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    "Er forderte die Kritiker zum Kampf auf": Deswegen war Sylvester Stallone nach "Rocky" stinksauer auf die Presse
    Pascal Reis
    Pascal Reis
    -Redakteur
    Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

    Mit „Rocky“ wurde Sylvester Stallone quasi über Nacht zum Superstar. Doch die Filme, die er nach dem Boxer-Drama drehte, wurden von der Presse verrissen. Stallone forderte die Kritiker daraufhin sogar zum Kampf auf...

    United Artists

    Lange hatte Sylvester Stallone dem amerikanischen Traum hinterhergejagt, bis dieser für ihn schließlich mit dem Oscar-Erfolg „Rocky“ zu Realität wurde. Das Boxer-Drama sollte den italo-amerikanischen Schauspieler über Nacht zum Superstar machen. Heute ist der Film einer der großen Meilensteine der Popkultur und nicht mehr aus der Filmgeschichte wegzudenken. Aber auch wenn „Rocky“ Stallone zu Ruhm verhalf, sollten die Jahre darauf nicht gerade angenehm für ihn werden.

    Das Problem war, das „Rocky“ eine gigantische Erwartungshaltung dahingehend aufbauen sollte, was Sylvester Stallone nach der rauen Charakter-Studie abliefern wird. In der 2023 veröffentlichten Netflix-Dokumentation „Sly“ erklärte der Action-Held: „Gleich nach ,Rocky´ haben die Leute mich zu etwas gemacht, das größer war, als ich jemals hätte sein können.“ Und das stimmt, denn mit „F.I.S.T. - Ein Mann geht seinen Weg“ und „Vorhof zum Paradies“ lieferte Stallone im Anschluss an den Meilenstein zwei satte Flops ab.

    Sylvester Stallone forderte seine Kritiker heraus

    Mehr noch: „F.I.S.T.“ und „Vorhof zum Paradies“ scheiterten nicht nur an den Kinokassen, sondern wurden auch von der damaligen Presse ziemlich in Mangel genommen. Schmerzhaft war das Stallone vor allem im Falle von „Vorhof zum Paradies“, denn hier hat er nicht nur die Hauptrolle gespielt, sondern auch Regie und Drehbuch übernommen. Das Skript zu dem Film hatte Stallone zudem noch vor „Rocky“ verfasst – und reagierte dementsprechend stinksauer auf all die auf ihn einschlagenden Verrisse:

    „Er hatte nicht damit gerechnet, dass ,F.I.S.T.´ so schlecht abschneiden sollte. Und er erwartete nicht, dass die Kritiker, die ,Rocky´ so lobten, böse Worte über ,Vorhof zum Paradies´ verlieren werden. Er ist damit nicht gut umgegangen. Er tauchte auf und er forderte seine Kritiker zum Kampf auf“, erklärt „Once Upon A Time In Hollywood“-Macher Quentin Tarantino in der Netflix-Dokumentation „Sly“.

    Man kann wohl ein Stück weit verstehen, warum Sylvester Stallone so aufgebracht auf die schlechten Kritiken reagierte, schließlich hatte er schon viele Jahre damit zu kämpfen, in der Filmindustrie Fuß zu fassen. Die Misserfolge mit „F.I.S.T.“ und „Vorhof zum Paradies“ waren ein herber Rückschlag, sich weiterhin zu beweisen. Doch Stallone biss sich durch, wie er in der Doku erklärt: „Ich habe gelernt, dass das vorübergehen wird. Man muss einfach dran bleiben. Keine Angstattacken haben.“ Und wie wir heute wissen, sollten mit „Rocky II“ auch wieder bessere und erfolgreichere Zeiten eintreten.

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