Anatomie eines Falls
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3,9
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Sebastian Schlicht7
Sebastian Schlicht7

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5,0
Veröffentlicht am 7. April 2026
„Sometimes a couple is kind of a chaos.“

Die französische Regisseurin Justine Triet machte 2023 mit ihrem Kriminal/Justiz-Drama „Anatomie eines Falls“ international auf sich aufmerksam. Das Werk sahnte unzählige Preise ab, darunter die Goldene Palme bei Cannes, zwei Golden Globes und einen Oscar fürs Drehbuch. 2023 war eh ein grandioses Jahr für die Filmlandschaft, aber „Anatomie eines Falls“ gehört ohne Zweifel zu einem der besten. Und Hauptdarstellerin Sandra Hüller hatte in dem Jahr gleich zwei Meisterwerke, in denen sie mitspielte: Einmal „The Zone of Interest“ und dann eben „Anatomie eines Falls“ von Triet, ein Film, welcher das typische Krimi-Genre äußerst elegant, intelligent und berührend aufmischt!

Sandra Voyter lebt mit ihrem Mann Samuel und ihrem erblindeten Sohn Daniel in den französischen Alpen. Das Familienleben ist jedoch alles andere als harmonisch, ganz im Gegensatz zur atemberaubenden Schönheit der verschneiten Umgebung. Das alles gipfelt in einem Todesfall des Vaters Samuel, der eines Tages blutend auf dem Boden vor dem Haus gefunden wird. Nun ist die Frage: War es Suizid oder vielleicht sogar Mord? Im Zentrum dieser Ermittlung steht die Witwe Sandra…

„Anatomie eines Falls“ hat gleich mehrere Bedeutungen: Zum einen wird natürlich der Mordfall bis ins kleinste Detail auseinander genommen, zum anderen kriegen wir als Zuschauer*innen aber auch den Zerfall der Beziehung zwischen Sandra und Samuel mit. Und inmitten dieses Zerfalls steht der kleine Daniel, der (wie wir) erst im Laufe des Prozesses viele Dinge über seine Eltern erfährt. Wir sind genau so blind wie er und werden bewusst auch im Dunklen gelassen. Denn der Film ist so viel mehr als eine simple Frage á la „Hat sie ihn ermordet oder nicht?“. Es geht um eine brüchige Beziehung zweier Menschen und auch darum, wie die Gesellschaft besonders mit Frauen in solchen Situationen umgeht. Sandra muss sich vieles gefallen lassen, von sexistischem Framing bis hin zur Enthüllung intimster Geheimnisse. Ob das alles gerechtfertigt ist und wie weit ein Gericht bei der Ermittlung eines solchen Falls gehen darf, das überlässt Regisseurin Triet uns. Und genau deswegen ist der Film auch so kraftvoll, so gnadenlos und spannend. Und im Gegensatz zu so vielen anderen Filmen dieses Genres, ist „Anatomie eines Falls“ ein Werk, dass man mehrmals sehen kann, da es so viele interessante Details gibt, auf die man beim ersten Sehen sicherlich nicht achtet (wie zum Beispiel die Rolle des Hundes).

Sandra Hüller (die im Film ebenfalls Sandra heißt) hatte hier ihren Durchbruch und wurde international bekannt. Sie ist wirklich grandios in der Rolle als reflektierte, aber dennoch emotionale Mutter. Zudem lernte sie extra für den Film französisch, sprach aber auch englisch, was in Bezug auf die Story sehr viel Sinn ergibt, da beide Partner nicht dieselbe Sprache sprechen. Wäre „Poor Things“ vielleicht ein Jahr früher oder später in die Kinos gekommen, hätte vielleicht Hüller die Trophäe gewonnen und nicht Emma Stone. Auch der restliche Cast ist wirklich stark, allen voran der kleine Milo Machado Graner als Daniel Maleski, der beweist, dass auch Kinderdarsteller*innen großartig sein können, wenn das Casting und die Regie gut sind.

