Die israelische Regisseurin Michale Boganim nimmt den Zuschauer mit auf eine melancholische Reise auf den Pfaden der Diaspora. Ausgangspunkt ist die einst blühende Metropole Odessa, weiter geht es nach Little Odessa, einem von russischen Emigranten bewohnten Stadtteil New Yorks, bis das dritte Ziel, eine in Israel gelegene Neubaustadt namens Aschdod, erreicht ist. Jedes Reisekapitel ist dabei in unterschiedliche, die Szenerie dominierende Farben getaucht.
3,0
solide
Odessa, Odessa
Von Ulf Lepelmeier
Die Geschichte Odessas, der am Schwarzen Meer gelegenen Hafenstadt, wurde geprägt von vielen Völker- und Konfessionsgruppen. Besonders für die Juden hat die „Perle am schwarzen Meer“ einen besonderen Stellenwert inne, war sie doch eines der kulturellen jüdischen Zentren innerhalb Europas und machten jüdische Bürger, vor der deutschen Eroberung der Stadt im Sommer 1941, etwa 20 % der Bevölkerung der Millionenstadt aus. Heute gibt Odessa das Bild einer in wirtschaftlicher Stagnation befindlichen Stadt preis, die von der Einführung des Kapitalismus nicht profitieren konnte. Nur 40.000 Mitglieder zählt die jüdische Gemeinde heute noch. Der Grossteil der Überlebenden der Shoa wanderte nach Israel oder Amerika aus. Michale Boganim beschäftigt sich in ihrer ersten abendfüllenden Dokumentation aber nicht mit der bewegten Geschichte der Hafenstadt oder mit der Aufarbeitung von Einzelschicksalen,
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Produktionsländer
Frankreich,
Israel
Verleiher
FDK Verleih
Produktionsjahr
2004
Filmtyp
Spielfilm
Wissenswertes
-
Budget
-
Sprachen
Hebräisch, Russisch
Produktions-Format
35mm
Farb-Format
Farbe
Tonformat
Dolby SR
Seitenverhältnis
1.85 : 1
Visa-Nummer
-