"Es war ein Fehler": "Game Of Thrones"-Macher möchten eine Sache an ihrem Fantasy-Hit ändern
Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Schaut Serien am liebsten bei Streaming-Diensten wie Netflix, AppleTV+, Disney+ oder Prime Video. Seine besten Serien 2024 sind u. a. "Nobody Wants This", "X-Men '97", "Shogun" und das Finale von "Star Wars: The Bad Batch".

Es gab viel Kritik am Ende von „Game Of Thrones“. Da würde man verstehen, wenn die beiden verantwortlichen Autoren nun im Rückblick gerne etwas ändern würden. Doch sie wollen etwas anderes anpassen. Es geht um die Figur Mord...

Sich mehr Zeit für das Ende nehmen? Vielleicht eine andere Person auf dem Eisernen Thron landen lassen? Jon und Daenerys doch ein Happy-End geben? Nein, all das wollen die „Game Of Thrones“-Macher trotz der Fan-Kritik nicht ändern. Dem Hollywood Reporter verrieten David Benioff und D.B. Weiss, dass sie eine ganz andere Sache bereuen, bezeichnen es sogar als „Fehler“, als „offensichtlichen No-Brainer“, den sie verpasst hätten: die unterbliebene Rückkehr von Mord, obwohl dafür bereits die perfekte Szene existierte.

„Mord“? Wie eingefleischte Fans der Fantasy-Serie oder der Bücher von George R.R. Martin bestimmten wissen, sehen wir Mord nur in der allerersten Staffel von „Game Of Thrones“ – verkörpert von Schauspieler Ciaran Bermingham. Er ist der im Dienst des Hauses Arryn stehende Kerkermeister der Himmelszellen auf Hohenehr. In den Zellen landet bekanntlich Tyrion (Peter Dinklage), der sich direkt darum bemüht, Mord zu bestechen. Doch der geht zu Beginn nicht darauf ein, haut Tyrion sogar.

Mord in HBO
Mord in "Game Of Thrones" – beim ersten Bestechungsversuch kassiert Tyrion noch Prügel.

Erst beim zweiten Versuch klappt es. Mit Mords Hilfe gelingt es Tyrion, seine Zelle für eine Anhörung zu verlassen, die in einem Schiedsspruch durch einen Kampf endet, den sein Stellvertreter Bronn (Jerome Flynn) gewinnt. Tyrion kommt frei und verabschiedet sich von dem Kerkermeister, in dem er ihm einen Beutel voller Geld zuwirft – begleitet von dem berühmten Ausspruch: „Ein Lannister begleicht stets seine Schulden!“

"So offensichtlich", "ein No-Brainer": So ärgern sich die Autoren

Im Gespräch mit dem Hollywood Reporter erklärt D.B.Weiss: „Es war ein Fehler, Gefängniswärter Mord nicht zurückzubringen. Wir haben immer darüber geredet.“ Laut seinem Kollegen Benioff wurde sogar eine Szene wie gemacht für Mords Comeback gedreht, die in einer Taverne spielt.

Laut Weiss habe man aber zu spät realisiert, dass genau diese Szene perfekt für die Rückkehr von Mord gewesen sei. Man hätte ihn nämlich einfach im Hintergrund als Eigentümer der Taverne zeigen können: Es sei eine „so offensichtliche“ Idee, ein „No-Brainer“ gewesen, so Weiss weiter. Aber sie sei ihnen erst am Tag danach eingefallen.

Die Szene wäre dann ein schönes Easter-Egg für Fans gewesen. Denn diese hätten so ganz beiläufig erfahren, dass Mord sich mit dem Geld von Tyrion eine neue Existenz aufgebaut hat. Der einstige Gefängniswärter für die Arryns ist nun Geschäftsinhaber und selbstständig.

Welche Fehler hingegen laut Jon-Snow-Darsteller Kit Harington gemacht wurden, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

"Wir waren so verdammt müde": Kit Harington gesteht Fehler beim "Game Of Thrones"-Finale ein

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren