"Nichts für mich": Clint Eastwood hätte einen der legendärsten Bösewichte der Kinogeschichte spielen können – und hat abgelehnt!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Clint Eastwood hat so manche zwiespältige Figur verkörpert, aber noch nie einen richtigen Kino-Bösewicht. Dabei hatte er die Chance, einen der berühmtesten Comic-Schurken überhaupt zu spielen!

Clint Eastwood hat eine Menge kantiger Revolverhelden gespielt – ob nun im Wilden Westen (Sergio Leones Dollar-Trilogie) oder im San Francisco der (damaligen) Gegenwart („Dirty Harry“). Doch im Laufe seiner 70 (!) Jahre umfassenden Karriere hat sich der heute 94-Jährige als Schauspieler auch immer wieder aus seiner Komfortzone herausgewagt – beispielsweise in einem schwer unterschätzten 70er-Jahre-Film.

Auch darüber hinaus hat Eastwood, dessen jüngste (und möglicherweise letzte) Regiearbeit „Juror #2“ aktuell in den deutschen Kinos läuft, einige enorm zwiespältige Figuren gespielt. Doch als richtiger Bösewicht – geschweige denn Comic-Schurke – war die lebende Hollywood-Legende nie auf der Leinwand zu sehen. Was nicht bedeutet, dass Eastwood keine Gelegenheit dazu gehabt hätte:

Mitte der 1970er-Jahre flatterte dem „Die Brücken am Fluss“-Star das Angebot ins Haus, einen der populärsten Comic-Antagonisten überhaupt zu verkörpern: Lex Luthor, den Hauptgegenspieler von Clark Kent alias Superman, der u.a. bereits von Jesse Eisenberg („Batman v Superman: Dawn Of Justice“) und Kevin Spacey („Superman Returns“) gespielt wurde. In dem am 10. Juli 2025 startenden „Superman“-Reboot von James Gunn schlüpft Nicholas Hoult in die ikonische Rolle.

Clint Eastwood hätte Lex Luthor spielen können

Um die berühmteste Lex-Luthor-Performance handelt es sich aber wohl bei jener von Gene Hackman, der in drei der insgesamt vier „Superman“-Abenteuer mit Christopher Reeve als glatzköpfiger Übeltäter zu sehen war. Wie Eastwood in einem Interview mit der LA Times verraten hat, hätte er an der Stelle des „French Connection“-Darstellers als DC-Widersacher auftreten können (via Collider):

„Das war, als sie zum ersten Mal darüber nachdachten, den Film zu machen“, verriet der zweifache Regie-Oscar-Gewinner („Erbarmungslos“, „Million Dollar Baby“). „Ich dachte mir: ‚Superman? Nein, das ist nichts für mich.‘ Nicht, dass daran etwas falsch wäre. Es ist für jemanden, aber eben nicht für mich.“

Dieser Linie ist Eastwood seine gesamte Schauspiellaufbahn lang treu geblieben. Ob er seine Meinung aber geändert hätte, wenn er angefragt worden wäre, in einem Film rund um seinen Lieblings-Superhelden mitzuspielen? Um wen es sich handelt, erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Clint Eastwoods Lieblings-Superheld ist nicht Batman, Superman oder Spider-Man: "Ich hatte alle seine Comics"
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