoch: selten habe ich mich in einem dänischen Film so gelangweilt!

Der Film ist die verzweifelte Suche nach der Legitimierung des Trinkens ohne die Folgen groß zu thematisieren. Auf der Metaebene zeigt es die tragische Vorstellung der Macher, dass es nur noch mit Drogenkonsum gelingen kann, sich aus einem selbstgestrickten, gesellschaftlichen Korsett zu lösen, um den Traum der Freiheit verspüren zu können.

Ein Offenbarungseid von Thomas Vinterberg und das Scheitern der Idee jedes intrinsischen Glücks!
Darin liegt dann wohl das tragische dieser Tragik-Komödie, ansonsten gibt es jetzt im Teil der Komödie, nicht so viel zu lachen.

Selbst nach einem "Black Out"-Besäufnis, werden Grenzüberschreitungen als"lustige" Streiche inszeniert, um an nächsten Tag sind alle wieder schnell am Start. spoiler: Am Ende sind die meisten glücklicher als zuvor (auch wenn es zwischen drin mal kurz bei jedem etwas hackt)
.

Am Ende bleibt die Erkenntnis: Mit ein bisschen Sprit kriegt (fast) jeder sein Leben wieder auf die Reihe. Alkoholiker an sich werden als Kollateralschaden der harmlos, berauschenden Lebensfreude hingenommen, ein kurzes Innehalten und schon geht's in die Schlussszene. Diese ist ein so absolut blödsinniges "Abfeiern" und rückt Jugend und Alkohol in eine stumpfsinnige Symbiose, als kämen die Alkoholiker von morgen nicht eben gerade aus einer solchen gesellschaftlichen Fetischisierung, und soll wohl eine Art Huldigung an den den "Alkohol" darstellen.

Aggressivität, die immer länger werdenden Phasen aus kurzzeitigem Alkoholkonsum und viel längerer Destruktion und körperlicher Regeneration, werden vollkommen ausgeblendet.

Naiver geht es nicht.

(P.S.: ... selten auch so eine unreflektierte Rezension des Filmstarts-Teams gelesen)
Josi1957
Josi1957

172 Follower 828 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 1. März 2024
Der grandiose Mix aus Drama und Komödie positioniert sich nicht klar für oder gegen Alkohol, sondern lotet die Möglichkeiten und Probleme aus, die mit dem Konsum einhergehen. Stark gespielte, komplexe Figuren, stimmige Bilder, pointierte Regie: *Der Rausch* wurde zu Recht mit dem Auslandsoscar prämiert.
Tim S.
Tim S.

2 Follower 29 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 31. Juli 2024
Ein Meisterwerk. Noch nie wurde dem gepflegten Alkoholismus mehr gehuldigt als hier, da ist der Rückfall bei jedem Alkoholiker sicher. Aber obwohl er auf amüsante, liebenswerte und sehr realistische Weise sowohl den Spaß Faktor als auch die Schattenseiten des Alkohols zeigt, wird nie der moralische Zeigefinger erhoben. Ein nicht ganz ernst zu nehmender, toll gespielter Film über das Leben und das tägliche Scheitern dabei es allen recht machen zu wollen.
Otto Schmidt
Otto Schmidt

1 Follower 30 Kritiken User folgen

1,0
Veröffentlicht am 24. Januar 2022
Sorry, ich weiß nicht wo die guten Kritiken herkommen. Der Film ist total langweilig und völlig überzogen...................................................
BrodiesFilmkritiken
BrodiesFilmkritiken

11.853 Follower 5.015 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 23. Januar 2022
Ich habe den Film jetzt erst angeschaut als er auf Amazon Prime frei wurde, davor habe ich ein gutes Jahr lang Lobeshymnen und Komplimente dazu vernommen. Der Film konnte für mich dann gar nicht so gut sein wie die Erwartungshaltung war. Aber schlecht war er dann am Ende nicht, nur eben erreichte er nicht diese ekstatischen für mich. Das Meiste war ja eh schon aus den Trailern bekannt: ein paar Lehrer probieren den Alltag aus wenn sie stetig einen gewissen Alkoholpegel haben. Das zunächst lustige Experiment kippt natürlich mehr und mehr in die dramatische Richtung. Das emotionale Ende hätte man so direkt nicht kommen sehen, trotzdem passiert eigentlich nicht allzu viel. Dabei bleibt der Film aber in einem neutralen, beobachtenden Winkel, urteilt nicht und mahnt nicht. Und bietet einer Handvoll Darstellern eine unfassbare Spielfläche.

Fazit: Klein, bescheiden, mit gigantischen emotionalen Augenblicken!
Kino:
Anonymer User
1,0
Veröffentlicht am 1. Januar 2022
Mir kommt es so vor, als ob sämtlich die guten Kritiken von Leuten kommen, die ihren eigenen Alkoholkonsum gerechtfertigt bis verherrlicht legitimisieren...
Mad Mikkelsen stellt einen im Grunde erbärmlichen Mann dar, der sich seiner verklemmten Unsicherheit schämt und gemeinsam mit 2 anderen Männern, eine Befreiung dessen, durch Alkohol sucht.
Dass das Ergebnis nur Scheinwelt ist, scheint dem Zuschauer und Rezensenten zu großen Teilen nicht klar sein zu wollen.
Der Tanz am Ende war für mich eine gesteigerte Peinlichkeit...genau hier ist klar dass diese narzisstische Darstellung vonnöten ist, sich selbst bzw. eigentlich als Wunschdarstellung des fehlendem Selbsts, fühlen zu wollen. Offensichtlich ist, dass jeder trotz herbeigespieltem Ausgelassenseins, allein und in sich gefangen ist. Es findet keine menschliche Verbindung untereinander statt. Eine bizarre Kälte und uniformer Rhythmus, auch in der Musik, macht sich breit...
Der Sinn des Rauschs, ist Flucht in den Wunsch nach Wärme, dessen Erfüllung jedoch nur illusorisch stattfindet.
Einzig die zutiefst in Seqzenzen , sichtbare Leere und Verzweiflung des Hauptdarstellers, zeigt ein Stück Können von Schauspielkunst.
Ich denke, Vinterberg ist gehörig mißverstanden worden...
Jeder, der mit Alkoholikern lebt, weiß, dass diese sich immer in Lügenwelten, vor allem auch vor sich selber, verstecken. Schuld und Scham sind immer gegenwärtig.
Eines haben alle Alkoholiker geneinsam: natürliche Konflikte nicht in der Lage sein, zu lösen. Dabei spielt ein überzogener Narzissmus
vor allem in gehobeneren Kreisen, immer deutlicher eine Rolle.....die Unfähigkeit, zu sich selbst zu stehen, Schwächen an sich nicht zu ertragen, anstatt sie als natürlich zu akzeptieren, und sie nach außen in das Gegenteil verkehren zu wollen...in das Besondere, Großartige.
Doch die Sehnsucht nach (Selbst-) Liebe und Anerkennung wird fatal in immer größere Distanz und Verzweiflung verkehrt, zunehmend sogar im Rausch.
Kino:
Anonymer User
4,0
Veröffentlicht am 5. Oktober 2021
Mir gefällt die Suche der Männer nach mehr Lebensfreude. Und das alles mit spielerischen Einsatz und auf der anderen Seite mit Tiefe. Habe es sehr genossen. Menschliche Werte die wohl für viele zählen. Danke
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