Heute im TV: Brutaler Action-Thriller mit Jean-Claude Van Damme als psychopathischem Bösewicht
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kube ist seit den 1990ern als Journalist/Kritiker in Sachen Film, TV, Musik, Literatur & Technik tätig. Für FILMSTARTS schreibt er seit 2018.

In den Augen von FILMSTARTS-Autor Oliver Kube hat „The Muscles From Brussels“ einen seiner besten jüngeren Auftritte als durchgeknallter Gangster in „Enemies Closer“ hingelegt. Am Abend könnt ihr den recht deftigen Kracher im Free-TV sehen:

Der Titel des 2013 veröffentlichten „Enemies Closer“ spielt auf das im englischsprachigen Raum längst zum geflügelten Wort avancierte „Keep your friends close, but your enemies closer“ an. Auf Deutsch heißt das sinngemäß: „Achte auf deine Freunde, aber noch mehr auf deine Feinde.“ Die Zeile stammt ursprünglich aus „Der Pate II“ beziehungsweise aus dem von Francis Ford Coppola und Mario Puzo für den Klassiker verfassten Drehbuch.

Der Action-Reißer von „Presidio“-Regisseur Peter Hyams kommt qualitativ natürlich nicht an „einen der besten Filme aller Zeiten“ heran. Spaß macht „Enemies Closer“ aber allemal – hauptsächlich dank Jean-Claude Van Damme, der hier mal nicht den Helden, sondern den brutalen Fiesling gibt und dabei mächtig aufdreht.

Enemies Closer“ läuft am heutigen 16. Oktober 2025 um 22.30 Uhr auf Tele 5. Eine Wiederholung folgt am 17. Oktober um 23.50 Uhr. Zudem steht der Film nach Ende der ersten Ausstrahlung bis zum 16. November 2025 als Gratis-Stream in der Mediathek des Senders zur Verfügung. Darüber hinaus könnt ihr den Film schon jetzt bei Amazon Prime Video ebenfalls kostenlos streamen. Dazu braucht ihr keinen Prime-Account, sondern lediglich ein Kundenkonto.

JCVD als durchgeknallter Gangster

Peter Hyams hat nicht nur den eingangs erwähnten, spannenden Militär-Thriller „Presidio“ mit Sean Connery inszeniert, sondern noch eine ganze Reihe weiterer sehenswerter Filme – darunter auch „2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen“, das Sequel zu „2001: Odyssee im Weltraum“ von seinem Freund und Mentor Stanley Kubrick. Zudem verantwortete der New Yorker zwei der besten Filme mit B-Action-Superstar Jean-Claude Van Damme: den Sci-Fi-Reißer „Timecop“ und den „Stirb langsam“-Klon „Sudden Death“.

2013 schickte das Duo sich dann an, noch ein drittes Mal als Regisseur und Star miteinander zu kollaborieren. Dabei ging es um die Realisierung eines mit relativ geringem Budget (kolportiert werden fünf Millionen Dollar) ausgestatteten Thrillers, der größtenteils auf einer kleinen, bewaldeten Insel spielte. Am Drehbuch der Brüder Eric und James Bromberg („The 2nd“) interessierte Hyams, der auch hier wieder sein eigener Kameramann war, vor allem der finale Showdown. Der musste nämlich bei Nacht und am Wasser gefilmt werden – zwei Eigenschaften, die schon für sich allein immer eine Herausforderung darstellen.

Zudem witterte der Filmemacher bei der Story die Chance, noch einmal mit seinem alten Freund Van Damme zusammenarbeiten zu können. Als der Belgier das Skript erhielt, ging er davon aus, dass er – wie bisher üblich – wieder den Helden mimen sollte. Doch dann überraschte Hyams ihn mit der Idee, dass er ihn dieses Mal viel lieber als den Schurken der Chose inszenieren würde. Zunächst wollte Van Damme ablehnen, da er gerade erst den Gegenspieler von Sylvester Stallone in „The Expendables 2“ gegeben hatte. Als Hyams ihm aber versicherte, dass der Part noch deutlich vergrößert und mit einigen Exzentrizitäten ausgeschmückt werden würde, stimmt er schließlich zu.

Enemies Closer
Enemies Closer
Starttermin 17. März 2014 | 1 Std. 25 Min.
Von Peter Hyams
Mit Jean-Claude Van Damme, Orlando Jones, Tom Everett Scott
Pressekritiken
2,0
User-Wertung
3,2

Dass van Damme seine Teilnahme zusagte, war eine gute Entscheidung. Denn der von ihm mit ziemlich krasser Frisur und teilweise grandiosen Dialogen verkörperte Drogenbaron ist eine der unterhaltsamsten Rollen, die er seit den 1990ern gespielt hat. Dank der Unberechenbarkeit von Van Dammes Figur und dem ebenfalls einen richtig guten Job machenden Tom Everett Scott („American Werewolf In Paris“) sowie des geschickt gegen sein Komiker-Image anspielenden Orlando Jones („Teuflisch“) kommt einiges an Spannung auf. Außerdem ist die gut choreografierte Action ein weiteres Plus, das „Enemies Closer“ zu einem gelungenen Schlusspunkt für Peter Hyams’ Regiekarriere mit immerhin 20 Filmen machte.

"Enemies Closer": Das ist die Story

Henry Taylor (Tom Everett Scott) ist ein ehemaliger Elitesoldat der Navy SEALs, der mittlerweile auf einer bewaldeten Insel in einem großen See direkt an der US-amerikanisch-kanadischen Grenze als Park-Ranger arbeitet. Eines Tages lauert ihm dort Clay Decker (Orlando Jones) auf, der Taylor töten will, weil er glaubt, dieser habe seinen mit ihm dienenden Bruder bei einem Einsatz zum Sterben zurückgelassen. Doch bevor es dazu kommen kann, finden sie sich im Fokus des rücksichtslosen Drogenschmugglers Xander (Jean-Claude Van Damme) und seiner Gang wieder.

Der ist auf der Suche nach einer großen Ladung Heroin, die ihm während eines Flugzeugabsturzes auf der Insel abhandengekommen ist. Der Gangster zwingt den ortskundigen Taylor, ihm zu helfen, das Wrack und damit das Schmuggelgut zu finden. Um zu überleben und eine Chance gegen Xander und seine Kartellschergen zu haben, müssen Taylor und Decker die Vergangenheit zunächst ruhen lassen und gemeinsam kämpfen.

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