Es ist die Zeit von Jesus Christus. Der Film beginnt mit dem Gebet Jesu zu seinem Vater im Garten Gethsemane am Ölberg, kurz bevor die Römer ihn gefangen nehmen. Er zeigt die letzten Stunden vor Jesus Kreuzigung und der Auferstehung. Die Geschichte ist 1 zu 1 aus der Bibel übernommen und schildert in aller Deutlichkeit den Lauf der Passion. Vom Verhör durch Pontius Pilatus über König Herodes bis hin zur Geißelung, dem Weg nach Golgatha, die Kreuzigung und schließlich die Auferstehung.
Mehr kann man zu der Geschichte nicht schreiben die wahrscheinlich sowieso jedem bekannt ist. Es ist nicht zu beschreiben was dieser Film für eine weltweite Diskussion ausgelöst hat. Die einen finden ihn geschmacklos, pervers, sadistisch und unchristlich, die anderen wiederum haben nach diesem Film angefangen in die Kirche zu gehen und die Bibel zu lesen. Was den Zuschauer „erzittern“ lässt, ist die unglaubliche Brutalität die man leider nicht schön reden kann. Fast 10 Minuten muss der Zuschauer erleben wie die Römer voller Freude mit dem berüchtigten FLAGRUM (der neunschwänzigen Katze) auf Jesus eindreschen, dass das Blut nur so spritzt. Der Gang nach Golgatha ist eine reinste Marterung.
Trotz dieser ganzen Geschehnisse wird der Zuschauer ausführlich über Geschichten aus Jesus Leben wie z.B. der Bergpredigt und dem Abendmahl aufgeklärt, welche in kurzen Rückblicken gezeigt werden. Folglich kann man sagen das der Film sowohl religiös als auch Menschlich unheimlich lehrreich und entgegen allen Behauptungen gewaltverherrlichend ist, sondern eher abschreckend. Er ist daneben auch ein guter Spiegel zur Entwicklung und Geschichte der Menschheit die an Kriegen, Spaß an der Gewalt und am quälen andere nur so trieft. Ich wage zu behaupten, dass dies der beste gelungenste und lehrreichste Film ist den ich je gesehen habe. Von keinem Film habe ich so viel gelernt, sowohl menschlich als auch im Hinblick auf den Christlichen glauben. Am besten ist es sich den Film unabhängig von allen guten oder schlechten Kritiken anzuschauen und selber für sich selber zu entscheiden, was man draus lernt oder auch nicht.
The Passion of the Christ feiert den Sieg des Guten über das Böse, nicht unbedingt den Sieg des Christentums über andere Religionen. Die Bilder und Sätze, die mir am stärksten im Gedächtnis geblieben sind, hatten alle damit zu tun, dass wir für unsere Feinde beten, unseren Mördern vergeben, unseren Freunden beistehen sollen. Und deswegen glaube ich, dass auch Menschen, die nicht religiös sind, aus diesem Film etwas mitnehmen können. Eine Botschaft, die hoffen lässt auf Erlösung, Vergebung und Milde kann nichts Schlechtes sein. The Passion of the Christ zeigt sehr eindringlich, wie hoch der Preis war, den ein Mensch bereitwillig für diese Botschaft gezahlt hat. Und das kann man wahrscheinlich gar nicht blutig genug darstellen, um die Größe und Selbstlosigkeit dieser Tat zu verdeutlichen.