Michael
Durchschnitts-Wertung
3,9
148 Wertungen

51 User-Kritiken

5
27 Kritiken
4
12 Kritiken
3
6 Kritiken
2
5 Kritiken
1
1 Kritik
0
0 Kritik
Sortieren nach:
Die hilfreichsten Kritiken Neueste Kritiken User mit den meisten Kritiken User mit den meisten Followern
Yasemin
Yasemin

4 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 5. September 2026
Michael – Gewinner, Außenseiter und Weltstar

Michael Jackson ist eines der besten Beispiele dafür, wie sehr Erfolg von einer besonderen
Biografie abhängen kann. Soziologisch betrachtet sind Menschen mit einem schwierigen
Hintergrund oft nicht diejenigen, die den gesellschaftlichen Aufstieg schaffen. Umso
bemerkenswerter sind jene wenigen, denen dieser Aufstieg trotz widriger Voraussetzungen
gelingt und die Außergewöhnliches vollbringen – wie Michael Jackson zu seiner Zeit.
Michael erzählt nicht nur die Geschichte eines beispiellosen Erfolgs, sondern auch davon,
was diesem Erfolg vorausging und welchen Preis er hatte.

Der Film beginnt mit Jacksons Kindheit, als er anfängt, mit seinen Brüdern unter Anleitung
seines Vaters Joseph Jackson als Jackson Five aufzutreten. Die Erziehung des Vaters war,
wie viele wissen, mitunter so hart, dass wir die Szenen kaum ertragen können. Wenn
Joseph schweigt, ist es nicht angenehmer, als wenn er schimpft, denn sein Schweigen
enthält mindestens genauso viel Gewalt. Und dass er die Kinder mit einem Gürtel
auspeitschte, wenn ihm etwas nicht gefiel, gehört zu den besonders schweren Momenten.
Seine Mutter Katherine und seine ältere Schwester La Toya hatten bei der Erziehung der
Jungen nicht viel mitzureden und konnten das Geschehen weitgehend nur von außen
betrachten. Denn der Vater war der Ansicht, dass es im Leben nur Gewinner und Verlierer
gebe und Michael sich entscheiden müsse, zu wem er gehören wolle.

Dieser Gedanke zieht sich durch den gesamten Film. Denn Michael entscheidet sich
letztlich für das Gewinnen – und gewinnt in einem Ausmaß, das jede gewöhnliche
Vorstellung von Erfolg sprengt. Der Film begleitet ihn bei seinen Höhen und Tiefen, von den
Jackson Five über seine ersten großen Erfolge als Solokünstler bis zur Bad World Tour.
1988 steht er schließlich im Londoner Wembley-Stadion auf der Bühne. Doch je größer der
Erfolg wird, desto deutlicher zeigt sich auch dessen Kehrseite.

Zuschauer, die die 80er und 90er Jahre miterlebt haben, wenn auch nur als Kinder oder
Jugendliche, werden bei manchen Szenen schmunzeln müssen. Da sind die paketweisen
Fanbriefe, die Michael tagtäglich bekommt, überhaupt Fans, die er auf der Straße sieht,
sobald er sich nach draußen begibt. Es genügt irgendwann, wenn er für einige Sekunden
ganz oben aus seinem Hotelzimmer schaut: Unten stehen Zehntausende Menschen und
jubeln ihm in Ekstase zu. Was aber zunächst wie die größtmögliche Bestätigung eines
Künstlers erscheint, bekommt zunehmend etwas Beklemmendes. Sein Erfolg bedeutet
zugleich, dass der Popstar kaum noch unbeobachtet existieren kann.

Kameraführung und Bildausschnitte versetzen uns geradezu mitten ins Konzertgeschehen.
Gerade in den Konzertsequenzen entwickelt der Film eine große Energie. Jaafar Jackson
gelingt es hervorragend, die Bühnenpräsenz seines Onkels lebendig werden zu lassen. Die
Inszenierung vermittelt eine Ahnung davon, welche Wirkung Michael Jackson auf sein
Publikum gehabt haben muss.

