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Horridus
180 Kritiken
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1,5
Veröffentlicht am 13. Juni 2026
Die Beleuchtung der Szenen und die gesamte Kameraführung wirken eher wie eine Live-Übertragung eines Gerichtsprozesses als wie ein Kinofilm. Viele Einstellungen sind statisch und nüchtern inszeniert. So werden beispielsweise die Plädoyers nahezu in voller Länge gezeigt, was den Eindruck einer Dokumentation oder Prozessaufzeichnung verstärkt.
Auch die Szenen außerhalb des Gerichtssaals wirken oft amateurhaft und erinnern stellenweise eher an selbst gedrehte Aufnahmen als an eine professionelle Filmproduktion.
Zudem erschließt sich mir die Handlungsweise der Hauptdarstellerin nicht. Nach dem Gerichtsprozess geht sie zunächst nach Hause, hört Nachrichten ab, trinkt etwas, duscht und packt ihren Rucksack – nur um die Wohnung kurz darauf wieder zu verlassen und die Nacht in einer schmutzigen Seitengasse zu verbringen. Am nächsten Morgen steht sie dann früh für den nächsten Verhandlungstag in der Warteschlange, was allerdings nicht einmal besonders gut funktioniert. Diese Entscheidungen wirken konstruiert und wenig nachvollziehbar, wodurch es schwerfällt, eine Verbindung zur Figur aufzubauen.
Insgesamt hinterlässt der Film bei mir den Eindruck, dass Realismus angestrebt wurde, dabei aber häufig die Grenze zwischen authentischer Darstellung und langatmiger, wenig filmischer Inszenierung überschritten wird.
Dadurch vergeht bereits ein großer Teil der Laufzeit nahezu ohne jede Spannung. Später verlagert sich der Fokus auf die Erlebnisse der Hauptdarstellerin mit ihrer neu gewonnenen Bekanntschaft. Doch auch dieser Abschnitt entwickelt kaum Dynamik und wirkt eher wie eine dokumentarische Alltagsbeobachtung als wie ein spannender Spielfilm.
Zwar werden im Verlauf immer wieder das besonders grausame Verbrechen geschildert, und gelegentlich sind Tonaufnahmen eines Videos zu hören, die das Ausmaß der Taten verdeutlichen sollen. Abgesehen davon passiert jedoch nur wenig, das wirklich fesselt oder die Handlung vorantreibt.
Letztendlich empfand ich den Film als gähnend langweilig. Zahlreiche belanglose Szenen werden gefühlt endlos ausgespielt, ohne einen erkennbaren Mehrwert für Handlung, Atmosphäre oder Figurenentwicklung zu bieten. Statt Spannung, Emotionen oder neuen Erkenntnissen dominieren Leerlauf und Monotonie, sodass sich die Laufzeit deutlich länger anfühlt, als sie tatsächlich ist.
Das Einzige, was im letzten Drittel noch etwas Aufmerksamkeit für mich erzeugt, ist eine Szene, in der sich die Hauptdarstellerin bewusst wie eines der Opfer kleidet und sich damit in den Gerichtssaal setzt. Offenbar erhofft sie sich eine Reaktion des Angeklagten, doch dieser quittiert die Aktion lediglich mit einem müden Winken.
Auffällig ist dabei, dass sie den anschließenden Aufruhr offenbar eher genießt, als sie schließlich aus dem Saal geschleppt wird. Ihr Gesichtsausdruck vermittelt zumindest den Eindruck.
Tatsächlich war ich noch nie gleichzeitig so angewidert und angezogen von einer Protagonistin, die sich in keiner Sekunde richtig greifen lässt und über die man genau deswegen noch lange nachdenkt, wenn der Film vorbei ist.
Stimmungstechnisch irgendwo zwischen „Black Mirror“ und „Black Swan“ - ich war auch an „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert“ - zieht einen der Film nach und nach so sehr in einen Bann, dass man ganz vergisst, wie handwerklich und inszenatorisch gut gemacht und gut gespielt er dabei ist.
