„Die weiße Massai“ ist die enorm erfolgreiche Verfilmung des gleichnamigen, autobiografischen Bestsellers der in der Schweiz lebenden deutschen Schriftstellerin und Geschäftsfrau Corinne Hofmann. Die ungewöhnliche Geschichte berührte im Kino Millionen. Zur Primetime könnt ihr sie im RBB-Fernsehen erleben.
RBB zeigt „Die weiße Massai“ am heutigen 6. November 2025 um 20.15 Uhr. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 8. auf den 9. November um 0.55 Uhr. Alternativ könnt ihr den FSK-12-Titel aktuell im Programm von Netflix streamen. Zudem ist er als Blu-ray, DVD und kostenpflichtiges Video-on-Demand zu haben:
Nina Hoss in Afrika
Für keinen anderen Film aus deutscher Produktion gingen 2005 mehr Menschen ins Kino als für „Die weiße Massai“. Mehr als 2,2 Millionen Tickets wurden damals verkauft. Es ist aber auch eine faszinierende Geschichte, die hier mit leicht veränderten Namen und dem immer überzeugenden „Barbara“-Star Nina Hoss in der Hauptrolle erzählt wird. Auf den ersten Blick mag die Handlung vielleicht noch nach einer typischen „Fremde in einem fremden Land“-Story aussehen. Doch schnell wird klar, dass es um mehr geht – um vielschichtigere Situationen und Charaktere sowie tieferliegende Probleme als einen schnöden Clash von stark unterschiedlichen bis geradezu gegensätzlichen Kulturen.
Lässt man sich darauf ein, kann das Ganze schwer an die Nieren gehen und dürfte viele von euch nach dem Ansehen gedanklich sicher noch eine Weile beschäftigen – so viel vorsichtshalber zur Warnung. Wer einfach nur leicht und locker unterhalten werden möchte, sollte doch besser ein anderes Programm für die filmische Abendgestaltung wählen. Wer nicht davor zurückschreckt, vor dem Bildschirm emotional gepackt, gerührt, traurig und wahrscheinlich auch wütend zu werden, darf dagegen gern einschalten.
Die filmische Adaption von „Die weiße Massai“ ist aber kein Meisterwerk. Dazu liefern Regisseurin Hermine Huntgeburth („Lindenberg! Mach dein Ding!“) und das Skript von Johannes W. Betz („Der Tunnel“) unter anderem zu wenig Hintergründe und Erklärungen bezüglich bestimmter zu sehender Rituale und Handlungen. Dieser Umstand schwächt laut der offiziellen FILMSTARTS-Kritik den ansonsten um viel Authentizität bemühten Streifen, der an Originalschauplätzen gedreht wurde. Andererseits ließe sich argumentieren, dass Nina Hoss’ Figur ebenfalls nur selten wirklich weiß, was um sie herum vorgeht und warum bestimmte Dinge in Afrika einfach anders laufen als bei uns in Europa.
Was trotz des arg dick aufgetragenen Liebeskitsches unbestritten positiv ist, sind die darstellerischen Leistungen – vor allem die von Hoss und Jacky Ido („Inglourious Basterds“). Der in Frankreich lebende Schauspieler aus Burkina Faso verkörpert den mal charmant und liebenswert, dann seltsam abweisend bis harsch und kalt wirkenden Mann, dessen unwiderstehliches Aussehen und Aura die Geschichte erst ins Rollen bringen.
Und wer nach dem Film wissen möchte, wie die Leben der Protagonistin und ihrer aus der Beziehung mit dem kenianischen Krieger hervorgegangenen Tochter weitergehen, erfährt dies in den drei Nachfolgebänden von Hofmanns Bestseller:
"Die weiße Massai": Das ist die Story
Carola (Nina Hoss) und ihr Verlobter Stefan (Janek Rieke) verbringen einen schönen Urlaub in Kenia. Kurz vor der Heimreise in die Schweiz begegnet Carola jedoch Lemalian (Jacky Ido),d er den Samburu, einem Massai-Nebenstamm, angehört. Augenblicklich ist es um sie geschehen. Der stolze, muskulöse Krieger bringt Carolas Gefühle in Wallung und lässt sie nicht mehr los.
Da es ihr in diesem Gemütszustand unmöglich erscheint, den Rückflug anzutreten, bleibt sie in Kenia und lässt Stefan allein abreisen. An dem hat sie ohnehin kein Interesse mehr, denn sie ist sicher, den Rest ihres Lebens mit Lemalian verbringen zu wollen. Mit Hilfe der Entwicklungshelferin Elisabeth (Katja Flint) macht Carola das Dorf der Samburu ausfindig. Dort dauert es nicht lange bis zur Hochzeit der beiden. Zunächst hängt der Himmel voller Antilopenhörner – der traditionellen Musikinstrumente der Massai. Doch schon bald schlagen die kulturellen Gegensätze gnadenlos zu.
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