Heute erstmals im TV: "Matrix"- & "Sopranos"-Kultstar im 6. (!) Teil einer blutig-brutalen Tierhorror-Reihe
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes Opa schmuggelte ihn als Achtjährigen ins Programmkino zu "Das Pendel des Todes". Geschadet zu haben, scheint es nicht – er erschreckt sich weiterhin gern.

1999 kamen mit „Lake Placid“ ein paar hungrige Riesenkrokodile weltweit in die Kinos. Vier Sequels und über ein Vierteljahrhundert später könnt ihr am Abend in Form von „Lake Placid: Legacy“ den Reboot der Reihe als Free-TV-Premiere sehen.

Lake Placid: Legacy“ läuft am heutigen 3. Oktober 2025 um 22.00 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 4. auf den 5. Oktober um 0.50 Uhr. Alternativ ist der FSK-16-Titel für ein paar Euros bei den üblichen Anbietern als Video-on-Demand zu haben:

Ein Reboot von "Lake Placid"

Ihr habt die fünf vorhergehenden „Lake Placid“-Filme nicht gesehen? Kein Problem, denn „Lake Placid: Legacy“ ist ein Reboot der Reihe – mit einer eigenständigen Geschichte und neuen Figuren. Es ist also keinerlei Vorwissen vonnöten. Wobei das bei den anderen Filmen auch nicht wirklich der Fall war, von denen sich lediglich der Erstling aus dem Jahre 1999 tatsächlich zum Nachholen lohnt.

Die Idee für den ersten Streifen, der einfach nur „Lake Placid“ heißt, hatte Drehbuchautor David E. Kelley – weltberühmt nicht nur als Ehemann von Michelle Pfeiffer, sondern vor allem als Schöpfer und Produzenten-Mastermind solcher Serien-Superhits wie „Ally McBeal“, „Chicago Hope“, „Big Little Lies“ und „The Lincoln Lawyer“. Mit „Lake Placid“ probierte Kelley damals etwas für ihn Neues aus, indem er Tier- und Monsterhorror mit schwarzhumorigen Elementen mixte. In den Hauptrollen waren Stars wie Bill Pullman, Bridget Fonda, Oliver Platt und der immer großartige Brendan Gleeson zu erleben.

„Lake Placid“ war zwar kein Superhit an den Kinokassen, stellte sich aber doch als erfolgreich genug heraus, dass das Studio von 2007 bis 2015 vier teilweise arg trashige Sequels für den Syfy-Channel, die US-Sender-Heimat der „Sharknado“-Reißer, produzierte. 2018 wurde dann „Prey“-Regisseur Darrell James Roodt beauftragt, mit „Lake Placid: Legacy“ einen Reboot anzufertigen. Die Ereignisse der fünf Vorgänger wurden von diesem einfach ignoriert und eine neue Geschichte erzählt, wie Killer-Krokodile in den titelgebenden See gelangten.

Wirklich gelungen ist das Ganze nicht. So braucht ihr eigentlich nur einzuschalten, wenn ihr einfach jeden Film mit mutierten Monsterreptilien sehen wollt. Wie unser Autor Lutz Granert in der nur 1,5 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik schildert, hat das Werk den Anstrich einer Fließbandproduktion. Dazu sind die CGI-Effekte gruselig – allerdings nicht in dem Sinne, wie Horrorfans es sich wünschen würden. In Sachen Humor herrscht ebenfalls größtenteils Fehlanzeige, und echte Filmstars wie noch beim Erstling gibt es ebenfalls keine. Die wichtigsten Parts übernehmen Tim Rozon aus „Schitt’s Creek“ und Katherine Barrell („Wynonna Earp“).

Der einzig weltweit bekannte Darsteller dürfte Joe Pantoliano sein, den viele von euch unter anderem als Cypher/Mr. Reagan in „Matrix“, als Captain Conrad in der „Bad Boys“-Action-Reihe oder als den zwielichtigen Teddy in Christopher Nolans „Memento“ gesehen haben dürften. Seine für den Verfasser dieses Artikels beste Rolle war aber eindeutig die des zu unkontrollierten Gewaltausbrüchen tendierenden Mafioso Ralphie Cifaretto aus den Staffeln 2 bis 4 von „Die Sopranos“. Pantolianos Auftritt in „Lake Placid: Legacy“ ist zwar nicht unwichtig, aber auch nicht gerade lang. Trotzdem ist er eines der wenigen Highlights in diesem ansonsten eher enttäuschenden sowie vergessenswerten Streifen.

Lake Placid: Legacy
Lake Placid: Legacy
Starttermin 6. September 2018 | 1 Std. 33 Min.
Von Darrell James Roodt
Mit Katherine Barrell, Tim Rozon, Sai Bennett
User-Wertung
2,3
Filmstarts
1,5

"Lake Placid: Legacy": Das ist die Story

Umweltaktivist Sam (Tim Rozon) meint es mit seinem Einsatz für den Erhalt unseres Lebensraums ernst und schreckt dabei auch vor Gesetzesbrüchen nicht zurück. Dafür hat er eine Gruppe von Mitstreiter*innen um sich geschart, zu denen seine Lebensgefährtin Jade (Katherine Barrell), sein bester Freund Spencer (Craig Stein), die toughe Pennie (Alisha Bailey), der IT-Experte Billy (Luke Newton) und Jades Schwester, die ehrgeizige Journalistin Alice (Sai Bennett), gehören.

Zusammen haben sie gerade erfolgreich eine Sabotageaktion gegen einen rücksichtslos agierenden Konzern durchgeführt, da meldet sich Sams Ex-Kollege Dane (Maxim Baldry) und fordert ihn zu einem Wettstreit heraus. Wer von ihnen zuerst ein geheimes Ziel auf einer kleinen Insel in der Mitte eines Sees erreicht, soll 100.000 Dollar Preisgeld von einem ominösen Sponsor erhalten – Scheine, die Sam prima für weitere Aktionen gebrauchen könnte. Was aber weder Sam noch Dane wissen: Auf dem Eiland treibt ein riesiges Monsterkrokodil sein Unwesen, das nur darauf wartet, dass jemand Unbedarftes zu Besuch kommt …

Ein anderer kultiger Tierhorror aus den 1990ern ist gerade mit Starbesetzung neu verfilmt worden. Im folgenden Artikel erfahrt ihr alles über das noch in diesem Jahr in unsere Kinos kommende „Anaconda“-Meta-Remake:

Reboot von legendärem Monster-Horror-Kult: Der erste Trailer zu "Anaconda" mit Jack Black und Paul Rudd ist da!

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