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    Horror-Traumprojekt vom "Gänsehaut um Mitternacht"-Macher: So episch will er Stephen Kings bestes Werk verfilmen – das wollen wir unbedingt sehen!
    Annemarie Havran
    Annemarie Havran
    -Mitglied der Chefredaktion
    Annemarie hat (fast) alles von Stephen King gelesen, „The Stand“ und „Der dunkle Turm“ sind ihre Lieblingswerke. Ganz frisch im Bücherregal: „Holly“.

    Kann man Stephen Kings epische Roman-Reihe „Der dunkle Turm“ überhaupt angemessen verfilmen? Nikolaj Arcel hat es versucht – und ist krachend gescheitert. Stephen-King-Fan Mike Flanagan würde es nun liebend gern erneut wagen.

    Hodder & Slaugtton

    Spätestens seit dem Mega-Erfolg von „ES“ und „ES Kapitel 2“ kloppen sich die Studios wieder so richtig darum, Stoffe von Stephen King zu verfilmen – deren Adaptionen, seien wir mal ehrlich, nicht immer glänzen können. Aber gerade an Kings wohl bestes und epischstes Werk, die Roman-Reihe „Der dunkle Turm“, die mit ihrem Mix aus Horror, Western, Fantasy und Sci-Fi enormes Potenzial bietet, will sich aktuell keiner so recht heranwagen. Das überrascht nicht: Es wurde bereits ein Versuch unternommen – und Sony Pictures landete mit Nikolaj Arcels Kinofilm „Der Dunkle Turm“ trotz Star-Besetzung mit Idris Elba und Matthew McConaughey ganz schön auf der Nase.

    Vielleicht liegt das auch daran, dass sich „The Dark Tower“ mit seinem riesigen Universum eher für eine Serien-Adaption eignen würde. Eine „Der dunkle Turm“-Serie war lange Zeit bei Amazon Prime Video in Arbeit, wurde dann aber eingestampft. Mike Flanagan, Serienschöpfer von u. a. „Gänsehaut um Mitternacht“ und „Spuk in Hill House“ würde nun liebend gerne einen erneuten Versuch wagen und hat auch schon sehr konkrete Vorstellungen, wie sein „Der dunkle Turm“-Projekt aussehen würde.

    „Es würde aussehen wie die Bücher… das Bild wäre zunächst schwarz, und dann würden die Worte ‚Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste, und der Revolvermann folgte ihm‘ in der Stille auftauchen, und man würde den Wind hören, und dann würden wir langsam zu dieser ‚Lawrence von Arabien‘-artigen Landschaft überblenden, mit einer Silhouette, die in der Ferne die Einöde durchquert. Und daraus würden wir alles entwickeln, der Reihe nach bis um Ende.“

    Nah an den Büchern bleiben

    Was aus diesen Worten von Mike Flanagan gegenüber IGN auf jeden Fall schon mal deutlich wird: Der Filmemacher würde eine sehr werkgetreue Adaption von „Der dunkle Turm“ anstreben, denn er beschreibt hier exakt den Anfang des ersten Bandes „Schwarz“. Und das würde bedeuten, dass Flanagan vorhat, ein wahrlich episches Projekt auf die Beine zu stellen - denn nur so wäre die achtteilige Buchreihe adäquat einzufangen.

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    Dem Ursprungsmaterial treu zu bleiben, scheint für Flanagan tatsächlich das A und O zu sein. Zudem sprach er über die Herausforderung, die fantastischen Elemente der Buchreihe in einer Verfilmung umzusetzen: „Man müsste die fantastischeren Elemente, die etwas schwerer zu greifen sind – vor allem wenn es im Mittelteil ganz schön meta wird –, nehmen und erden, sie in die Geschichte einbinden. Aber darüber hinaus sind die Figuren, wer sie sind, und die Geschichte ist, was sie ist und ich denke, was man mit ‚Der dunkle Turm‘ nicht machen sollte, ist zu versuchen, es in etwas anderes zu verwandeln – zu versuchen, daraus ‚Star Wars‘ oder ‚Der Herr der Ringe‘ zu machen. Es ist, was es ist; und was es ist, ist perfekt.“

    Mike Flanagans persönlicher Mount Everest

    Für Flanagan sei es sein absolutes Traumprojekt, sein Mount Everest. Noch habe er keine klare Vorstellung davon, ob er daraus eine Serie, einen Film oder ein ganzes Franchise machen würde – aber er verspricht schon jetzt, dass es sehr emotional werden würde: „Kein Auge würde trocken bleiben.“

    Das Wichtigste sei, den Kern der Geschichte zu erhalten: „Es ist eine Geschichte über eine kleine Gruppe von Menschen, die eigentlich überhaupt keine Chance haben, aber trotzdem zusammenkommen. So lange es das sein wird, wird es gut.“

    Flanagan hat Stephen-King-Erfahrung

    Flanagan ist kein Stephen-King-Neuling: Er inszenierte auch schon „Das Spiel“ für seinen Haus-und-Hof-Arbeitgeber Netflix und „Stephen Kings Doctor Sleeps Erwachen“ mit Ewan McGregor fürs Kino. Ob ihm eines Tages vielleicht Netflix das Geld in die Hand drücken wird, um Stephen Kings Mega-Epos umzusetzen, bleibt abzuwarten – aktuell gibt es keine Hinweise darauf und die Rechte müssten vorher ja auch erst einmal verfügbar sein und erworben werden.

    In „Der dunkle Turm“ macht sich Roland Deschain, der letzte Revolvermann, auf den Weg zum Dunklen Turm, der das Universum zusammenhält und kurz vor dem Einsturz steht. Dafür muss er jedoch zunächst den Mann in Schwarz überwinden, das personifizierte Böse. Zur Seite stehen ihm bei seiner Mission der elfjährige Jake Chambers, der Junkie Eddie Dean und die an einer Persönlichkeitsstörung leidende Odetta Holmes.

    Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Flanagan in einem Interview über sein Traumprojekt spricht. Erst vor ein paar Wochen enthüllte er, dass unter anderem die Rechtelage ein absoluter Albtraum sein, dass er sich jedoch von nichts aufhalten lassen wolle:

    "Gänsehaut um Mitternacht"-Macher möchte gigantisches Fantasy-Epos adaptieren – obwohl es ein "absoluter Albtraum" ist!

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