Der Film funktioniert die ersten zwei Drittel hervorragend und hätte locker das Zeug zum Kultfilm gehabt! Nicolas Cage, der sich so herrlich selbstironisch und selbstreferenziell spielt, das ist schlichtweg der Hammer! Und hier zeigt er auch immer wieder, was für ein hervorragender Comedian er ist. Dazu kommt Pedro Pascal, der so hervorragend mit ihm harmoniert, es sind mit Abstand die besten Szenen des Films, wenn die beiden einfach nur zusammen abhängen und philosophieren. Und dann immer wieder die Verweise auf alte Cage-Filme (das Museum!!! Holy cow!!), das ist schon alles absolut cool. Und auch die von vielen so oft gerügten Szenen, in denen er in den Dialog mit seinem jüngeren Ich tritt, fand ich unheimlich witzig und einfach genial.
Allerdings biegt der Film dann im letzten Drittel an der falschen Ausfahrt ab und möchte statt einer saugeilen Buddy-Komödie mit Thriller-Einschlag lieber eine Action-Komödie sein, die dann aber doch eher nur Action und kaum mehr Komödie ist. Der ganze coole Esprit zwischen Nicolas Cage und Pedro Pascal geht komplett flöten und dann ist die Action am Ende auch nur Durchschnittskost und wahrlich nichts Besonderes. Das ist dann schon ziemlich enttäuschend, vielleicht sogar ein bisschen ärgerlich.
Nichtsdestotrotz liefert der Film bis dahin einen herrlich frei drehenden Nicolas Cage, wie wir ihn kennen, liefert zahllose Selbstreferenzen und macht vor allem wegen Pedro Pascal unheimlich viel Spaß. Es könnte allerdings sein, dass Menschen, die jetzt nicht so Cage-Fans sind (wie ich) und die ganzen Verweise auf alte Filme nicht sehen, nur halb so viel Spaß haben oder ihn vielleicht sogar langweilig finden. Ein Film von Cage-Fans für Cage-Fans!