Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
Lars
1 Kritiken
User folgen
5,0
Veröffentlicht am 30. Mai 2026
Vorweg: Ja, Michael ist ein Film, der aus einer Perspektive erzählt wird, die Michael Jackson wohlwollend gegenübersteht. Dennoch würde ich nicht sagen, dass er ihn schlicht beschönigt. Vielmehr wählt der Film einen künstlerischen Ansatz, der die Figur Michael Jackson als Mensch, Künstler und kulturelles Phänomen in den Mittelpunkt stellt. Ob man diese Perspektive teilt, bleibt jedem selbst überlassen – innerhalb seines gewählten Rahmens funktioniert sie jedoch überzeugend.
Was Jaafar Jackson in der Hauptrolle leistet, ist außergewöhnlich. Es handelt sich nicht um eine bloße Imitation seines Onkels. Vielmehr gelingt es ihm, dessen Ausstrahlung, Bewegungen und Präsenz mit einer Authentizität auf die Leinwand zu bringen, die stellenweise verblüffend ist. Selten hat eine Besetzung in einer Filmbiografie so stimmig gewirkt. Man bekommt den Eindruck, dass Michael Jackson auf diese Leistung stolz gewesen wäre.
Auch abseits der Hauptrolle überzeugt der Film durch seine Atmosphäre, die Musik und die aufwendige Inszenierung. Die großen Bühnenmomente entfalten eine enorme Wirkung und erinnern daran, weshalb Michael Jackson zu den bedeutendsten Entertainern der Musikgeschichte zählt.
Insgesamt ist Michael für mich ein sehr guter Film. Es kommt äußerst selten vor, dass ich einen Film unmittelbar ein zweites Mal im Kino sehen möchte – hier ist genau das der Fall. Für Fans von Michael Jackson ist der Film eine klare Empfehlung.
Wer Michael Jackson hingegen ausschließlich durch die Berichterstattung der Medien oder die gegen ihn erhobenen Vorwürfe definiert und keine Bereitschaft mitbringt, sich auf die Perspektive des Films einzulassen, wird mit diesem Werk vermutlich wenig anfangen können. Für alle anderen bietet Michael ein beeindruckendes Kinoerlebnis und eine eindrucksvolle Hommage an einen der prägendsten Künstler der modernen Popgeschichte.
ich habe absolut nichts zu sagen. wie bei "the founder" unterschreibe ich hier einfach mal, was Isabelle D. zu diesem film geschrieben hat. ich hab dem nichts hinzuzufügen. ein schöner film, den man sich ganz gut zwischendurch mal anschauen kann, man wird einigermaßen gut unterhalten. wenn man vom biopic / lebenslauf / vita von MJ bisher mal irgendwie irgendwas mitbekommen hat, wird man aber merken, dass dieser film hier durchaus seine schwächen hat und ein paar stellen, die man besser hätte machen können. bzw ein paar stellen, die man weglassen und durch anderen content hätte ersetzen sollen. hätte dem film bestimmt nicht geschadet. welche stellen genau das sein sollen, dafür sind filme definitiv viel zu sehr geschmackssache und für die anwälte im prozess gegen die jackson family fehlt mir schlicht und einfach des geld. filme sind halt subjektiv, da beisst die maus keinen faden ab.
"Michael" von Antoine Fuqua verlässt sich voll und ganz auf die größten Hits von Michael Jackson bis 1987 und hat durchaus vereinzelt schöne Konzertszenen zu bieten. Die Schauspieler machen außerdem alle einen soliden Job und Jaafar Jackson sieht seinem Onkel wirklich ähnlich. Davon abgesehen ist der Film aber sehr schwach geraten. Uninspiriert und lieblos werden einzelne Stationen aus Michael Jacksons Leben von 1966 bis 1987 abgehakt, sein schwieriges Verhältnis zum despotischen Vater angerissen und der Beginn seiner Medikamentensucht angedeutet. Es bleibt aber auf der Oberfläche und man lernt die Figuren nicht wirklich kennen.
