Man muss nur einen kurzen Blick auf die IMDb-Seite von Nicolas Cage werfen, um direkt ein Gefühl für dessen Arbeitseifer zu bekommen. Unglaubliche 116 Schauspieleinträge in 44 Karrierejahren lassen sich hier finden – und da sind die Handvoll in der Pipeline befindlichen Projekte noch nicht einmal mitgezählt.
Besonders in den vergangenen 15 Jahren gleicht der immense Output des Extrem-Mimen einer Wundertüte: Mal überwältigt Cage mit schauspielerischer Champions League („Pig”, „Dream Scenario”), dann agiert er wiederum auf Bezirksliga-Niveau („Left Behind”, „Grand Isle”).
Sein neuester Film scheint sich eher in letztere Kategorie einzuordnen. Das lässt zumindest der erste Trailer zum Western „Gunslingers” vermuten, von dem ihr euch oben aber gerne selbst einen Eindruck machen könnt.
Darum geht's in "Gunslingers" mit Nicolas Cage
Der Action-Western spielt in einer Kleinstadt namens Redemption, was auf Deutsch Erlösung bedeutet. Selbige erhoffen sich der Ex-Revolverheld Thomas Keller (Stephen Dorff) und das am Abzug nicht weniger begabte, aber auch verrückte Genie Ben (Cage), als sie sich in dem Örtchen niederlassen. Auf ihrem Weg zur Läuterung begeben sie sich in die Obhut des spirituellen Führers Jericho (Costas Mandylor).
Ihr neu gefundener Frieden hält jedoch nicht lange an, da Keller bald mit seiner blutigen Vergangenheit konfrontiert wird. Seine alten Feinde fallen nämlich in Redemption ein, um Rache an dem ehemaligen Banditen zu nehmen. In Windeseile gleicht Kellers und Bens neue Heimat einem Kriegsschauplatz, an dem ein Kugelhagel auf den nächsten folgt. Zwangsläufig müssen auch die beiden wieder zu ihren Waffen greifen.
"Gunslingers" ist Cages dritter Western in drei Jahren
Cage scheint mittlerweile auf den Geschmack von Western gekommen zu sein. Nach „Butcher’s Crossing” (2022) und „The Old Way” (2023) ist „Gunslingers” bereits sein dritter Ausflug in das Genre innerhalb von drei Jahren.
Anders als in den beiden Vorgängern übernahm der Oscarpreisträger hier allerdings nicht die Hauptrolle, die stattdessen von „Blade”-Bösewicht Stephen Dorff gespielt wird. Nichtsdestotrotz könnte der Meister des entgleisenden Gesichtsausdrucks der unterhaltsamste Aspekt des Films werden, der nicht gerade hochwertig produziert aussieht.
Dem Trailer nach zu urteilen, rangiert seine Overacting-Performance auf dem Cage-O-Meter irgendwo im oberen Drittel. Aber wohl niemand sonst in Hollywood könnte es sich leisten, bebrillt mit eingefärbten Gläsern in Form des christlichen Kreuzes, Sätze wie „There's fire in Hail Mary!“ zu keuchen und trotzdem seine Karriere unbeschadet weiterführen.
Tatsächlich konnte Regisseur und Drehbuchautor Brian Skiba („Clear Cut”) neben Cage und Dorff noch ein paar andere durchaus bekannte Namen für „Gunslingers” gewinnen. So gehören u. a. noch Heather Graham („Boogie Nights”), Costas Mandylor („Saw 3-7”), Tzi Ma („Rush Hour”), William McNamara („Copykill”) und Scarlett Rose Stallone („Tulsa King”) zum Cast des Westerns.
In den USA wird der Film vom Studio Lionsgate am 11. April 2025 in selektierten Kinos laufen und zeitgleich per VOD veröffentlicht. Wie und wann „Gunslingers” in Deutschland erscheint, steht bisher allerdings noch nicht fest.
Eine weitere entfesselte Performance von Nicolas Cage erwartet euch übrigens im kommenden Thriller „The Surfer”, dessen Trailer ihr euch hier anschauen könnt: