Neueste Kritiken: Ein Haufen verwegener Hunde - Inglorious Bastards
Ein Haufen verwegener Hunde - Inglorious Bastards
Durchschnitts-Wertung
3,2
10 Wertungen
3 User-Kritiken
5
1 Kritik
4
0 Kritik
3
1 Kritik
2
1 Kritik
1
0 Kritik
0
0 Kritik
Sortieren nach:
Die hilfreichsten KritikenNeueste KritikenUser mit den meisten KritikenUser mit den meisten Followern
Filtern nach:
Alle
No Use For A Name
14 Follower
1.486 Kritiken
User folgen
2,0
Veröffentlicht am 9. Juli 2026
Dieser Film hat mit dem Tarantino-Meisterwerk mit dem ähnlichen Titel (aber etwas anders geschrieben!) wenig bis gar nichts zu tun. Tatsächlich lief der Film ja eigentlich auch immer unter seinem „richtigen“ deutschen Titel „Ein Haufen verwegener Hunde“, ich möchte mutmaßen, dass man im Nachhinein den Titel geändert hat, um damit eine Ähnlichkeit vorzutäuschen und den Umsatz zu steigern.
Wie auch immer, „Inglorious Bastards“ ist eine typische 70er Jahre-Kriegsfilm-Exploitation-Klamotte, die Fans sicher anzieht, aber für normale Filmgucker (wie mich) ist das, was man da zu sehen bekommt, eigentlich nur hanebüchener Schwachsinn. Der Humor ist platt bis idiotisch, die Figurenzeichnung oberflächlich, die Action uninteressant und repetitiv und die Handlung ist – gelinde gesagt – vollkommener Unfug. Die exploitative Darstellung von Frauen als reine Sexobjekte ist vielleicht ein bisschen Zeitgeist, wirkt heute aber extrem deplatziert.
FAZIT: Trashige 70ies-Exploitation ohne Sinn und Verstand. Wer so etwas mag, wird hier seine helle Freude haben, alle anderen können den Film ruhig auslassen.
Ein Film, dessen Regisseur von Quentin Tarantino verehrt wird, und der von demselben schließlich unter dem Titel „Inglorious Basterds“ neuverfilmt wird, muss ja etwas Besonderes sein. Womit „Ein Haufen verwegener Hunde“ alias „The Inglorious Bastards“ letztendlich punktet, ist anspruchsfreie und politisch herrlich unkorrekte Action-Unterhaltung mit Extraportion Humor.
In Form einer überschaubaren und mit möglichst viel Waffengewalt angereicherten Kriegs-Geschichte erweist sich „Ein Haufen verwegener Hunde“ als Grindhouse-Kino vom Feinsten. Die Kamera zoomt immer schön ans Geschehen heran und kreiert so, zusammen mit den breiten Schnauzern mancher Darsteller, einen netten 70er Jahre-Charme. Der Rest ist heiteres Herumballern, abgewechselt mit typisch italienischen Dialogen, nämlich überfüllt mit flotten Sprüchen. In seinen trashigsten Momenten schafft „Ein Haufen verwegener Hunde“ es sogar, nackte Brüste mit Maschinengewehren zu kombinieren. Ein echter Testosteron-Film eben. Gut aufgelegte Darsteller, vor allem der kultverdächtige Afroamerikaner, runden das Ganze ab.
Somit ist „Ein Haufen verwegener Hunde“ ein ansehnliches Exemplar aus der Sparte Exploitationfilm, das eigentlich nur mit einem Augenzwinkern genossen werden kann und sicher nicht der große Wurf ist, sich aber insgesamt keine groben Schnitzer leistet. Die unrühmlichen Mistkerle sind eine willkommene Abwechslung zu den Big-Budget-Helden.