Weiterhin sieht „Anatomie eines Falls“ wirklich fantastisch aus: Die kühle, aber wunderschöne Landschaft der Alpen ist ein wunderbares Bild für die Einsamkeit Sandras. Auch ansonsten ist das Ganze eindrucksvoll gefilmt und musikalisch hören wir nur das, was auch die Figuren im Film hören. Neben Daniels Klavierspiel sticht auch der anstrengende, aber sehr passende Loop von „.“ heraus, der wie eine Art höllischer Soundtrack des Unfalltages wird.

Fazit: „Anatomie eines Falls“ ist einer der besten Filme des Jahres und ein Beweis für mich, dass das französische Kino wirklich erfrischend und beeindruckend sein kann! Eine simple, aber großartige Idee wird zu einem vielschichtigen und emotionalen Thriller, voll von fantastischen Darsteller*innen!
Christian Alexander Z.
Christian Alexander Z.

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3,5
Veröffentlicht am 9. Januar 2026
Goldene Palme, nur fragt man sich in den ersten 40 Minuten: wofür nur? Doch dann nimmt die Handlung endlich Fahrt auf und wird zum spannenden Gerichtsdrama. Dennoch ist der Film zu lang. Sandra Hüller in gewohnter topp Form, die restlichen Schauspieler? Ein weiteres Manko ist der Cast. Blasse Figuren frei von Charisma. Als letztes ist in Frage zu stellen, ob ein 11-Jähriger vor Gericht so aussagen kann wie es hier vorgeführt wird. Die Goldene Palme hätte Sandra Hüller gebührt. Insgesamt ein sehenswerter Film, mehr nicht.
Barbara Rieck
Barbara Rieck

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0,5
Veröffentlicht am 4. Dezember 2024
Mich hat de grottenschlechte deutsche Synchronisation vom Durchhalten abgehalten 
Dieser Film hat so viele Oscars verdient und bekommen warum . Warum gibt man dann nicht Geld für vernünftige Synchronisation Studios aus. ?
Thomas Z.
Thomas Z.

139 Follower 653 Kritiken User folgen

3,5
Veröffentlicht am 11. November 2024
Von Amazon Prime Video als Oscar-nominierter fesselnder Thriller beworben, wähnt man sich sehr schnell im falschen Film, denn merke: ein Toter macht noch keinen Thriller!
Allen, die trotzdem dabeibleiben, bietet "Anatomie eines Falles" ein komplexes Psychogramm einer Künstlerfamilie, eingebettet in ein Drama einer zerrütteten Liebesehe zwischen zwei mehr oder weniger narzisstischen Persönlichkeiten und einem, durch einen Unfall, stark sehbehinderten Sohn.
Was da vor Gericht zur Wahrheitsfindung seziert wird, kann buchstäblich jeden treffen. Subjektiv empfundene Realität dient nicht zwangsläufig einer objektiven Beurteilung.
Das ist zurückhaltend inszeniert und großartig gespielt, nicht nur von Sandra Hüller.
Horst Reiter
Horst Reiter

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5,0
Veröffentlicht am 12. August 2024
Der Film hat mir gefallen begeistert hat mich die Schauspielerischen Leistungen von den 4 wichtigen Darstellern
Frau, Staatsanwalt ,Sohn und Ihr Verteidiger aber eines möchte ich hier klarstellen der Film hätte nach rechtlicher Seite keine Anklage geben dürfen weil die Beweise nicht eindeutig waren und beim genaueren hinsehen würde ein Mord in der Form wie Sie dargestellt wurde gar nicht möglich gewesen
Das eine Frau einen großen Mann über ein Geländer mit einer Höhe von 1,20m in den Abgrund befördern könnte ist nahezu unwahrscheinlich und nur die 3 Blutspritzer als Beweis nicht ausreichend
Die Handlung war nicht sehr überzeugend aber die sehr gute Sprachqualität und das er trotzdem spannend war obwohl das Gerichtsverfahren unrealistisch war
Brodie1979 ..
Brodie1979 ..

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4,0
Veröffentlicht am 11. August 2024
Hier war es der Fall, daß ich mich nicht unbelastet auf den Film einlassen konnte. Dazu hatte ich zu viele euphorische
Kritiken und Kommentare im Vorfeld gehört und dachte mir: wenn ichd en jetzt nicht gut finde, stimmt etwas mit mir nicht.
Ganz so übel war es dann am Ende nicht, aber es ist wohl ein bei mir oft passierender Effekt: ich verstehe das Lob, bin aber
selber etwas reservierter. Ich weiß nicht. warum dieser Film, der einen Gerichtsprozess wie auch eine zerbrechende Ehe skizziert,
eine solche epische Lauflänge von 2 1/2 Stunden haben muß. Vielleicht, um Sandra Hüller eine Bühne zu geben? Wenn dem so ist, bin
ich fein damit: als unterkühlte, nicht zugängliche Hauptfigur trägt sier den ganzen Film. Die Frage, wie es für sie endet, fesselt auch
ausreichend. Daher muß man Geduld mit bringen, die sich am Ende aber definitiv auszahlt.

Fazit: Teils Ehedram, teils Gerichtsfilm mit furchtbar unterkühlter Atmosphäre.
Lambert Sauerbier
Lambert Sauerbier

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1,0
Veröffentlicht am 29. Juli 2024
Der Film ist von vorne bis hinten unfassbar spannend, vergleichbar höchstens mit einer Arte-Doku über das Leben der spanischen Wegschnecke. Es ist durchaus bemerkenswert, dass man es schafft diesen Film so dermassen langweilig zu gestalten. Und wie viel muss man saufen um da irgendetwas spannendes zu erkennen? Drei Psychos in einem Haus, die sich mit Sicherheit gegenseitig zu Tode gelangweilt hätten, wenn das Opfer nicht vorher uns Leben gekommen wäre. Es passt übrigens zur heutigen Filmkritik dass man beliebte Filme schlecht schreibt und schlechte Filme so darstellt als wären es Meisterwerke an denen Hitchcock, Spielberg und Kubrick mitgewirkt.
Ein Stern weil die Landschaft nett war.
Björn Schniedenharn
Björn Schniedenharn

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2,0
Veröffentlicht am 8. Juli 2024
Gute Hauptdarstellerin!...aber dünne Story, die völlig ohne Not auf 2,5 Stunden Laufzeit gedehnt wird. Der Film hätte locker eine 3/4-Stunde kürzer ausfallen dürfen, um alle Aspekte des Geschichte darzustellen.
Der Film ist kein Thriller, nur weil es ein Opfer gibt. Die Frage, ob dieses durch Unfall, Selbstmord oder Mord ums Leben kam wird juristisch abgearbeitet. Insofern verspricht der Filmtitel auch nicht mehr als drin ist. Das sind jedoch eher die Zutaten für eine Dokumentation. Die im Laufe der Story stärker besprochenen Beziehungsprobleme machen den Film aber auch nicht wirklich zum Beziehungsdrama, da ihm dafür die Dramatik fehlt.
Nach 1,5 Stunden hielt mich nur noch erhoffter Plot-Twist am Ball, leider vergeblich.
Biggy B.
Biggy B.

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3,0
Veröffentlicht am 7. Juli 2024
Bin über das Ende des Films echt enttäuscht. Ich hatte eigentlich einen Kracher erwartet. Aber NIX.
Wieder mal soll der Zuschauer entscheiden ob es einen Täter gab oder nicht. Kann den Hype über diesen Film nicht wirklich verstehen. Erst wird man gefesselt von der Geschichte und dann wieder ratlos zurück gelassen.
Aloha
Aloha

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0,5
Veröffentlicht am 19. Mai 2024
langweiliger film, finde sie mehr als laiendarstellerin, wie alle anderen im film, die oscarnominierung ist mir ein rätsel und ihre preise auch
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