Alice, Darling
Durchschnitts-Wertung
2,9
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Lemmiblog
Lemmiblog

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2,5
Veröffentlicht am 11. Juni 2026
HAARE AUSREIßEN MACHTS BESSER

Alice lebt in einer Beziehung mit Simon, doch so wirklich glücklich scheint sie nicht zu sein. Sie sagt zwar jedem wie verliebt sie ist, doch die Anzeichen für das Gegenteil sind nicht von der Hand zu weisen. Ihre Freundinnen Tess und Sophie nehmen Alice eines Tages mit zu seinem Mädelstrip. Simon hingegen weiss davon nichts und dies wird Alice noch zum Verhängnis werden.

Dieser Film geht ca. 90 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Wir bekommen hier ein Drama serviert rund um eine toxische Beziehung mit Anna Kendrick in der Hauptrolle. Achja, toxische Beziehungen und der Mann ist schuld, der Klassiker. Wohlgemerkt in dieser Story ist Simon auch ein Lappen und ne echte Flöte. Jedoch ist die Figur Alice auch alles andere als ein unschulds Lamm, denn jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Sie war es schließlich die ihm nichts sagte von dem Trip, aber er ist trotzdem der böse. Das sie die eigenen Anzeichen nicht sieht, wie sich die Haare nach und nach auszureißen sehe ich als ihre eigene Schuld. Im großen finalen Showdown schafft es Alice dann erst ihre Frau zu stehen, in dem ihre Freundin Sophie ein Verbrechen begeht, ganz toll Alice. Ganz toll. Im großen und ganzen ist das hier kein schlechter Streifen, aber es passiert auch nicht soviel das es sich lohnen würde darüber länger zu reden. Denn die toxische Beziehung ist für 3/4 des Streifens gar nicht zu sehen.
Am Ende bleibt ein durchschnittlicher Streifen, wo es hauptsächlich um das anzicken von Freundinnen geht, die sich dann wieder vertragen um gegen den Freund zu schießen.

Von mir bekommt der Film 5/10 Punkte. Eine Handlung die für 40 Minuten gereicht hätte, aber soviel Zeug reingepresst wird um es auf Spielfilm zu drücken.
No Use For A Name
No Use For A Name

14 Follower 1.486 Kritiken User folgen

4,0
Veröffentlicht am 7. Juni 2026
Bedrückendes, aber toll gespieltes Drama um eine Frau, die so sehr in einer toxischen Beziehung gefangen ist, dass sie es schon als völlig normal ansieht und sich selbst nicht daraus befreien kann. Alice wird von ihrem Partner emotional missbraucht und unterdrückt, was zu Beginn des Films gar nicht klar ist. Ganz im Gegenteil hat der Mann eine überzeugende Fassade, so dass es für Außenstehenden einfach nur so wirkt, als ob er sich sorgen würde. Erst im Verlauf des Films wird immer deutlicher, wie er Alice unterdrückt und bewusst klein gehalten hat, offensichtlich, um sein eigenes schwaches Selbstbild darüber zu stabilisieren. Ihren Freundinnen, mit denen sie eine Woche in einem abgelegenen Landhaus verbringen will, ist die Situation ebenfalls nicht klar, im Gegensatz zu Alice können sie sein perfides Machtspiel aber schneller durchschauen.

Der Film lebt ganz stark von dieser Spannung und die Situation eskaliert schließlich (das ist jetzt kein Spoiler, da es auf der DVD-Rückseite steht), als ihr Partner die drei Frauen in dem Landhaus besuchen kommt. Das ganze Setting ist kammerspielartig aufgebaut, im Wesentlichen sehen wir nur die drei Frauen in dem Landhaus, gelegentlich unterbrochen von Rückblicken, die Alice zusammen mit ihrem Partner zeigen. Beeindruckend ist auf jeden Fall Anna Kendricks Performance, sie ist ganz klar das emotionale und dramatische Zentrum des Films. Dabei gelingt es ihr außerordentlich gut, die Zerrissenheit und das qualvolle Leid, aber auch die vermeintlich souveräne Fassade nach außen zu verdeutlichen. Stark! Die ruhige und unaufgeregte Inszenierung von Regisseurin Mary Nighy tut ihr Übriges dazu.

FAZIT: Ein beeindruckender Film mit einer fantastischen Anna Kendrick zu einem bedrückenden und sehr ernsten Thema. Toll inszeniert, sehr still und langsam, aber mit einer stetig ansteigenden Spannungskurve. Sehenswert.
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