Oscar-Preisträger Robert Redford war mehr als nur ein Hollywood-Star – er war eine lebende Legende. Ob in Klassikern wie „Butch Cassidy and the Sundance Kid“ (1969) oder „Der Pferdeflüsterer“ (1998), Redford verkörperte über Jahrzehnte hinweg den Inbegriff des amerikanischen Filmhelden. Doch er war nicht nur vor der Kamera erfolgreich: Als Regisseur, Produzent und Gründer des renommierten Sundance Institute hat er das US-Kino nachhaltig geprägt.
Was viele jedoch nicht wissen: Redford engagierte sich bis zuletzt auch für außergewöhnliche Serienprojekte – und seine letzte Arbeit fand in einer Produktion statt, die hierzulande noch viel zu wenige kennen. Die Serie heißt „Dark Winds – Der Wind des Bösen“ – und sie ist ein wahres Juwel.
Dark Winds – Der Wind des BösenDas ist "Dark Winds - Der Wind des Bösen"
Mitproduziert wurde sie von niemand Geringerem als „Game Of Thrones“-Schöpfer George R. R. Martin und eben Robert Redford selbst. Während Martin als kreativer Visionär und Fan der Vorlage fungierte, brachte Redford seine jahrzehntelange Erfahrung als Produzent mit ein. Gemeinsam erschufen sie ein düsteres, atmosphärisch dichtes Krimidrama, das im Grenzgebiet zwischen Western, Thriller und psychologischem Drama angesiedelt ist – und das Kritiker wie Publikum gleichermaßen begeisterte: Auf Rotten Tomatoes steht die Serie aktuell bei makellosen 100 Prozent! Welche Serie jedoch laut den deutschen Zuschauern die allerbeste ist, erfahrt ihr hier:
4,66 von 5 Sternen! Das ist die beste Serie aller Zeiten – laut den deutschen Zuschauern„Dark Winds“ basiert auf den Romanen von Tony Hillerman, die in den 1970er-Jahren im Südwesten der USA spielen – in der mystischen, kargen Landschaft des sogenannten Four Corners, wo sich die Grenzen von Arizona, Utah, Colorado und New Mexico treffen. Die Romane dienten bereits 1991 sowie 2002 als Vorlagen für die Filme „The Dark Wind“ sowie „Skinwalkers“. Letzterer wurde übrigens von James Redford inszeniert, dem 2020 verstorbenen Sohn von Robert Redford.
Im Zentrum von „Dark Winds - Der Wind des Bösen“ stehen drei Ermittler der Navajo-Tribal-Police: Joe Leaphorn, Bernadette Manuelito und Jim Chee. Sie lösen Fälle, die nicht nur von Verbrechen, sondern auch von der Spiritualität und Kultur der Navajo geprägt sind. Die Serie besticht durch ihre ruhige, beinahe meditative Erzählweise, die sich bewusst vom Tempo moderner Krimiserien abhebt.
Statt spektakulärer Explosionen oder überladener Action setzt „Dark Winds“ auf Atmosphäre, Charaktertiefe und einen authentischen Blick auf das Leben in der Reservation. Der Zuschauer taucht in eine Welt ein, in der Tradition und Moderne, Glaube und Rationalität, Schuld und Erlösung untrennbar miteinander verwoben sind.
Herausragend ist dabei vor allem Zahn McClarnon („Fargo“), der als wortkarger Ermittler Joe Leaphorn eine der besten Leistungen seiner Karriere zeigt. Unterstützt wird er unter anderem von Kiowa Gordon („New Moon“) als Jim Chee, der mit seiner sensiblen Darstellung des innerlich zerrissenen Polizisten einen starken Kontrast zu Leaphorns stoischer Ruhe bildet. Beide tragen entscheidend dazu bei, dass die Serie trotz ihres ruhigen Tons nie an Spannung verliert. Natürlich wollen wir auch Darstellerin Jessica Matten („The Empty Man“) hier lobend als Sergeant Bernadette Manuelito erwähnen.
Robert Redford hatte seine letzte Rolle neben George R. R. Martin!
Dass „Dark Winds“ unter anderem von George R. R. Martin mitproduziert wurde, merkt man vor allem an der erzählerischen Tiefe und den komplexen Figuren. Wie schon bei „Game of Thrones“ interessiert sich Martin weniger für einfache Helden- oder Schurkenbilder, sondern für Menschen, die in moralischen Grauzonen handeln. Diese Ambivalenz macht die Serie so fesselnd – und verleiht ihr eine emotionale Kraft, die lange nachhallt.
Ein besonderes Highlight ist die dritte Staffel, in der Robert Redford selbst in Erscheinung tritt – gemeinsam mit Martin in einem charmanten Cameo. Die beiden spielen zwei inhaftierte Männer, die in einer ruhigen Szene Schach spielen – ein kurzer, aber symbolträchtiger Moment, der wie ein Abschied wirkt. Denn diese Episode markiert Redfords letzte On-Screen-Rolle überhaupt, bevor er im September 2025 verstarb. Ein stiller, würdevoller Abgang für einen der größten Schauspieler seiner Generation. Der US-Sender AMC hat diese Szene netterweise bei YouTube hochgeladen. Hier könnt ihr sie sehen:
Dass „Dark Winds“ in Deutschland bislang weitgehend unter dem Radar lief, ist kaum nachvollziehbar – schließlich handelt es sich um eine der visuell eindrucksvollsten und erzählerisch anspruchsvollsten Serien der letzten Jahre. Wer sie entdecken möchte, hat inzwischen mehrere Möglichkeiten: Die ersten beiden Staffeln sind aktuell bei Netflix verfügbar, während RTL+ lediglich die erste Staffel anbietet*. Wer alle bislang erschienenen Staffeln sehen möchte, findet sie über den Prime Video Channel von RTL Crime.
Für alle, die hochwertige Serien mit Tiefgang, Atmosphäre und herausragenden Cast schätzen, ist „Dark Winds“ ein echter Geheimtipp – und zugleich eine späte Verneigung vor Robert Redford, der hier noch einmal zeigt, warum sein Name für Qualität und Leidenschaft im Filmgeschäft steht. Und wer nun Lust bekommen hat, nach dieser letzten Rolle einen Blick auf Redfords beste Filmauftritte zu werfen, dem empfehlen wir den folgenden FILMSTARTS-Artikel.
4,402 von 5 Sternen! Das ist der beste Film von Robert Redford – laut den deutschen Zuschauern*Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.