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3,5
Veröffentlicht am 28. Juni 2026
„Der Bucklige von Soho“ ist der erste Edgar Wallace-Krimi in Farbe. Das mag damals eine Revolution gewesen sein, für mich geht da ein Großteil der klassischen und unverwechselbaren Atmosphäre verloren. Es ist halt einfach nicht mehr das Gleiche, wenngleich der Film schon außerordentlich atmosphärisch und trotz der expressionistischen Farbgebung charmant inszeniert ist. Die Story ist jetzt auch nicht direkt etwas Besonderes, unterhält aber wieder mal aufgrund der tollen Besetzung sehr gut.
Pinkas Braun ist ein herrlich schmieriges Arschloch, man muss ihn einfach von Beginn an hassen. Eddi Arent spielt wie immer den besonders schrulligen Sidekick, diesmal einen Reverend, der aber später überraschenderweise noch eine andere Seite zeigt. Souverän wie immer spielt Siegfried Schürenberg seinen tollpatschigen und immer etwas überforderten Sir John. Hinzu kommen diesmal noch in Nebenrollen Monika Peitsch, Gisela Uhlen die wunderbare Agnes Windeck. Einzig Günther Stoll kann als Inspektor nicht wirklich überzeugen, seine Figur bleibt auffällig blass und auch irgendwie unsympathisch.
Besonders erwähnenswert ist noch der fantastische Score von Peter Thomas: schrill, psychedelisch und berauschend, ein echter, klassischer Wallace-Soundteppich – stark!