Besonders begeistert hat mich die Szene zu den Dreharbeiten von Thriller. Michael lässt
hier seiner Kreativität freien Lauf, entwickelt eigene Ideen und arbeitet fast schon an der
Neuerfindung von Musikclips. Zombies erheben sich aus Gräbern, Männer und Frauen in
zerrissener Kleidung umringen ihn, bis Jackson schließlich gemeinsam mit ihnen eine der
berühmtesten Choreografien der Popgeschichte tanzt. Gerade hier hätte der Film aber länger bleiben dürfen.
Immer wieder wird angedeutet, wie stark Jackson selbst an der Gestaltung seiner Musikvideos beteiligt war, wie er Szenen
verändern ließ und eigene Vorstellungen einbrachte. Gerade bei Thriller hätte es sich
angeboten, diesen kreativen Prozess besser nachzuvollziehen. Man sieht das Ergebnis
seiner Ideen, erfährt aber zu wenig darüber, wie sie entstanden sind und was Jackson so an
dieser Bilderwelt faszinierte. Das ist umso bedauerlicher, weil die Thematik von Thriller stark
mit dem Bild von Michael Jackson korrespondiert, das der Film zeichnet.
Verwandlung, Anderssein und die Zugehörigkeit zu Außenseitern bestimmen den Clip.
Michael ist zunächst der scheinbar normale junge Mann, verwandelt sich dann aber in
etwas Fremdes und Bedrohliches. Später wird er Teil der Untotengruppe und steht zugleich
in deren Mittelpunkt. Darin lässt sich durchaus etwas von dem Menschen wiederfinden, den
Michael beschreibt: jemand, der dazugehören möchte und sich gleichzeitig schon früh von
allen anderen unterscheidet.

Wer mit Michael Jackson groß geworden ist, sollte diesen Film sehen. Wenn er auf der
Bühne steht, die Kamera seine Bewegungen einfängt und das Publikum außer sich gerät,
werden wir in eine Zeit zurückversetzt, die Michael stark mitgeprägt hat. Die musikalischen
Szenen gehören daher zu den stärksten des Films.

Michael erzählt den ersten Teil dieser Geschichte und endet 1988 auf einem großen
Höhepunkt. Ein zweiter Film soll folgen. Nach diesem Start bin ich mehr als gespannt
darauf, wie er mit der sehr viel schwierigeren Geschichte umgehen wird, die noch vor dem
Superstar liegt.

Yasemin Kaplan
Atilla_g47
Atilla_g47

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 27. August 2026
Der Beste Film allezeit vom größten Künstler allezeiten einfach nur mega geil die Musik die ganze aura
Hristaki
Hristaki

2 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 11. August 2026
Ich habe den Film wirklich genossen. Einfach für ein Moment die Realität vergessen und ins Film eintauchen.
Ein tolles Erlebnis.
Aurel Schöbel
Aurel Schöbel

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 17. Juli 2026
also es war sehr schön meachael jackson sehr super ich dachte sogar es das der echte der leider im grab ist 2009 ich war dar
auch aber grab traurig aber der film ist mein liebliegs film ich haffe er liebt glücklich oben
Jörg Schröder
Jörg Schröder

35 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 23. Juni 2026
Irgendwie weiss man was auf einen zukommt… irgendwie auch nicht! Dürfte der Reiz der Biopics sein! Grossartiger kzrzweiliger Film! Toller Hauptdarsteller! Die Musik spricht sowieso für sich! Für mich interessant warum Michael das ewige Kind geblieben ist und sein Hang zu Tieren!
Ron
Ron

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 7. Juni 2026
Sehr schöner Film von der Ersten bis zur letzten Minute!, so wie Michael wirklich war und was ihm passiert ist!

Und nicht vergessen Gott liebt euch:)
Lars
Lars

1 Kritiken User folgen

5,0
Veröffentlicht am 30. Mai 2026
Vorweg: Ja, Michael ist ein Film, der aus einer Perspektive erzählt wird, die Michael Jackson wohlwollend gegenübersteht. Dennoch würde ich nicht sagen, dass er ihn schlicht beschönigt. Vielmehr wählt der Film einen künstlerischen Ansatz, der die Figur Michael Jackson als Mensch, Künstler und kulturelles Phänomen in den Mittelpunkt stellt. Ob man diese Perspektive teilt, bleibt jedem selbst überlassen – innerhalb seines gewählten Rahmens funktioniert sie jedoch überzeugend.

Was Jaafar Jackson in der Hauptrolle leistet, ist außergewöhnlich. Es handelt sich nicht um eine bloße Imitation seines Onkels. Vielmehr gelingt es ihm, dessen Ausstrahlung, Bewegungen und Präsenz mit einer Authentizität auf die Leinwand zu bringen, die stellenweise verblüffend ist. Selten hat eine Besetzung in einer Filmbiografie so stimmig gewirkt. Man bekommt den Eindruck, dass Michael Jackson auf diese Leistung stolz gewesen wäre.

