Andor Hirsch
Filmposter von  Andor Hirsch
14. Mai 2026 Im Kino | 2 Std. 13 Min. | Drama
Regie: László Nemes
|
Drehbuch: László Nemes, Clara Royer
Besetzung: Bojtorján Barabas, Andrea Waskovics, Grégory Gadebois
Originaltitel: Árva
Filmstarts
3,5
Vorführungen (14)

Inhaltsangabe

FSK ab 12 freigegeben

Die Lage in Ungarn, besonders in der Hauptstadt Budapest, ist in den 1950er Jahren angespannt. Der Aufstand des Volkes gegen das kommunistische Regime ist gescheitert. Inmitten dieser unsicheren Zeit wächst der zwölf Jahre alte Jude Andor (Bojtorján Barabas) in einem Waisenhaus auf, bevor er schließlich wieder von seiner Mutter Klára (Andrea Waskovics) zu Hause aufgenommen wird. Sie erzählt ihm schließlich oft von seinem Vater, der im Zweiten Weltkrieg in einem Vernichtungslager der Nazis ermordet wurde. Doch ist das wirklich passiert? Zweifel kommen auf, als der gewalttätige Berend (Grégory Gadebois) plötzlich vor der Tür steht und behauptet, Andors Vater zu sein. Doch letztlich ist Andor entschlossen, nicht zuzulassen, dass sich dieser Mann ins die kleine Familie hineindrängt.

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Kritik der FILMSTARTS-Redaktion

3,5
gut
Andor Hirsch

Das Gespenst im Keller

Von Janick Nolting
Das 20. Jahrhundert bleibt in den Filmen von László Nemes ein beklemmendes, labyrinthisches Gewirr. Schon „Son Of Saul“ und „Sunset“ versuchten sich an einem Spiel mit der Perspektive und Immersion. Wie lassen sich die Gräuel der Vergangenheit auf der Leinwand erfahrbar machen? Wie lässt sich gerade über die stark subjektive, beengte Weltsicht ein historischer Abschnitt in seinem Wesen erfassen? Der Oscar-prämierte, aus der Egoperspektive eines den Nazis in der Gaskammer „zur Hand gehenden“ Häftlings gefilmte „Son Of Saul“ fragte nach der (Un-)Darstellbarkeit der menschengemachten Hölle von Auschwitz. „Sunset“ verwandelte Budapest kurz vor dem Ersten Weltkrieg in einen brodelnden Moloch voller Paranoia, vergifteter Nostalgie und Verschwörungen. Nemes’ dritter Langfilm springt nun erneut auf dem Zeitstrahl und wieder tun sich neue Gänge in dem Labyrinth der Geschichte auf, in denen seine

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Schauspielerinnen und Schauspieler

foto von Bojtorján Barabas
Rolle: Andor
foto von Andrea Waskovics
Rolle: Klára
foto von Grégory Gadebois
Rolle: Berend Mihály
foto von Marcin Czarnik
Rolle: Géza Perlmann

Bilder

Wissenswertes

Intensiver Castingprozess auf der Suche nach dem Hauptdarsteller

Mit der Hauptrolle in „Andor Hirsch“ gibt der ungarische Kinderdarsteller Bojtorján Barabas sein Schauspieldebüt. Barabas konnte sich bei einem ausgiebigen Castingprozess gegen über 10.000 anderen Kindern aus Ungarn, Rumänien und der Ukraine durchsetzen.

Filmischer Chronist der ungarischen Geschichte

Regisseur László Nemes widmet sich in seinem dritten Spielfilm „Andor Hirsch“ zum dritten Mal der jüngeren ungarischen Geschichte, nachdem er in „Sunset“ (2018) sein Heimatland an der Schwelle des 1. Weltkriegs beleuchtete und zuvor im Oscar-Gewinner „Son of Saul“ (2015) aus ungarischer Perspektive den Holocaust porträtierte. Der Blick zurück in die Nachkriegsära Ungarns wurde dabei auch von den Kindheitserinnerungen seines Vaters inspiriert, der Mehr erfahren

Weitere Details

Produktionsländer Ungarn, Frankreich, Deutschland, Großbritannien
Verleiher MUBI
Produktionsjahr 2025
Filmtyp Spielfilm
Wissenswertes 2 Trivias
Budget -
Sprachen Ungarisch
Produktions-Format -
Farb-Format Farbe
Tonformat -
Seitenverhältnis -
Visa-Nummer -