„Carrie“ läuft am heutigen 14. September 2025 um 22.20 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt noch in derselben Nacht um 3.05 Uhr. DVD und Blu-ray sind schon seit Jahren nicht mehr erhältlich. Dafür gibt es die Alternative, den Streifen für ein paar Euros als Video-on-Demand zu leihen oder zu kaufen – dies allerdings aktuell ausschließlich im Sortiment von Apple TV.
Lohnt sich das Anschauen?
Ob sich das Ansehen des Films für euch lohnt, hängt davon ab, wie interessiert ihr an der auf dem gleichnamigen Bestseller* von Gruselpapst Stephen King basierenden Geschichte seid. Wollt ihr einfach nur die beste Verfilmung sehen, dann führt kein Weg am 1976er-Original von Brian De Palma („Scarface“) vorbei – ein echtes Meisterwerk und einer der besten Horrorfilme aller Zeiten. Die 2002 fürs US-TV gedrehte Adaption könnt ihr euch dann ebenso guten Gewissens sparen wie das solide, 2013 in die Kinos gekommene Leinwand-Remake mit Chloë Grace Moretz in der Titelrolle.
Habt ihr aber wie der Verfasser dieses Artikels Spaß daran, unterschiedliche Interpretationen ein und derselben Vorlage zu sehen, dann schaltet ruhig mal den 2002er-„Carrie“ ein. Die Inszenierung von „Star Trek 7“-Regisseur David Carson ist zwar auch ganz schön blutig, aber dennoch deutlich softer und weit weniger erschreckend als die der beiden Kinofilme. Schließlich musste Carson auf die strengen US-Vorschriften für TV-Ausstrahlungen Rücksicht nehmen und konnte die Titelheldin deshalb längst nicht so kompromisslos zur Tat schreiten lassen.
Apropos Blut: Die Spezialeffekte sehen eher billig aus – was aber nicht wirklich verwundern sollte, war das Budget doch vergleichsweise gering. Zudem weist das von „Hannibal“- und „American Gods“-Serienmacher Bryan Fuller verfasste Drehbuch ein paar merkliche Längen auf. Trotzdem gibt es durchaus Argumente, die dafür sprechen, hier reinzuschauen. Die besten davon sind die beiden Hauptdarstellerinnen. Angela Bettis („Die Prophezeiung“) als Carrie und Golden-Globe-Gewinnerin Patricia Clarkson („Sharp Objects“) als ihre Mutter. Beide wirken in ihren emotional alles andere als einfach zu vermittelnden Parts absolut überzeugend.
Außerdem ist das stark vom Buch und dem Kino-Klassiker abweichende Finale bemerkenswert. Um es vorwegzunehmen: Die Abänderung ist keine Verbesserung, aber zumindest eine interessante Idee. Inspiriert wurde das neu erdachte Ende vom Wunsch des produzierenden Senders, sich die Möglichkeit offenzuhalten, die Produktion als Pilotepisode einer möglichen TV-Serie verwenden zu können. Auch aufgrund der größtenteils negativen Pressereaktionen auf „Carrie“ wurde diese dann allerdings niemals realisiert.
Falls ihr doch lieber das Original schauen wollt, ist dieses sowohl als (4K-)Blu-ray und DVD als auch als kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
"Carrie": Das ist die Story
Carrie (Angela Bettis) ist eine sensible und im Umgang mit anderen Menschen ziemlich unbeholfene Teenagerin. An ihrer Schule findet sie keinerlei Anschluss und ist sogar permanenten Demütigungen und Quälereien ihrer Klassenkamerad*innen ausgesetzt. Zu Hause leidet sie derweil unter ihrer herrschsüchtigen, fanatisch religiösen Mutter (Patricia Clarkson).
Als Carrie dann völlig unverhofft zur Königin des Abschlussballs gekürt wird, glaubt sie zunächst, dass doch noch alles gut wird. Doch das Ganze ist nur ein perfider Plan ihrer Mitschüler*innen, um sie ein letztes Mal vor allen komplett bloßzustellen. Inmitten des schlimmsten Moments ihres jungen Lebens entdeckt Carrie plötzlich, dass sie telekinetische Kräfte besitzt, und löst im Rachewahn eine Katastrophe aus…
Welche Art Filme schaut Stephen King eigentlich privat? Im folgenden Artikel von FILMSTARTS-Redakteurin Annemarie Havran erfahrt ihr es:
Stephen King verrät seine 10 ultimativen Lieblingsfilme – gleich 2 Werke von Steven Spielberg sind dabei*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.