53 IST NICHT ANTWORT, ABER DER AUSLÖSER
Mike ist perfekt wenn es darum geht wertvolle Gegenstände verschwinden zu lassen. Kein Zufall, kein Chaos, alles sitzt. Doch als er den Job in St. Barbara ablehnt, ist sein Boss verärgert. Also wird ein anderer angesetzt und der ist nicht zimperlich. Mike will sich zurückziehen, aber natürlich gilt auch hier, Aussteigen darf man nur, wenn der Boss es erlaubt.
Crime 101 geht ca. 140 Minuten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Wir haben hier einen Krimi-Thriller mit Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Halle Berry und Barry Keoghan und es ist das klassische Beispiel für so einen Film, der nie wirklich scheiße ist, aber auch nie wirklich irgendwas Besonderes. Man schaut ihn, wird unterhalten und zwei Wochen später fragt man sich: „Moment… hab ich den schon gesehen?“
Das größte Plus sind tatsächlich die Figuren. Die sind nicht komplett aus Pappe, sondern gut umgesetzt. Wie Mike etwa, der ist clever, charmant, aber halt auch nur im Job. Privat wirkt er eher wie ein Mann, der beim Smalltalk plötzlich vergessen hat, wie Sprache funktioniert. Das macht ihn immerhin interessanter als den typischen „coolen Meisterdieb“.
Die Story selbst ist Standardkost, Dude ist zu gut in seinem Fach, will aussteigen, es knallt. Dazwischen haben alle ihre Problemchen und es läuft darauf hinaus das alle was abhaben wollen vom großen Kuchen.
Das größte Problem ist die Laufzeit. 140 Minuten für diese Handlung ist wie ein Toast auf drei Stunden zu strecken.
Im Finale schleichen sich dann auch die üblichen unlogischen Verrenkungen ein, damit alles genau so passiert wie es passieren muss.
Unterm Strich bleibt ein Werk, das man einmal schaut, dabei freundlich nickt, weil Figuren, Charme und Szenengeografie funktionieren… aber es fehlt der Punch, das Tempo und vor allem irgendwas, das hängen bleibt.
6/10 Punkten. Ihr mögt meditative Stimmen, Ruffalo beim Yoga oder Barry Keoghan als hyperaktives Eichhörnchen auf Koffein? Dann ist das hier was für euch.