Ich vermute, Produzent und ehemaliger Anwalt von Michael Jackson, John Branca, der auch den Nachlass des Sängers verwaltet, hat sehr darauf geachtet, dass nichts allzu Kritisches über den "King of Pop" im Film gezeigt wird. Auch die beteiligten Familienmitglieder dürften Interesse daran gehabt haben, dass er möglichst gut wegkommt. So verständlich das auch ist, für den Film bedeutet es, dass zu viele Köche den Brei verderben, und am Ende eine oberflächliche, langweilige Kompromissgeburt über die Leinwand flimmert. Der Film ist einfach unglaublich schlecht erzählt. Das Drehbuch ist mies, die Figurenzeichnung holzschnittartig, die Regie überroutiniert.
Fazit: Schade, leider misslungen. Da ist man besser beraten, sich Michael Jacksons Musikvideos anzuschauen, seine Alben zu hören oder sich das großartige MJ Musical anzusehen.
Toller Film, der genau das liefert, was man als MJ Fan sehen will. Zeitlose Musik und ein sympathischer Jafaar Jackson. Klar, dass nicht seine ganze Karriere in einen Film passt. Beste Unterhaltung garantiert.
Der Michael-Jackson-Film ist ein merkwürdiges Paradox: Auf der einen Seite ein beeindruckendes Werk voller starker Momente, musikalischer Wucht und einer Figur, die selbst Jahrzehnte später eine unglaubliche Anziehungskraft besitzt. Die Inszenierung schafft es teilweise, den Mythos Michael Jackson einzufangen – diesen fast übermenschlichen Mix aus Talent, Perfektion und Tragik. Wenn der Film funktioniert, dann richtig. Einige Szenen haben Energie, Herz und Atmosphäre. Und dann kommt dieses Ende. Was für eine katastrophale Fehlentscheidung. Es wirkt nicht wie ein Ende – es wirkt wie jemand, der mitten im Schneiden aufgestanden ist und vergessen hat zurückzukommen. Statt einer Auflösung, eines emotionalen Höhepunkts oder eines Abschlusses gibt es praktisch einen harten Schnitt und die unausgesprochene Botschaft: „Kommt dann im zweiten Teil.“ Das Problem ist nicht einmal, dass es einen zweiten Teil geben soll. Das Problem ist, dass der erste Film gefühlt künstlich in die Länge gezogen wird und trotzdem kein eigenes, abgeschlossenes Erlebnis liefert. Ein erster Teil muss trotzdem wie ein vollständiger Film funktionieren. Er darf Fragen offenlassen – aber nicht einfach aufhören. Man hat hier scheinbar darauf gehofft, dass allein der Name Michael Jackson reicht, damit die Zuschauer automatisch wiederkommen. Das ist ein gefährliches Spiel. Denn wenn ein Film über Stunden seine Geschichte ausbreitet, Charaktere aufbaut und Erwartungen erzeugt, dann schuldet er seinem Publikum einen Abschluss. Stattdessen bekommt man das Gefühl, als hätte jemand den Stecker gezogen. Ein großartiger Film kann durch ein schwaches Ende stolpern. Ein Film mit einem Ende wie diesem läuft Gefahr, seine eigenen Stärken zu sabotieren. Denn man verlässt den Saal nicht mit Gänsehaut – sondern mit dem Gedanken: „Moment… das war's jetzt?“
Eine wundervolle Liebeserklärung an Michael 殺殺殺 ich finde den Film sehr gut gemacht, die Gesangseilagen fantastisch und die Kinderjahre top dargestellt!!!
Mit gemischten Gefühlen das ganze starten lassen aber nach gut 40 min. möchte man am liebsten aufspringen und man ist Atmosphärisch gleich wieder im Zappelbunker der 80er. Er hatte seine Probs am Ende aber er war wirklich "the king of pop"!!! Tolle schauspielerische Leistung von Jaafar Jackson und auch die Nebenrollen waren gut besetzt. Abruptes Ende aber ich bin gespannt wie es in einem wohl möglichen 2. Teil weitergeht, obwohl man ja weiß wie es endete ...... für alle aus der 70er, 80er Generation und auch für Kids von heute, geht ins Kino und geniesst!
Ich kann mit den Begrifflichkeiten "flach" etc null anfangen. Der Film zeichnet Michaels Karriere nach bis zur Veröffentlichung von "Who's bad?". Dabei wird auch sein schwieriges Verhältnis zum prügelnden Vater gezeigt und wie sehr er darunter litt, aufgrund seiner frühen Karriere keine echten Freunde zu haben. Die tänzerischen Einlagen werden von seinem Neffen hervorragend dargestellt und es versetzt einen in die Kindheit und Jugend zurück.