Neueste Kritiken: Asterix und Obelix: Mission Kleopatra
Asterix und Obelix: Mission Kleopatra
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Maddin
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4,0
Veröffentlicht am 6. Juli 2025
„Asterix und Obelix: Mission Kleopatra“ ist eine der wenigen Comicverfilmungen, die es schafft, den Geist der Vorlage mit einem ganz eigenen, modernen Humor zu verbinden. Der französische Film basiert auf dem gleichnamigen Comicband von René Goscinny und Albert Uderzo und gehört zu den gelungensten Live-Action-Adaptionen der Asterix-Reihe.
Handlung
Kleopatra (Monica Bellucci) will es Caesar beweisen: Innerhalb von drei Monaten soll ein prächtiger Palast in der Wüste Ägyptens entstehen. Der Architekt Numerobis (Jamel Debbouze), dem das unmöglich erscheint, ruft die Gallier Asterix (Christian Clavier), Obelix (Gérard Depardieu) und den Druiden Miraculix (Claude Rich) zur Hilfe. Was folgt, ist ein temporeiches Abenteuer voller Sabotageversuche, Zaubertrank, Witz und einem Hauch antiker Dekadenz.
Schauspiel und Inszenierung
Alain Chabat, der nicht nur Regie führte, sondern auch Julius Cäsar spielt, setzt auf Tempo, visuelle Gags und absurde Dialoge – mit großem Erfolg. Gérard Depardieu überzeugt wie immer als gutmütiger Obelix, während Christian Clavier als Asterix clever und charmant agiert. Besonders hervorzuheben ist der Auftritt von Jamel Debbouze, dessen Figur Numerobis den Comic-Klamauk perfekt mit modernem, urbanem Humor verbindet.
Humor und Stil
Der Film ist eine wilde Mischung aus Slapstick, cleveren Wortspielen, Popkultur-Referenzen und satirischen Einlagen. Alain Chabat gelingt es, die klassische Geschichte mit modernen Elementen aufzuladen – sei es durch Musik von IAM und Claude François oder durch Anspielungen auf Matrix und Star Wars. Der Humor ist dabei sehr französisch, aber erstaunlich international verständlich.
Ausstattung und Effekte
Visuell ist der Film üppig ausgestattet: Die Kulissen, Kostüme und Effekte sind für eine europäische Produktion überraschend hochwertig. Die Mischung aus historischen Schauplätzen und cartoonhaften Übertreibungen funktioniert hervorragend.
Fazit
Asterix und Obelix: Mission Kleopatra ist ein rundum gelungener Familienfilm, der sowohl Kinder als auch Erwachsene unterhält. Er ist origineller, witziger und besser inszeniert als viele andere Realverfilmungen der Asterix-Reihe. Die gelungene Kombination aus Respekt vor dem Original und modernen Einfällen macht ihn zu einem echten Highlight.
Reiht sich zu den ganzen anderen Verfilmungen ein. Ist unterhaltsam und teilweise lustig, wird aber nie den Kultstatus der Trickfilme von Asterix erreichen.
...denn die empfand ich als Asterix Fan der ersten Stunde allesamt schon fast als Beleidigung der Glanzzeit franzöischer Humoristen vom Schlage Goscinny/Uderzo ( ein Glanzlicht wie hierzulande unser aller Vicco von Bülow- Loriot- es einst war bzw. unerreicht immer noch ist).
Nichts von den feinsinnigen Anspielungen, der göttlichen Ironie und Gesellschaftskritik.Die Realfilmversion schafft es wenigstens zeitweise diesen ursprünglichen intelligenten Humor zu transportieren wenn auch das Meiste hinter der mutmasslich französischen Ambition bei der Verfilmung ihrer Zeichentrick-Volkshelden mit Hollywwod Disney und Pixar (eben auch inhaltlich glattgebügelt) mithalten zu können, zurückbleibt.
Wie aktuell und frisch Asterix immer noch ist fällt mir z.B. auf wenn ich an "Die Trabantenstadt" in Verbindung mit Globalisierung und Handymarkt denke.
Angestachelt durch Gier und hegemonistisch- kapitalistische Weltherrschaftsträume gibts heutzutage zu jedem gekauften Schwert mindestens ein dutzend Fische dazu - und umgekehrt.
Wirklich glücklich macht das allerdings niemanden (ausser er ist dadurch gesegnet völlig kritik- bzw. refexionsresistent bzw. "dumm wie Brot " zu sein ;) )