Ein heißer Tag in Los Angeles: William Foster (Michael Douglas) ist sauer. Die Lüftung im Auto funktioniert nicht, ebenso wenig der Fensterheber. Doch das Fass läuft nicht über. Noch nicht. Stattdessen steigt Foster kurzerhand aus, klemmt seine Aktentasche unter den Arm und lässt sein Auto stehen. Für den fluchenden Fahrer hinter ihm kommentiert er dies mit dem kurzen Hinweis, er gehe jetzt nach Hause. Auf diesem Weg begleitet ihn der Zuschauer und beobachtet, wie sein Geduldsfaden Millimeter um Millimeter weiter gespannt wird, bis er unweigerlich reißt und sich die dramaturgische Gewaltspirale zu drehen beginnt. Von einem Moment auf den anderen, so scheint es, hat der Alltagsstress einen harmlosen Nobody in einen gesetzlosen Psychopathen verwandelt, der sich am Ende mit einem halben Waffenarsenal den Weg zu seiner geliebten Tochter bahnt...
Auf der einen Seite, da stehen die Bösen. Morden, plündern, rauben, hintergehen, betrügen und lügen, was das Zeug hält. Auf der anderen, da stehen die Guten. Helfen, retten, opfern sich, achten und hüten Recht und Ordnung. Dass die Welt meist leider doch nicht ganz so strikt binär und simpel definiert ist, wie es uns manch ein Hollywood-Film verkaufen will, haben die meisten inzwischen gemerkt. Aber vielleicht gerade weil alles um uns herum ohnehin immer komplexer zu werden scheint, ist es zweifellos angenehm, die ewige Kontingenz, also das Es-könnte-auch-anders-sein, und unseren Alltagstress mit dem Betreten des Kinosaals für zwei Stunden hinter uns zu lassen. Es sei denn, wir sehen uns gerade Joel Schumachers „Falling Down“ an.Es ist ein heißer Tag in Los Angeles, ein verdammt heißer Tag. Eine Baustelle auf der Straße, die Blechlawine steht. Die Lüftung im Auto ist kaputt, ebenso der F
Ich hab diesen Film zum ersten Mal mit 13 gesehen und hielt ihn damals für eine einzige große Komödie: streckenweise sind Michael Douglas Handlungen hier auch schreiend komisch, wenn er mit der Maschinenpistole Frühstück in einem Imbiß bestellt, Monologe über Hamburger hält oder einem Schreihals in seinem Wagen einfach eine reinhaut. Erst Jahre später habe ich den tieferen Sinn des Filmes verstanden – es geht um einen gebrochenen, ...
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Anonymer User
4,5
Veröffentlicht am 22. März 2016
Seit jeher einer meiner Lieblingsfilme. Michael Douglas in seiner besten Rolle: als D-Fens. Von Anfang bis Ende einfach ein fesselnder, spannender, nachdenklich stimmender, auch komischer und sehr atmosphärischer Fußgänger-Trip durch den Großstadtdschungel von Los Angeles. Sehr plakativ packt der Film den Zuschauer da, wo es jeden Normalbürger im Schuh drückt, bei den kleinen und großen Ungerechtigkeiten des Lebens. Er zeigt die Reaktion ...
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Craftnight405
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5,0
Veröffentlicht am 17. April 2023
William „D-Fens“ Foster (Michael Douglas) verlässt sein Auto, während eines Staus und beschließt sich auf den Weg zu seiner Ex-Frau und seinem Kind zu machen. Dabei läuft er durch Problemorte und trifft mehrere Menschen die in wütend machen. Dabei geht er skrupellos vor und scheut nicht davor, Gewalt anzuwenden oder sogar zu morden. Währenddessen steht der Kriminalpolizist Martin Prendergast (Robert Duvall) kurz vor der ...
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Anonymer User
3,5
Veröffentlicht am 23. April 2011
Während Douglas' amüsant-schräger Baller-Marathon aus zusammenhanglosen Episoden zu einer gewissen Routine führt, sorgt die Parallelhandlung mit einem unerwartet schwachen und uncharismatischen Robert Duvall für komplette Langeweile. Dass ''Falling Down'' in aller unkoordinierter Vermischung lascher Gesellschaftskritik mit Vorurteilen und rassistischen Motiven, dennoch oft hervorragend unterhält, ist nicht der (wieder mal sehr blassen) ...
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