Ein Regie-Meister feiert nach fast 10 Jahren Comeback: Starbesetzte Action-Sause heute neu im Kino
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Endlich macht Mel Gibson wieder das, was er am besten kann: Regie führen! Ganze neun Jahre nach seinem Oscarerfolg „Hacksaw Ridge“ zeigt er uns in „Flight Risk“ ab dem 20. Februar Mark Wahlberg, wie wir ihn noch nie gesehen haben.

„Lethal Weapon“, „Mad Max“, „Signs“: Ja, Mel Gibson stand im Laufe seiner Karriere für so manche Kino-Highlights vor der Kamera. Doch für den Autor dieses Artikels ist der 69-jährige Oscarpreisträger nicht nur ein guter Schauspieler, sondern ein noch viel besserer Regisseur.

Während Gibson vergleichsweise selten auf dem Regiestuhl Platz nimmt, sind seine Regiearbeiten dafür eigentlich immer regelrechte Ereignisse – ob nun sein Historien-Epos „Braveheart“ (1995), sein biblischer Mega-Kassenschlager „Die Passion Christi“ (2004), sein episches Maya-Abenteuer „Apocalypto“ (2006) oder das bis dato letzte Highlight, das er selbst inszeniert hat: der preisgekrönte Antikriegsfilm „Hacksaw Ridge“, der mittlerweile auch schon neun Jahre auf dem Buckel hat. Höchste Zeit also, dass uns Mel mal wieder den Erzähler macht!

Mit „Flight Risk“ startet am heutigen 20. Februar der erste Film seit 2016, bei dem Mel Gibson Regie geführt hat – und der bedeutet nicht bloß sein Comeback, sondern unterwandert obendrein auch die Erwartungen des Publikums. Statt einem groß angelegten, bildgewaltigen Epos mit Überlänge erwartet uns hier ausnahmsweise nämlich ein kurzweilig-knackiger Neunzigminüter. Wir verraten euch, ob sich die Action-Sause mit Mark Wahlberg inklusive Gedächtnisglatze lohnt.

"Flight Risk" neu im Kino: Ein kurzweiliger, twistreicher Spaß!

Gibson erzählt die Geschichte eines Piloten (Mark Wahlberg, „Shooter“), der den Auftrag bekommt, Air Marshal Harris (Michelle Dockery, „The Gentlemen“) und einen flüchtigen Verbrecher (Topher Grace, „Die wilden Siebziger“) zu transportieren. Doch gerade als die Maschine die Wildnis Alaskas überquert, beginnt sich Misstrauen innerhalb des ungleichen Trios breitzumachen. Denn nicht jeder an Bord ist der, der er vorgibt zu sein…

Flight Risk
Flight Risk
Starttermin 20. Februar 2025 | 1 Std. 31 Min.
Von Mel Gibson
Mit Mark Wahlberg, Michelle Dockery, Topher Grace
User-Wertung
2,8
Filmstarts
3,0

Nachdem Mel Gibson in den vergangenen Jahren unter anderem für zahlreiche Direct-to-Video-Produktionen vor der Kamera stand und abseits des Filmgeschäfts mit eher fragwürdigen Ausfällen von sich reden machte, meldet er sich endlich wieder da zurück, wo er hingehört: im Kino. Nicht etwa mit „Lethal Weapon 5“ oder „Die Passion Christi 2“, zu denen es die vergangenen Jahre ebenfalls immer wieder Gerüchte und neue Informationen gab, sondern mit einem (halb) glatzköpfigen Mark Wahlberg, der sichtlich Freude daran hat, gegen sein Image anzuspielen und mal ordentlich freizudrehen. Und das macht durchaus Bock! Oder wie unser Autor Oliver Kube in seiner Kritik zusammenfasst:

Ein paar übertriebene Twists weniger und dieser ansonsten gelungene Mix aus Thrill und Spaß wäre richtig gut geworden. Vor allem dank des mit Wonne gegen sein Good-Guy-Image anspielenden Mark Wahlbergs ist der Film aber trotzdem durchweg kurzweilig.

Welches Regieprojekt Mel Gibson als nächstes in Angriff nimmt, scheint übrigens noch nicht ganz klar. Im vergangenen Herbst vermeldete der Schauspieler und Regisseur zwar endlich mal wieder ein Update, das jedoch von Ungewissheit geprägt ist. Besser steht es da schon um das Heimkino-Upgrade von Gibsons kultigstem Action-Klassiker, denn der erscheint schon bald erstmals in 4K:

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