"Cliffhanger"- & "Stirb langsam 2"-Macher verspricht mit seinem neuen Film endlich wieder Thriller-Kino der alten Schule
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Mit „Black Tides“ geht es für Renny Harlin ein Stück weit back to the roots – und das gleich in mehrerlei Hinsicht. Der auf wahren Begebenheiten beruhende Survival-Thriller soll ab Sommer gedreht werden – und ohne große Computereffekte daherkommen.

TriStar Pictures / 20th Century Fox

Was kommt euch als erstes in den Sinn, wenn ihr Renny Harlins Namen hört? Hollywood-Flops im großen Stil wie „Die Piratenbraut“ und „Driven“, Action-Klassiker wie „Cliffhanger“ und „Stirb langsam 2“ oder starbesetzte Direct-to-Video-Reißer wie „Skiptrace“ mit Jackie Chan oder „Misfits“ mit Pierce Brosnan? Sagen wir mal so: Zumindest Fans seines Hai-Krachers „Deep Blue Sea“ haben nun allen Grund zur Freude!

Ein Vierteljahrhundert nach seinem Tiefsee-Hit verschlägt es den gebürtigen Finnen nämlich erneut in unliebsame Gewässer. Und das nicht bloß mit dem bereits abgedrehten „Deep Water“, der sich aktuell in der Postproduktion befindet, sondern auch mit Black Tides“: Darin verfilmt Renny Harlin die spektakulären Orca-Angriffe, die sich vor der Küste Spaniens sowie Portugals zutrugen.

Renny Harlin macht wieder Tierhorror: Das ist "Black Tides"

Basierend auf einem Drehbuch von Chris Sparling („Buried“) und Ángel Agudo („Apocalypse Z“), wird „Black Tides“ die Geschichte von Rebecca erzählen, die gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn einen Trip nach Malaga unternimmt. Davon verspricht sie sich, wieder eine Beziehung zu ihrem entfremdeten Vater aufzubauen. Doch der Urlaub in der Straße von Gibraltar mutiert zum Albtraum, als die Familie plötzlich von gewaltigen Orcas attackiert wird…

Black Tides
Black Tides
Von Renny Harlin
Mit John Travolta, Melissa Barrera, Ella Bleu Travolta

Nachdem Harlin bereits den erwähnten „Deep Water“ für Nostromo Pictures in Szene setzte, folgt nun die nächste Zusammenarbeit der Produktionsschmiede und des zwischen Kino-Kassenschlagern und Heimkino-Flops schwankenden Finnen – der zuletzt mit „The Strangers: Chapter 1“ aber wieder zurück in die Erfolgsspur fand. Und damit er in dieser auch mit seinem neusten Film bleibt, verfolgt Harlin ein Old-School-Konzept...

Survival-Terror der alten Schule

Setzte der „The Legend Of Hercules“-Macher in der jüngeren Vergangenheit auch immer wieder auf (offensichtliche) Unterstützung aus dem Computer, soll in „Black Tides“ kein digitales, aus Einsen und Nullen bestehendes Effekt-Feuerwerk gezündet werden. Stattdessen wolle er zu jener Art des handgemachten Filmemachens zurückkehren, die er selbst so liebe.

„Dieser Film ist für die Kinoleinwand gemacht“, wird der Filmemacher so etwa bei Deadline zitiert – und auch Produzent Adrián Guerra verspricht Großes. „Wir gehen dahin zurück, was Thriller unvergesslich macht – präzises Filmemachen, echte Spannung und emotionale Wucht.“ So soll der Film am Ende nicht nur unterhalten, sondern das Publikum vor allem gnadenlos fesseln.

Inwieweit die Macher dieses Versprechen am Ende auch einhalten können, wird sich erst noch zeigen. Die Lebensläufe der Verantwortlichen hinter „Black Tides“ lassen aber durchaus hoffen, dass hinter jenen Aussagen mehr als leere PR-Verprechen stecken...

Noch mehr Tierhorror gibt's übrigens demnächst von Netflix – basierend auf einem Klassiker von Stephen King! Mehr dazu erfahrt ihr hier:

Mehr als 40 Jahre nach der ersten Adaption: Netflix arbeitet an Neuverfilmung eines Stephen-King-Horror-Bestsellers
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