Heute Abend im TV: Diese wunderschöne Romanze war einer der größten Hits der 90er-Jahre – über 10 Millionen verkaufte Tickets allein in Deutschland!
Monta Alaine
Monta Alaine
Bereits jung von ihrem Vater an Klassiker wie "Taxi Driver" und "Clockwerk Orange" herangeführt stand fest: Film sollte es sein. Nach diversen Stops in der Branche gilt ihre Liebe auch heute noch Hollywood-Kino à la Nolan und raffinierten Arthouse-Filmen.

Fans von Romantik und Nostalgie-Zauber aufgepasst: Heute Abend läuft „Pretty Woman” im TV, der auch nach über 30 Jahren noch ans Herz geht.

Es gibt Filme, die man einmal sieht – und solche, die sich einem für immer einbrennen. „Pretty Woman” von RomCom-Spezialist Garry Marshall („Plötzlich Prinzessin”, „Valentinstag”) gehört definitiv zur zweiten Kategorie – wurde das moderne Märchen doch zur DER Lovestory schlechthin und zur Blaupause für zahlreiche romantische Komödien, die darauf folgen sollten.

Pretty Woman” war 1990 ein Riesen-Kinoerfolg – allein in Deutschland sahen ihn 10 Millionen Menschen auf großer Leinwand, weltweit spielte er 463 Millionen Dollar ein. Bei seiner TV-Erstausstrahlung schalteten rund 18 Millionen Zuschauer*innen ein – so viele, wie sonst nur bei großen Sportereignissen zusehen. Und heute Abend habt ihr die Gelegenheit, den inzwischen zum Klassiker avancierten Film um 20.15 Uhr auf RTL zu sehen – und euch (noch einmal neu) zu verlieben.

Alternativ findet ihr ihn wann immer ihr wollt im Stream auf Disney+. Ein Abo mit Werbung gibt es ab 5,99 Euro im Monat, werbefrei bekommt ihr es für 9,99 Euro.

Die Liebe am Bordsteinrand

Die Geschichte ist schnell erzählt: Edward Lewis (Richard Gere), erfolgreicher, aber emotional etwas lebloser Geschäftsmann, landet in Hollywood auf der Suche nach einer Wegbeschreibung zufällig bei Vivian (Julia Roberts), einer schlagfertigen Prostituierten. Was als bezahlte Begleitung für ein paar Tage beginnt, wird schnell mehr: Edward zeigt Vivian die Welt der feinen Gesellschaft, während sie ihm zeigt, dass es mehr im Leben gibt als Arbeit und Geschäftsabschlüsse. Happy End? Natürlich – aber nicht ohne ein paar Stolpersteine.

Aus heutiger Sicht wirkt so manches im Film weniger märchenhaft: Vivian wird, als weiblicher Arbeitskörper, der sie ist, häufig auch als solcher inszeniert – das zeigt sich schon bei ihrem ersten Auftritt, in dem sie beim Ankleiden ihrer Dessous und Overknees in Szene gesetzt wird.

Zwischen Penthouse-Suite und Bordstein, Champagnerglas und Coffee-to-go-Becher klafft in „Pretty Woman” eine sichtbare Kluft – und mit ihr eine ordentliche Prise Klassismus, die sich auch im schönsten Designer-Outfit nicht weglächeln lässt. Ebenso wenig verschwindet das Patriarchat, das Männer traditionell zu Rettern macht – auch wenn in dieser modernisierten Cinderella-Version immerhin die Frau den Mann ein Stück weit rettet, zumindest emotional.

Cinderella in Overknees

Denn Vivian ist bei Weitem nicht nur das passive Aschenputtel. Sie verändert Edward mindestens genauso sehr wie er sie – macht ihn weicher, menschlicher, und stellt seine Werte infrage. Julia Roberts verleiht ihrer Figur so viel Charme, Witz und Selbstbewusstsein, dass der Film trotz seiner Klischees auch heute noch bestens funktioniert.

Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern sitzt und ist ebenso legendär wie Roberts’ schräge Badewannen-Version von Princes’ „Kiss” oder die Shopping-Montage. Und das große Finale an der Feuertreppe… ist sowieso schon längst Filmgeschichte.

Ihr wollt mehr 90er-Feeling mit Julia Roberts? Dann haben wir gute Neuigkeiten für euch:

Nach 28 Jahren: Fortsetzung zu einem der größten Hits von Julia Roberts kommt wirklich!

*Bei diesem Link zu Disney+ handelt es sich um einen Affiliate-Link. Mit dem Abschluss eines Abos über diesen Link unterstützt ihr FILMSTARTS. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

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