Der US „Ring“ ist ein stilvolles Remake des asiatischen Welthits, den ich aber noch nicht kenne.
Schon der Beginn erweist sich als sehr vielversprechend, der kurz die urbane Legende des Videos umreißt. Auf dem Band befinden sich seltsame Bilder, scheinbar ohne Sinn und nach dem Betrachten bekommt man einen Anruf, man habe noch sieben Tage zu leben. Die Legende stellt sich als wahr heraus, denn eines der Mädchen, Katie (Amber Tamblyn), hat das Video sieben Tage zuvor gesehen und segnet das Zeitliche. Doch das Ganze ist sehr spannend gemacht und man denkt alle paar Sekunden es wäre soweit, bis es dann tatsächlich passiert.
Die Tote ist die Nichte der Reporterin Rachel Keller (Naomi Watts), die gebeten wird, mehr über das Video herauszufinden. Nach einigen Recherchen findet Rachel heraus, dass ihre Nichte das Video in einer Waldhütte mit drei Freunden gesehen hat, die auch sieben Tage später starben. So fährt sie zu der Hütte und guckt sich das besagte Band an. Eine Sache haben alle Horrorfilme irgendwie gemein: Ist irgendwas gefährlich, so muss die Hauptfigur es natürlich auch prompt ausprobieren. Aber stark stört dieses Klischee hier nicht.
Auch wenn „Ring“ vielleicht ein wenig zu sehr hochgejubelt wird, so hat der Film keine allzu großen Schwächen. Teilweise ist das Denken in dem Film etwas verquer und auch die ein oder andere Logiklücke gibt es (z.B.: Warum muss man an dem Video rumfukkeln, um ein wichtiges Bild zu sehen, wenn es an sich eine Botschaft ist). Dennoch hat die Story keine allzu großen Längen und für einen gemütlichen Gänsehautabend reicht es allemal. Vor allem das stetig ansteigende Tempo des Films weiß zu gefallen.
Alles in allem ist das US-Remake vom „Ring“ ein unterhaltsamer und ungewöhnlicher Gruselfilm für einen spannenden Abend.