"Ziemlich brutaler Film": Stephen King ist zufrieden mit der neuen Kino-Adaption seines Horror-Romans
Sebastian Daniels
Sebastian Daniels
-Freier Autor
Sebastians perfekte Welt: Tarantino geht niemals in Rente, die dramatische Filmtrailer-Stimme aus den 90ern feiert ein Comeback, Einbrecher Marv aus "Home Alone" erhält sein eigenes Spin-off und Bill Murray kriegt endlich einen Oscar für seine bloße Existenz.

Horror-Meister Stephen King hält mit seiner Meinung zu den Verfilmungen seiner Werke bekanntlich nicht hinterm Berg. Gute Nachricht für Fans: Die Umsetzung der neuesten Adaption „The Long Walk“ empfindet der Bestseller-Autor als absolut gelungen.

Stephen King ist fraglos der am meisten adaptierte Schriftsteller der modernen Literatur. Praktisch jedes Jahr gibt es mindestens eine neue Verfilmung von einem seiner zahlreichen Werke.

Auch 2025 stellt da keine Ausnahme dar: Nach der Horror-Comedy „The Monkey“, dem Fantasy-Drama „The Life Of Chuck“ und der Mini-Serie „Das Institut“ ist als nächstes die Adaption „The Long Walk - Todesmarsch“ an der Reihe. Der Film beruht auf Kings gleichnamigem 1979er-Roman, den er unter dem Pseudonym Richard Bachman verfasste, und startet am 11. September in unseren Kinos.

Und Fans der Horror-Ikone dürfen sich freuen, denn King setzte sich höchstpersönlich für eine drastische und damit vorlagengetreue Umsetzung der düsteren Geschichte ein. Mit dem Ergebnis scheint der 77-Jährige sehr zufrieden zu sein.

"Dann lasst es lieber bleiben": King bestand auf brutale Bilder in "The Long Walk"

Schon die verkündete US-Altersfreigabe für „The Long Walk“ ließ darauf schließen, dass der Film recht harte Kost bieten dürfte. Dies bestätigte King nun selbst in einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Times:

„Wenn man sich diese Superheldenfilme ansieht, sieht man irgendwelche Superschurken, die ganze Stadtteile zerstören, aber man sieht nie Blut. Und Mann, das ist falsch. Das ist fast schon pornografisch. Ich sagte: ‘Wenn ihr nicht zeigen wollt, [wie Teenager erschossen werden], dann lasst es lieber bleiben.’ Und so haben sie einen ziemlich brutalen Film gedreht.

Mit „sie“ meint King natürlich Regisseur Francis Lawrence („Die Tribute von Panem“) und Drehbuchautor JT Mollner („Strange Darling“), die dem Appell der Schriftsteller-Legende trotz der durchaus kontroversen Inhalte seiner Vorlage gerne Folge leisteten.

Mollner erklärte dazu auf der zurückliegenden Comic-Con in San Diego: „Wir wollten die DNA und die Themen beibehalten, die Stephen King in seinem Roman verarbeitet hat. [...] Die Schönheit, die Liebe und die Geschichte einer Freundschaft, gepaart mit der Brutalität der Hoffnungslosigkeit und des Terrors. Wir wollten aufs Ganze gehen. [...] Wenn dieses Buch in die falschen Hände geraten wäre, [...] hätte es zensiert werden können. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass wir die Schärfe des Buchs bewahren konnten.“

Darum geht es in "The Long Walk"

Der Film spielt in einer dystopischen Zukunft, in der das autoritäre Regime der USA alljährlich den sogenannten „Todesmarsch“ veranstaltet. Bei diesem werden 100 männliche Jugendliche dazu gezwungen, mindestens 4,8 Kilometer pro Stunde ununterbrochen zu laufen. Pausen sind ebenso verboten wie Widerworte. Wer gegen diese Regeln verstößt, wird gnadenlos erschossen. Und der Lauf endet erst, wenn nur noch einer übrig ist…

The Long Walk - Todesmarsch
The Long Walk - Todesmarsch
Starttermin 11. September 2025 | 1 Std. 48 Min.
Von Francis Lawrence
Mit Cooper Hoffman, David Jonsson, Garrett Wareing
User-Wertung
3,4
Filmstarts
3,5

Zum Cast der King-Adaption gehören unter anderem Cooper Hoffman („Licorice Pizza“), David Jonsson („Alien: Romulus“), Charlie Plummer („Moonfall“), Mark Hamill („Star Wars“) und Judy Greer („Jurassic World“).

Im November startet mit „The Running Man“ übrigens noch eine weitere Stephen-King-Verfilmung in den Kinos, die von einem Kult-Star höchstpersönlich abgesegnet wurde:

Arnold Schwarzenegger gab diesem Schauspieler seinen Segen, ihn im Remake eines Sci-Fi-Kultfilms aus den 1980ern zu ersetzen

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