Frank Drebin ist zurück... und wir müssen uns von ihm retten lassen!
David Zucker hatte mit „Die nackte Kanone“ das Parodie-Genre 1988 neu definiert. Der erste Teil der absurden Trilogie hat sich zwar nicht ganz so gut gehalten, wie ich finde, doch die Fortsetzung von 1991, mit dem genialen Titel „2 ½“, ist deutlich besser gealtert und immer noch sehr unterhaltsam!
Frank Drebin hadert mit der Trennung seiner Freundin Jane. Doch als er sie eines Tages wieder trifft, und zwar an der Seite eines reichen dubiosen Ölmoguls, muss sich Frank zusammen reißen und einen neuen Fall aufnehmen…
Im Gegensatz zum ersten Teil, ist die Fortsetzung deutlich absurder und ausgeklügelter in ihrem Witz. Zudem ist der Anteil an Witzen über Minderheiten und Tieren nicht mehr so groß… auch wenn er immer noch da ist und ab und zu unangenehm auffallen kann. „2 ½“ ist jedoch in vielen Bereichen einfach ein Gag-Feuerwerk. Nicht nur spielt sich im Hintergrund einiges an visuellen Gags ab, auch der Wortwitz funktioniert super, nicht zuletzt durch die abermals feine deutsche Synchronisation!
Leslie Nielsen als trotteliger Frank Drebin, der die Welt retten muss, brilliert wieder in der Titelrolle, auch weil er als fast schon seniler Opa versucht den jungen, gutaussehenden, heroischen Cop zu mimen. Neben ihm überzeugen wieder Priscilla Presley als Jane, George Kennedy als vergesslicher Captain Ed und Robert Goulet als aalglatter Gegenspieler. Und O. J. Simpson wird zum Glück wieder die ganze Zeit physisch verletzt, das entschädigt vielleicht etwas seine Präsenz in dem Film.
Die Action ist wieder sehr ordentlich und vor allem humorvoll umgesetzt mit vielen schicken Stunts. Daneben überzeugt wieder der Score von Ira Newborn mit schicken Themen und herrlich überzogenem Patriotismus.
Fazit: „Die nackte Kanone 2 ½“ ist kurzweilige Unterhaltung mit einem großartigen Leslie Nielsen und wunderbaren Gags, die sich an Absurdität und Sprachwitz immer wieder übertreffen.