Auch abseits der Hauptrolle überzeugt der Film durch seine Atmosphäre, die Musik und die aufwendige Inszenierung. Die großen Bühnenmomente entfalten eine enorme Wirkung und erinnern daran, weshalb Michael Jackson zu den bedeutendsten Entertainern der Musikgeschichte zählt.

Insgesamt ist Michael für mich ein sehr guter Film. Es kommt äußerst selten vor, dass ich einen Film unmittelbar ein zweites Mal im Kino sehen möchte – hier ist genau das der Fall. Für Fans von Michael Jackson ist der Film eine klare Empfehlung.

Wer Michael Jackson hingegen ausschließlich durch die Berichterstattung der Medien oder die gegen ihn erhobenen Vorwürfe definiert und keine Bereitschaft mitbringt, sich auf die Perspektive des Films einzulassen, wird mit diesem Werk vermutlich wenig anfangen können. Für alle anderen bietet Michael ein beeindruckendes Kinoerlebnis und eine eindrucksvolle Hommage an einen der prägendsten Künstler der modernen Popgeschichte.
Levi fazbear
Levi fazbear

1 Follower 122 Kritiken User folgen

4,5
Veröffentlicht am 25. Mai 2026
Richtig gut hat sehr Spass gemacht der Film bietet Musik Freude und gute Laune so wie auch sehr gute Schauspieler und Produzenten!
die kurbel kino
die kurbel kino

28 Kritiken User folgen

2,5
Veröffentlicht am 19. Mai 2026
ich habe absolut nichts zu sagen.
wie bei "the founder" unterschreibe ich hier einfach mal, was Isabelle D. zu diesem film geschrieben hat.
ich hab dem nichts hinzuzufügen.
ein schöner film, den man sich ganz gut zwischendurch mal anschauen kann, man wird einigermaßen gut unterhalten.
wenn man vom biopic / lebenslauf / vita von MJ bisher mal irgendwie irgendwas mitbekommen hat, wird man aber merken, dass dieser film hier durchaus seine schwächen hat und ein paar stellen, die man besser hätte machen können.
bzw ein paar stellen, die man weglassen und durch anderen content hätte ersetzen sollen. hätte dem film bestimmt nicht geschadet.
welche stellen genau das sein sollen, dafür sind filme definitiv viel zu sehr geschmackssache und für die anwälte im prozess gegen die jackson family fehlt mir schlicht und einfach des geld. filme sind halt subjektiv, da beisst die maus keinen faden ab.
Isabelle D.
Isabelle D.

331 Follower 532 Kritiken User folgen

2,0
Veröffentlicht am 17. Mai 2026
"Michael" von Antoine Fuqua verlässt sich voll und ganz auf die größten Hits von Michael Jackson bis 1987 und hat durchaus vereinzelt schöne Konzertszenen zu bieten. Die Schauspieler machen außerdem alle einen soliden Job und Jaafar Jackson sieht seinem Onkel wirklich ähnlich. Davon abgesehen ist der Film aber sehr schwach geraten. Uninspiriert und lieblos werden einzelne Stationen aus Michael Jacksons Leben von 1966 bis 1987 abgehakt, sein schwieriges Verhältnis zum despotischen Vater angerissen und der Beginn seiner Medikamentensucht angedeutet. Es bleibt aber auf der Oberfläche und man lernt die Figuren nicht wirklich kennen.

Ich vermute, Produzent und ehemaliger Anwalt von Michael Jackson, John Branca, der auch den Nachlass des Sängers verwaltet, hat sehr darauf geachtet, dass nichts allzu Kritisches über den "King of Pop" im Film gezeigt wird. Auch die beteiligten Familienmitglieder dürften Interesse daran gehabt haben, dass er möglichst gut wegkommt. So verständlich das auch ist, für den Film bedeutet es, dass zu viele Köche den Brei verderben, und am Ende eine oberflächliche, langweilige Kompromissgeburt über die Leinwand flimmert. Der Film ist einfach unglaublich schlecht erzählt. Das Drehbuch ist mies, die Figurenzeichnung holzschnittartig, die Regie überroutiniert.

Fazit: Schade, leider misslungen. Da ist man besser beraten, sich Michael Jacksons Musikvideos anzuschauen, seine Alben zu hören oder sich das großartige MJ Musical anzusehen.
Möchtest Du weitere Kritiken ansehen?
  • Die neuesten FILMSTARTS-Kritiken
  • Die besten Filme