Ein sehr verstörender Thriller aus Kanada. Ein Serienkeller, der "Fans" hat und seine Prozesse verfolgen. Ein wirklich sehr spannendes Gerichtsdrama, was nicht unbedingt für schwache Nerven ist. Auch dies ist wider ein Streifen, der nicht jedem gefallen wird. Er wird sicher die Meinungen spalten. Die Darsteller sind super und die Länge des Films, ist auch akzeptabel, das Ende hat mir persönlich nicht so sehr gefallen. Einfach immer schön, dass es auch abseits von Hollywood und der USA, tolle Filmperlen gibt.
Interessanter Film mit spannenden Charakteren und viel Raum für eigene Interpretationen. Eher anspruchsvoll, für Menschen die sich gerne mit psychologischen Fragen auseinandersetzen
Das ist mit Abstand einer der schlechtesten Filme die ich jamals gesehn habe..es baut sich 0,0 Spannung auf..ich musste aufpassen dass ich nicht dabei einschlafe...wollte ihn schon in der Hälfte ausknipsen, dachte aber naja vielleicht wird er ja noch besser..er blieb auf dem gleichen Level bis zum Ende...einfach nur grottenschlecht und für sowas habe ich 5 Euro auf prime video gezahlt..es ist eine Frechheit für diesen Schrott Geld zu kassieren, denn stellt man nicht mal kostenlos zur Verfügung!!!!
Nur weil etwas reales dargestellt ist, was auch wirklich schlimm ist, ist es noch kein guter Film. Langweilig, zäh und ohne gute Schauspieler wird zwar ein Thema behandelt was wohl real existiert, aber der Film transportiert eigentlich nichts. Mich hat der Film nicht angesprochen.
Wir waren zu dritt im Kino, keiner hat ihn verstanden. Hinter uns haben wir die Leute auch gefragt, keiner hat den Film wirklich verstanden. Dennoch bekommt der Film durchweg gute Kritiken, manchmal sogar 5. Ich fand die Hauptdarstellerin wirklich unsymphatisch und auch das gut bezahlte Model hab ich nicht wirklich erkannt (gut, ist Geschmackssache). Ich hab ihr im Grunde gar nichts abgekauft... Viele sagen ja, sie ist von den Serienmörder faziniert und lebt seine/ihre Obsession aus...selbst das hab ich nicht verstanden, das sie anscheinend länger selbst kriminell ist/gewesen ist. Gut gemeinte 2 Sterne gibt es noch, weil der Beginn sehr stark gewesen ist und das Ende ist okay. Ansonsten ist wirklich rein gar nichts passiert im Film, hab immer gehofft da kommt noch ein richtiger Twist. Hab immer irgendwie gedacht, das ist alles im Aufbau, die Vorgeschichte... aber länger es ging, je zäher ging der Stoff. Nicht mein Film.
Der Film hat ein Konzept, da zwar effektiv ist, mich aber komplett außen vorlässt: Die Hauptfigur ist eiskalt und vollständig undurchsichtig. Das ermöglicht zwar eine gewisse Spannung, da keine Vorhersehbarkeit gegeben ist, ebenso hat es mich vom Film regelrecht distanziert, da ich keinen emotionalen Anker hatte. Und die zweite Hauptfigur, ein Serienmördergroupie, die alles was sie sagt sich zurechtbiegt, hat in mir echte Aggressionen ausgelöst. Somit fand ich also keinen richtigen Zugang zu diesem Film, der Gerichtszenen und Hackermotive zu einem verstörenden Ganzen zusammenfügt. Hier steckt Härte und Grausamkeit drin und eine Szene, in der zwei Frauen ein Video schauen, zeigt zwar nichts, dreht einem aber trotzdem den magen um. Wer sich traut, soll sich diese verstörende Nummer gerne mal geben – wenn man Zugang fidnet, zieht es einem sicherlich den Boden unter den Füßen weg.