Dieses Kinojahr gab es bisher noch keine Startwoche, die dermaßen vollgestopft mit filmischen Leckerbissen war, die zudem auch noch jeden Geschmack bedienen. Horror-Heads sollten unbedingt „When Evil Lurks“ auf dem Schirm haben. Der argentinische Schocker gehört für uns schon jetzt zu den absoluten Highlights des Jahres – den jeder, der sich auch nur ansatzweise für dieses Genre interessiert, gesehen haben sollte. Das unterstreicht auch noch einmal unsere FILMSTARTS-Kritik, in der das Terror-Spektakel mit 4,5 von 5 möglichen Sternen nur knapp an der Bestnote vorbeischrammt.
Falls ihr statt Blut und Dämonen doch eher etwas fürs Herz sucht, dann ist „Bridget Jones 4 - Verrückt nach ihm“ vielleicht etwas für euch. Nach acht Jahren Pause darf die chaotische Britin mal wieder ihr Tagebuch rauskramen und nimmt uns mit auf eine weitere Reise durch ihr turbulentes Leben. Und dieses Mal hat sich eine ganze Menge getan, schließlich ist sie jetzt Mutter und musste zudem noch einen tragischen Verlust verkraften. Doch wie wir Bridget kennen, lässt sie sich davon nicht unterkriegen und hält den Kopf oben. (3 von 5 Sterne)
"Heldin": Euch wird die Luft wegbleiben
Schon auf der Berlinale hat Petra Biondina Volpes „Heldin“ hohe Wellen geschlagen. Und das auch zurecht, denn immerhin wird hier ein Thema behandelt, das uns alle angeht. Der Personalmangel und die schlechten Arbeitsbedingungen im Pflegekraft-Sektor sind schon seit Jahren Gesprächsthema in den Medien – doch wirklich viel passiert ist hier noch nicht. In „Heldin“ können Zuschauer*innen einen kleinen Einblick in die alltäglichen Herausforderungen dieses Berufszweigs bekommen. Das ist aufwühlendes Spannungskino, das so nah wie nur irgend möglich am Puls der Zeit schlägt – und von uns mit fabelhaften 4,5 von 5 Sternen ausgezeichnet wurde.
Ganz andere Töne schlägt hingegen „Like A Complete Unknown“ an, denn hier stehen die wunderschönen Songs und der Werdegang der amerikanischen Singer-Songwriter-Legende Bob Dylan im Vordergrund. „Walk The Line“-Regisseur James Mangold setzt hier nach Johnny Cash das Leben des nächsten musikalischen Meisters in Szene, der gekonnt von Timothée Chalamet verkörpert wird. Ein mitreißendes Biopic, das sich Fans nicht entgehen lassen sollten. (4 von 5 Sterne)
"Ein Mädchen namens Willow": Ein spaßiges Kino-Abenteuer
Und auch für die jüngere Zielgruppe gibt es diesen Donnerstag einen Grund, in die Kinos zu gehen. „Ein Mädchen namens Willow“ ist ein liebevoll inszeniertes Young-Adult-Märchen mit magischen Fantasy-Elementen – hier trifft „Harry Potter“ auf „Bibi Blocksberg“ und „Die Schule der magischen Tiere“. FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen hatte bei dem Film auf jeden Fall seinen Spaß und vergibt dafür in seiner Kritik gute 3,5 von 5 möglichen Sternen.
Zuletzt möchten wir euch noch „Sing Sing“ ans Herz legen. Ein Gefängnis-Drama basierend auf wahren Begebenheiten fernab von Klischees, das mit Colman Domingo („Rustin“) zudem herausragend besetzt ist. Inhaltlich geht es um das RTA-Programm (Rehabilitation Through The Arts), das Häftlingen eine Möglichkeit bietet, aus dem Gefängnis-Alltag auszubrechen – und andere Seiten an sich zu entdecken. Geleitet wird dieses von John (Domingo), der für einen Mord sitzt, den er nicht begangen hat. Stark inszeniert und noch stärker gespielt! (4 von 5 Sternen)