Heute im TV: Mit diesem Film wird euch Robert De Niro garantiert zum Heulen bringen
Monta Alaine
Monta Alaine
Bereits jung von ihrem Vater an Klassiker wie "Taxi Driver" und "Clockwerk Orange" herangeführt stand fest: Film sollte es sein. Nach diversen Stops in der Branche gilt ihre Liebe auch heute noch Hollywood-Kino à la Nolan und raffinierten Arthouse-Filmen.

Robert De Niro mal wieder ganz anders: Heute Abend seht ihr ihn in „Everybody’s Fine”, ein stilles Roadmovie über Familie, Nähe und verpasste Chancen.

Wir kennen Robert De Niro als den „Taxi Driver”, als boxenden „Raging Bull” oder natürlich als Mafioso in zahlreichen Filmen. Wie der Mann selbst, so altern auch seine Rollen – immer häufiger ist er als (Schwieger-)Vater oder grantelnder Senior zu sehen. So auch in Everybody’s Fine, wo er in Boomer-Jacke durchs Land reist und alles fotografiert, was ihm so vor die Linse kommt – und dabei seine weiche, verletzliche Seite zeigt.

Die Mischung aus Familiendrama und Roadmovie könnt ihr heute Abend um 20.15 Uhr auf arte sehen. Und vielleicht auch die Taschentücher rausholen – denn der Film kommt leise, aber auch mit dem ein oder anderen berührenden Moment daher. Alternativ gibt’s „Everybody’s Fine” aktuell auf mehreren Plattformen zu leihen oder zu kaufen. Auf Amazon Prime Video* zum Beispiel bekommt ihr den Film schon ab 2,99 Euro.

Darum geht’s in "Everybody's Fine"

Seit seine Frau vor einigen Monaten gestorben ist, ist Frank Goode (Robert De Niro) auf sich gestellt und darum bemüht, mehr Kontakt mit seinen Kindern zu halten, die im ganzen Land verstreut sind. Als alle vier ihm ein geplantes Familienwochenende absagen, beschließt er, gegen die Empfehlung seines Arztes, quer durchs Land zu reisen und jedes einzelne seiner Kinder zu besuchen.

Die Reise führt ihn zunächst nach New York, wo er seinen Sohn David (Austin Lysy) allerdings nicht antrifft. Denn was seine anderen Kinder ihm nicht erzählen: Dieser wurde bei einem Drogengeschäft in Mexiko verhaftet. Und auch sonst verheimlichen die restlichen Geschwister Rosie (Drew Barrymore), Robert (Sam Rockwell) und Amy (Kate Beckinsale) so einiges vor ihrem Dad … und so zeigt sich, dass vielleicht eben nicht bei allen alles in Ordnung ist.

Leise Töne, große Wirkung

„Everybody’s Fine” setzt nicht auf großes Drama, sondern auf leise Momente und Entwicklungen, die nach und nach ans Herz gehen. Mit jeder Begegnung fühlt man mit Frank – die Dinge sind nicht, wie sie scheinen, ihm werden nur Halbwahrheiten erzählt, die Rolle der Mutter, die scheinbar den Kontakt mit den Kindern größtenteils übernahm, füllt er nicht aus.

Dass seine Kinder ihn nicht gänzlich mit einbeziehen, ist auch seiner früheren Strenge als Vater geschuldet – und auch wenn er es immer gut meinte, holt ihn dies nun ein. Im Film wird das durch eine schöne Überlappung von Vergangenheit und Gegenwart gezeigt: Immer wieder sieht er seine Kinder als Kinder vor sich, spricht mit ihnen, kommt seiner Erkenntnis als Vater näher.

Das ist – zugegebenermaßen – nicht besonders spannend und auch ein wenig vorhersehbar. Nichtsdestotrotz ist „Everybody’s Fine” ein feiner Film über Familie, Verbindung und Nähe – mit einem so schön versöhnlichen Schluss, dass man sich vielleicht ein Tränchen verdrücken muss.

Wer es gern weniger rührselig und mit mehr Lachern mag, kann sich jetzt schon auf die Fortsetzung von „Meine Braut, ihr Vater und ich" freuen. Wie der vierte Teil der Kult-Reihe heißen soll, erfahrt ihr hier:

25 Jahre nach Teil 1: Kult-Reihe mit Robert De Niro geht weiter – jetzt hat die Fortsetzung endlich einen Titel

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