"George, alle Welt wartet": Hollywood-Ikone verspottet "Game Of Thrones"-Schöpfer - und zwar auf die bestmögliche Weise
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Wird George R.R. Martin irgendwann noch die zwei ausstehenden Bücher seiner „Game Of Thrones“-Vorlagen schreiben? Nun machte sich sogar eine Hollywood-Legende über die ewigen Verzögerungen lustig – in Martins eigener Serie.

AMC

Wenn George R.R. Martin irgendetwas macht, bricht in den Sozialen Medien direkt eine lange Diskussion darüber aus, warum der Bestsellerautor nun dafür plötzlich wieder Zeit hat, statt an seinen „Das Lied von Eis und Feuer“-Romanen zu schreiben. Bekanntlich erschien das fünfte von insgesamt sieben geplanten Büchern der „Game Of Thrones“-Vorlagen bereits 2011. Längst ist die Serienadaption der Fantasy-Saga abgeschlossen. Dort mussten die Macher sogar ein eigenes Ende finden, weil Martins Vorlage nicht existiert und sie nur die grobe Richtung und einige Ergebnisse hatte. Und vielen Fans missfällt das Serienende, was sie umso neugieriger auf Martins wahre Vision des Abschlusses für seine große Saga hat.

Doch der Autor macht lieber weiterhin andere Sachen – wie einen Cameo für „Dark Winds – Der Wind des Bösen“ zu drehen. Im seit heute in Deutschland auf Streamingdienst RTL+ verfügbaren Auftakt zur dritten Staffel der gefeierten Neo-Western-Thriller-Serie ist Martin als Gefängnisinsasse zu sehen – und dabei nicht alleine. An seiner Seite ist Schauspiellegende Robert Redford, der für den kleinen Cameo-Auftritt übrigens zum ersten Mal seit „Avengers: Endgame“ vor sechs (!) Jahren wieder als Schauspieler zu sehen war.

Der hinter der Serie steckende US-Sender AMC hat die Szene auf YouTube veröffentlicht – und sie lohnt sich für „Game Of Thrones“-Fans, die begierig auf das nächste Buch warten:

„George, alle Welt wartet. Mach einen Zug!“, zeigt sich der von Robert Redford gespielte Knast-Insasse ungeduldig darüber, dass sein Gegenüber beim gemeinsamen Schachspiel ewig überlegt.

Auch wenn das auf den Fortgang der Partie bezogen, ist es natürlich Spott und Stichelei darüber, dass alle Welt auf zwei bestimmte Bücher von George R.R. Martin wartet. Redford spricht hier also zahlreichen Fans aus dem Herzen - und während die Ärger, Stichelei und Co. einfach nur in die Weiten des Internets blassen können, platziert er seinen Spott auf die bestmögliche Weise. Er adressiert ihn direkt an George R.R. Martin - und das noch in dessen eigener Serie.

Wie „Dark Winds“-Chefautor Jon Wirth gegenüber TV Insider verriet, stand die Szene auch nicht so im Drehbuch. Robert Redford habe sich die Worte ausgedacht. Er selbst habe es direkt lustig gefunden, so Wirth. Er glaube auch, dass Martin sich ebenfalls darüber amüsiert habe.

Darum sehen wir Redford und Martin zusammen in einer Western-Thriller-Serie

Wer sich nun wundert, warum Bestsellerautor George R.R. Martin und Hollywood-Legende Robert Redford plötzlich einen gemeinsamen Cameo in einer Thriller-Serie haben, bekommt natürlich von uns die Antwort. Beide sind Produzenten der Serie. Redford ist ein großer Fan von Buchautor Tony Hillerman und dessen Buchreihe über die Navajo-Stammespolizisten Joe Leaphorn und Jim Chee. Er hat schon viele Jahre vor „Dark Winds“ insgesamt vier TV-Projekte basierend auf diesen Büchern produziert und half auch die neue Adaption auf den Weg zu bringen.

Dafür lieh auch Martin seinen Namen und seinen Einfluss. Auch er war schon lange großer Fan der Bücher des 2008 verstorbenen Tony Hillerman. Als er über den gemeinsamen Agenten erfuhr, dass er sich diese Leidenschaft mit Redford teilte, trafen sie sich zum Essen, um über die Romane zu schwärmen und zu besprechen, wie man endlich dafür sorgen könne, dass es eine angemessene Umsetzung dieser gibt – und so wurde „Dark Winds“ geboren. Auch wenn beide kreativ nicht ins Tagesgeschäft eingebunden sind, gehören sie zu den Urhebern des Projekts.

In Deutschland bei RTL+: Das ist "Dark Winds"

Nun läuft bereits die dritte Staffel der gefeierten Serienadaption. Die Handlung spielt in den 1970er Jahren im Südwesten der USA und folgt den Navajo-Stammespolizisten Lieutenant Joe Leaphorn (Zahn McClarnon) und Deputy Jim Chee (Kiowa Gordon). Gemeinsam untersuchen sie mysteriöse Verbrechen, die tief in der Kultur und Spiritualität der Navajo verwurzelt sind.

Die Kritik und das Publikum sind bislang begeistert. Auf RottenTomatoes steht für alle drei bisherigen Staffeln ein Fabel-Score von 100 % positiven Kritiken. Schon vor dem gerade erfolgten Start der dritten Staffel wurde eine vierte Season in Auftrag gegeben. Und wer weiß, vielleicht sehen wir auch Redford und Martin im Verlauf der kommenden Folgen wieder – auch wenn es bei dem Fantasy-Autor bedeuten würde, dass er sich sicher erneut Seitenhiebe über das ewige Warten auf sein nächstes „Game Of Thrones“-Buch anhören muss.

Aktuell läuft in den deutschen Kinos mit „In The Lost Lands“ übrigens ein neuer Fantasyfilm basierend auf Kurzgeschichten von George R.R. Martin. Auch wenn das Werk von einem Teil der Kritik zum Kinostart mächtig verdroschen wurde, feiern es auch sehr viele Leute – darunter sind nicht nur zahlreiche Leute hier in der FILMSTARTS-Redaktion (inklusive des Autors dieser Zeilen), sondern auch Vorlagenschreiber Martin selbst. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

Fantasy-Abenteuer von George R.R. Martin kommt nach 10 Jahren endlich – und der "Game Of Thrones"-Autor ist begeistert!

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