"Deine Karriere ist vorbei, wenn du diese Rolle annimmst": Winona Ryder wurde ausdrücklich vor einem absoluten 80er-Jahre-Kultfilm gewarnt
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Wünscht sich eine schon lange überfällige Renaissance der Kino-Komödie und schaut sich deshalb schon aus Prinzip nahezu jeden neuen Vertreter dieses Genres an, der es auf die Leinwand schafft.

Ende der 1980er-Jahre stieg Winona Ryder zum Superstar auf – auch dank einer schwarzhumorigen Teenie-Komödie. Wenn es nach ihren Agenten gegangen wäre, hätte sie die Rolle allerdings gar nicht angenommen.

Nachdem sie in den 2000er-Jahren einen Karriereeinbruch verkraften musste, hat sich Winona Ryder mit Auftritten in „Star Trek“, „Black Swan“ und natürlich dem Netflix-Überhit „Stranger Things“ wieder zurück ins Rampenlicht gekämpft. Seitdem ist sie auch jüngeren Zuschauer*innen ein Begriff …

… während es in den 1980er- und 1990er-Jahren sowieso kein Vorbeikommen an der heute 53-Jährigen gab: Durch Filme wie „Beetlejuice“ (zuletzt war sie auch in der ebenfalls von Tim Burton inszenierten späten Fortsetzung zu sehen), „Edward mit den Scherenhänden“ oder „Meerjungfrauen küssen besser“ wurde Ryder zu einem der gefragtesten Jungstars der Traumfabrik und zu einer Ikone der Generation X.

In dieser Zeit kam auch „Heathers“ in die Kinos (ebenfalls unter dem Verweistitel „Lethal Attraction“ bekannt). Ryder verkörpert in dieser tiefschwarzen Variante einer klassischen Highschool-Komödie die 17-jährige Veronica Sawyer, deren größter Traum in Erfüllung geht: Sie wird zum Mitglied der populärsten Mädchenclique der Schule. Bis es so weit ist, muss sie nicht nur selbst eine Reihe von Demütigungen ertragen, sondern sich bald auch aktiv an den fiesen Mobbingaktionen des Trios beteiligen – was ihr zunehmend widerstrebt. Gemeinsam mit dem rebellischen Jason „J.D.“ Dean (Christian Slater) heckt sie einen Plan aus, wie man den „Heathers“ das Handwerk legen kann – nicht ahnend, dass J.D. bereit ist, für dieses Ziel buchstäblich über Leichen zu gehen...

Der unter der Regie von Michael Lehmann („Hudson Hawk – Der Meisterdieb“) entstandene Film fiel damals an den Kinokassen durch, was sich vor allem mit einem Zielgruppenproblem erklären lässt. Zuschauer*innen unter 17 Jahren durften die mit einem R-Rating versehene Produktion nicht im Kino sehen, während sich ein älteres Publikum nur schwer für einen Film erwärmen ließ, bei dem es sich dem äußeren Anschein nach um eine Teenie-Komödie handelte. Später entwickelte sich „Heathers“ aber zum absoluten Kult-Favoriten.

Ryder war von Anfang an überzeugt von dem Projekt, musste sich aber zunächst gegen ihre Agenten durchsetzen, die sie eindrücklich davor gewarnt haben, in einem so bitterbösen Film mitzuspielen. Das hat der „Night On Earth“-Star in einem Interview mit der Tampa Bay Times verraten.

„Meine Agenten sagten mir damals rundheraus, dass meine Karriere vorbei ist, wenn ich diese Rolle annehmen würde“, so Ryder. „Jetzt sind sie nicht mehr meine Agenten. Ich bin jedes Mal stolz, wenn der Film im Fernsehen läuft. Er ist ein Klassiker.“ Da hat die Schauspielerin auf jeden Fall den richtigen Riecher gehabt!

Wusstet ihr eigentlich, dass Winona Ryder seit mittlerweile 30 (!) Jahren heimlich mit Keanu Reeves verheiratet ist? Was dahintersteckt, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

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