„Breathe“ bietet eine etwas seltsame Prämisse, der Sauerstoffgehalt der Atmosphäre ist auf 5% gesunken, woraufhin alle Pflanzen und Tiere (und viele Menschen?) gestorben sein sollen. Die Ursache für diese Katastrophe wird nicht genannt, ich kann mir auch absolut kein noch so unrealistisches Szenario vorstellen, wie das jemals in den nächsten 3 Milliarden Jahren passieren sollte. Wo ist der Sauerstoff hin? Wieso ist der verschwunden? Und warum ist die Stadt dann so verwüstet wie nach einem Atomkrieg? Gab es Plünderungen? Krieg? Was ist passiert. Angeblich ist diese Katastrophe auch nur 4 Jahre her…?
Diese Geschichte muss man erstmal schlucken, was mir, ehrlich gesagt, ziemlich schwer gefallen ist. Was könnte das für ein Szenario sein, wo der Sauerstoff aus der Erde verschwindet, dass ist aus wissenschaftlicher Sicht gelinde gesagt völliger, hanebüchener Schwachsinn! Naja, nehmen wir mal an, das ist jetzt dann so, vielleicht könnte man das akzeptieren – ist ja Science Fiction -, wenn man denn einen knackigen, spannenden Film dafür angeboten bekommt. Leider ist das aber nicht der Fall. Denn die Inszenierung ist trotz guter Schauspieler ziemlich zahnlos und insgesamt eher langweilig. Die Entwicklung ist dann auch ziemlich unlogisch und die Auflösung am Ende ziemlich bescheuert. Spannend war das Ganze zu keinem Zeitpunkt, auch schauspielerisch passiert nicht allzuviel. Milla Jovovich mag ich sehr gerne sehen, aber eine wirklich gute Schauspielerin war sie noch nie. Sam Worthington präsentiert wildes Overacting, hart an der Grenze zu lächerlich, vielleicht auch schon über die Grenze… Quvenzhané Wallis hat mir von dem ganzen Cast noch am Besten gefallen.
FAZIT: Leidlich aufregender Thriller mit einer absolut bekloppten Gurndprämisse und eher mittelmäßigen schauspielerischen Leistungen. Langweilig inszeniert, schwaches Drehbuch, insgesamt kein Film, den man wirklich gesehen haben muss.