Kaum ein Thema treibt uns aktuell so um, wie künstliche Intelligenz – wie viel sollte man sie einbeziehen, wie viel noch selbst denken, wie sehr macht man sich von ihr abhängig und sich selbst damit womöglich überflüssig? Wenn KI immer mehr Bewusstsein erlangt, welche Konsequenzen hat das? Wird sie den Menschen irgendwann überholen? Benötigt sie dann Rechte?
Diese und andere Fragen diskutiert „The Artifice Girl - Sie ist nicht real”, den ihr heute Abend um 20.15 Uhr auf Tele5 sehen könnt – und auch wirklich sehen solltet. Als hochphilosophisches, aber kurzweiliges Sci-Fi-Kammerspiel in drei Akten zeigt es nämlich, wie wenig es tatsächlich braucht, um Science-Fiction klug zu inszenieren und mit wenigen Mitteln die ganz großen Fragen zu stellen.
Alternativ könnt ihr „The Artifice Girl” im Disaster X Channel von Amazon Prime Video innerhalb des siebentägigen Probeabos kostenlos streamen. Ein Prime-Video-Abonnement ist dafür notwendig.
Wenn KI ein Gesicht bekommt
Gareth, in jungen Jahren gespielt vom Regisseur des Films, Franklin Ritch selbst, hat eine KI entwickelt, die hyperrealistisch ist und ihrer Zeit weit voraus. „Cherry” (Tatum Matthews), wie sie heißt, dient einzig dem Zweck, in Gestalt eines jungen Mädchens Pädophile anzulocken und in den Behörden auszuliefern.
Doch was als technische Innovation beginnt, wirft bald unebqueme Fragen auf: Ist Cherry wirklich nur ein Programm, ein Werkzeug? Oder entwickelt sie ein eigenes Bewusstsein, Gefühle gar – und hat damit ein Recht auf Selbstbestimmung?
„The Artifice Girl” lebt dabei nicht von großen Effekten – denn natürlich wird „Cherry” gespielt von einem Mädchen aus Fleisch und Blut. Die Handlung ist auf drei Akte und drei Schauplätze über eine Zeitspanne von jeweils 50 Jahren verteilt, wobei die Rolle des Zukunfts-Gareth von Lance Henriksen („Alien”, „Terminator”) übernommen wird.
Und viel mehr wird auch nicht benötigt, denn den Rest trägt das kluge Drehbuch und seine Dialoge: Auch ohne großartigen Firlefanz und CGI taucht man absolut ein in diese Science-Fiction-Welt, die von unserer gar nicht so weit entfernt ist – und wird umso mehr zurückgeworfen auf Fragen nach dem Menschsein selbst, die so manch eine Maschine besser stellen kann, als ihr Erfinder.
Er wirft damit als Gedankenexperiment über Macht, Moral und Verantwortung mehr Fragen auf, als er beantwortet – und liefert gerade hierin einen großartigen Unterhaltungswert. Wer gerne weiter in die Richtung schauen möchte, dem sei noch dieser Streaming-Tipp ans Herz gelegt:
Jetzt auf Netflix streamen: K.I. so sexy wie nie in einem der atemberaubendsten Sci-Fi-Filme aller Zeiten*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.