Eine explodierende Tonne, ein explodierendes Auto, eine explodierende Hütte, ein explodierendes Appartement – was könnte man eigentlich noch in die Luft sprengen? Ach, wie wäre es mit einer Bar, in der Menschen sind? So oder so ähnlich könnte es in Patryk Vegas Kopf vorgegangen sein als er das Drehbuch zu PITBULL – EXODUS schrieb, welcher auf der gleichnamigen Krimi-Dokuserie aus den Nullerjahren beruht und sich nun einem ganz speziellen Fall intensiv widmet. Während Vega zuletzt mit zwar äußerst brutalen, gleichzeitig aber aussagekräftigen Filmen überzeugen konnte, die die jüngere polnische Historie regelrecht dekonstruiert haben, scheint er nun einmal etwas anderes machen zu wollen und lässt jegliche Aussagekraft in diesem Film einfach weg.
Stattdessen bekommen wir einen Actioner, der sich gar nicht als solcher schimpfen dürfte, der, mangels guten Schauspiels, einer interessanten Story und jeglichem Unterhaltungswert, eher aussieht, als würde er schlichtweg dafür da sein dem Regisseur die Möglichkeit zu bieten eine besorgniserregende Liebe zur gnadenlosen Brutalität auszuleben. Wo ich zuletzt Vega noch gelobt habe, bleibt nun nur noch ein verärgertes Kopfschütteln und ein erschreckend hoher Body Count.
Die gesamte Kritik gibt es auf riecks-filmkritiken.de/pitbull-exodus