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    Während "Barbie" im Kino durchstartet: Netflix sagt Fantasy-Actioner über Mattel-Spielzeug "He-Man" ab
    Annemarie Havran
    Annemarie Havran
    -Mitglied der Chefredaktion
    Film- und Serien-Fan mit Leib und Seele. Immer, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht oder der Vorspann einer starken Serie beginnt, kommt die Gänsehaut.

    Spielzeug-Muskelprotz He-Man sollte auf Netflix zum Leben erweckt werden, ein Hauptdarsteller war auch schon an Bord und reichlich Geld ist in das Projekt geflossen. Doch nun hat Netflix den Stecker beim „Masters Of The Universe“-Realfilm gezogen.

    Warner Bros. / Mattel / Netflix

    In den 1980er Jahren brachte Mattel die Action-Figuren rund um He-Man und Skeletor auf den Markt, und rund um den Globus tauchten Kinder in die fantastische Welt von Eternia ein. Es folgten Comics, Hörspiele, Games und natürlich Filme und Serien mit den beliebten Figuren – die neueste Adaption ist allerdings vom Pech verfolgt.

    Schon seit 2007 wird an einem neuen „Masters Of The Universe“-Realfilm gewerkelt, Regisseure wie Jon M. Chu und Stars wie Noah Centineo stiegen ein und wieder aus. 2022 stieg dann Netflix in das Projekt ein, castete Shootingstar Kyle Allen („Rosaline“) als den legendären Helden und die Sache schien geritzt.

    Doch während sich Plastik-Ikone „Barbie“ gerade anschickt, weltweit die Kinos zu erobern, sieht es für ihren Mattel-Bruder nun erst einmal wieder düster aus: Netflix hat die „Masters Of The Universe“-Realverfilmung abgesagt.

    In dem Projekt steckt schon ordentlich Geld...

    Dabei sind laut der Quellen von Variety bereits ordentlich Gelder in das Fantasy-Abenteuer geflossen, die nun als verschenkt betrachtet werden dürfen. Rund 30 Millionen US-Dollar habe Netflix demnach bereits in die Entwicklung des Films gesteckt. Dazu gehören auch die Kosten, damit sich Hauptdarsteller Kyle Allen und das Regie-Duo Aaron Nee und Adam Nee („The Lost City“) für einen Dreh bereithalten und sich nicht an ein anderes Projekt binden.

    Variety berichtet, dass einige Quellen sogar die doppelte Summe für wahrscheinlich halten, also 60 Millionen! So ironisch es auch klingen mag angesichts der Gelder, die bereits in das Projekt geflossen sind: Der Grund für Netflix, „Masters Of The Universe“ abzustoßen, sollen Bedenken bezüglich des Budgets gewesen sein. Das wissen laut Variety fünf Personen, die dem Projekt nahestehen, zu berichten.

    ... aber es wäre noch deutlich mehr geworden!

    Angesichts der Tatsache, dass bereits im Vorfeld so viel investiert wurde, scheinen die Bedenken, dass das letztendliche Budget für das epische Fantasy-Abenteuer mit vielen Action-Szenen und vermutlich aufwendigen Sets und Kostümen tatsächlich hätte explodieren können, berechtigt zu sein. Von geschätzten 200 Millionen Dollar für den Film, der im kommenden Februar vor die Kamera gehen sollte, ist die Rede – mit Tendenz nach oben.

    Zumal die aktuellen Streiks der Drehbuchautor*innen und Schauspieler*innen in Hollywood die Lage noch einmal zusätzlich verkomplizieren und Budgets erst recht nahezu unkalkulierbar machen. Denn es ist nicht abzusehen, wie teuer es am Ende sein wird, Talents bei einem Projekt zu halten, und wie viel der bereits geleisteten Vorarbeit nach Ende der Streiks noch genutzt werden kann – zum Beispiel erarbeitete Produktionspläne, die aber davon abhängig sind, ob dann immer noch Cast, Crew, und Drehorte zur Verfügung stehen, oder alles neu geplant werden muss. Und wie alle Streamingdienste ist auch Netflix aktuell auf Sparkurs.

    Wie geht es nun weiter mit "Masters Of The Universe"?

    Damit ist der neue „Masters Of The Universe“-Film allerdings nicht komplett tot – nur wird er nun nicht mehr bei Netflix entstehen und müsste von einem anderen Studio neu entwickelt werden. Auf dem Papier sind die Nee-Brüder und Kyle Allen noch an Bord, das kann sich aber jederzeit ändern. Derzeit sei Mattel auf der Suche nach einem neuen Käufer, berichtet Variety. Universal soll nach Informationen des Branchenblattes bereits abgelehnt haben. Vor Netflix war der He-Man-Realfilm übrigens schon durch die Hände von Warner Bros. und Sony Pictures gegangen.

    Warner Bros. hat in der Zwischenzeit auf eine andere Plastikpuppe gesetzt – und scheint damit den richtigen Riecher gehabt zu haben: „Barbie“ mit Margot Robbie in der Hauptrolle startet am 20. Juli 2023 im Kino und nicht nur die Prognosen für das Boxoffice sind stark, auch die frisch erschienenen Kritiken fallen überwiegend gut bis sehr gut aus. Von FILMSTARTS gibt es 4 von 5 möglichen Sternen für „Barbie.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu "Barbie"

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