TV-Tipp: Eine herzzerreißende Bestseller-Verfilmung über ein Geheimnis, das alles verändert - stark besetzt und packend erzählt
Monta Alaine
Monta Alaine
Bereits jung von ihrem Vater an Klassiker wie "Taxi Driver" und "Clockwerk Orange" herangeführt stand fest: Film sollte es sein. Nach diversen Stops in der Branche gilt ihre Liebe auch heute noch Hollywood-Kino à la Nolan und raffinierten Arthouse-Filmen.

Es gibt viele Filme gegen das Vergessen – aber nur wenige berühren so sehr wie „Sarahs Schlüssel", der heute Abend um 20.15 Uhr werbefrei auf arte zu sehen ist.

Wie wichtig Kino und Film für die Aufarbeitung und für das Wachhalten von Erinnerungen sind, bedarf eigentlich keiner besonderen Hervorhebung– Filme wie etwa Spielbergs „Schindlers Liste” und Jonathan Glazers „The Zone of Interest” rütteln auf, zwingen zum Hinsehen und können die Perspektive verändern.

Doch nicht nur auf die deutsche Geschichte des Zweiten Weltkriegs wird immer wieder zurückgeblickt – auch die Rolle anderer Länder findet filmische Aufarbeitung. Auf besonders berührende Weise geschieht dies in „Sarahs Schlüssel”, den ihr heute Abend (3. September) ohne Werbung um 20.15 Uhr auf arte sehen könnt. Wer heute keine Zeit hat, findet den Film zum Beispiel auch im Abo von Amazon Prime Video.

Der Film von Gilles Paquet-Brenner basiert auf dem im Deutschen gleichnamigen Roman von Tatiana Rosnay* (im Original: „Elle s’appelait Sarah”). Die darin erzählte Geschichte ist zwar fiktiv und hat so nie stattgefunden – was das Ganze aber nicht minder ergreifend macht, denn es ist eine Geschichte, die tatsächlich hätte stattfinden können.

Wenn Vergangenheit die Gegenwart einholt

Buch wie auch Film gehen auf die „Vélodrome d’Hiver”-Razzia zurück, die 1942 in Paris stattfand. Dabei wurden mehr als 13.000 jüdische Pariser*innen, darunter 4.000 Kinder, von französischen Behörden verhaftet und deportiert – wobei die französische Kollaboration mit Deutschland lange verleugnet und unter den Teppich gekehrt wurde.

Von dem Unwissen, das über die Geschehnisse im eigenen Land und in den eigenen Familien herrscht, erzählt auch „Sarahs Schlüssel”: Die in Paris lebende amerikanische Journalistin Julia (Kristin Scott Thomas) stößt bei ihren Recherchen auf die Geschichte der kleinen Sarah (Mélusine Mayance), die bei besagter Razzia aus ihrer Wohnung gerissen wurde. Um ihn zu retten, versteckte sie ihren Bruder im Wandschrank – und nahm den Schlüssel mit.

Ein Schlüssel zur Wahrheit

Beinahe 70 Jahre später ist Julia vom Schicksal der kleinen Sarah zutiefst berührt und versucht, ihre Spuren nachzuverfolgen. Dabei stößt sie auf ein Geheimnis, das bis in die Gegenwart nachhallt und Fragen nach Schuld und Verantwortung aufwirft.

Der Film verwebt klug zwei Ebenen und mehrere Generationen, und macht deutlich, wie lange Schatten die Ereignisse von früher werfen können – und wie lange dieses Kapitel verdrängt wurde. Das wird zwar recht konventionell erzählt, was die Sache aber nicht weniger packend und berührend macht. Zu verdanken ist dies insbesondere den Hauptdarstellerinnen des Films – Kristin Scott Thomas und die kleine Mélusine Mayance bringen es mit einer Intensität auf den Punkt, die den Film trägt und im Gedächtnis bleibt.

Einen der wichtigsten Filme zum Thema könnt ihr übrigens nur noch diese Woche auf Amazon Prime Streamen:

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