Heute Abend im TV: Auf dieses Fantasy-Abenteuer haben Fans 15 Jahre gewartet
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Sidneys Lieblingsfigur ist Donald Duck, sein erster Kinofilm war Disneys „Aladdin“ und bereits in der Grundschule las er eine Walt-Disney-Biografie. Wenn er könnte, würde er ins Disneyland auswandern, aber da das nicht geht, muss ihn seine Disney-Sammlung bei Laune halten.

Teil eins hat Amy Adams zu neuem Ruhm verholfen und sich insbesondere für Disney-Fans zu einem Kultfilm entwickelt, der das Traditionsstudio mit Ironie und Passion kommentiert. 2022 folgte der zweite „Verwünscht“-Film – und heute läuft er im Free-TV.

2007 war ein Ausnahmejahr für Walt Disney Pictures: Das traditionsreiche Studio brachte unter anderem das wuchtige Piratenspektakel „Pirates Of The Caribbean – Am Ende der Welt“, den köstlichen Pixar-Geniestreich „Ratatouille“ und „Verwünscht“ in die Kinos. Mit letztgenanntem Film veröffentlichte Disney ein fantasievolles Musical, das sowohl Romantikkomödien als auch Disneys jahrzehntelange Reihe an herzlich-märchenhaften Zeichentrickfilmen gleichermaßen dekonstruiert wie es ihnen Tribut zollt!

Diese liebevolle Persiflage katapultierte zudem Hauptdarstellerin Amy Adams in eine neue Stratosphäre der Hollywood-Prominenz. Schnell wurde über eine Fortsetzung zum 340,5 Millionen Dollar schweren Hit spekuliert, doch schlussendlich dauerte es 15 Jahre, bis diese Gestalt annahm. Und heute, am 6. November 2025, läuft „Verwünscht nochmal“ ab 20.15 Uhr im Disney Channel! Darüber hinaus könnt ihr die Fantasy-Musicalkomödie via Disney+ abrufen:

Der Verfasser dieses Artikels zumindest war von „Verwünscht nochmal“ massiv enttäuscht und würde euch eher dazu raten, stattdessen auf Disney+ „Verwünscht“* nochmal zu schauen. Aber vielleicht zählt ihr ja zu denjenigen, die dem Sequel etwas abgewinnen können. FILMSTARTS-Autorin Helena Berg etwa lobt den 2022 gestarteten Mix aus Real- und Trickfilm als „eine gelungene Fortsetzung“, die „erstaunliche und überraschende Intensität“ aufweist.

Darum geht es in "Verwünscht nochmal"

Zehn Jahre, nachdem Giselle (Amy Adams) ihr gezeichnetes Märchenland verlassen und in New York City den damals alleinerziehenden Anwalt Robert (Patrick Dempsey) lieben gelernt hat, steht für sie der nächste Tapetenwechsel an: Giselle zieht mit ihrer Traumfamilie in einen Vorort, wo sie mit ihrer betonten Gutherzigkeit zur auserwählten Feindin der semi-offiziellen Ortsvorsteherin Malvina Monroe (Maya Rudolph) wird.

Als Giselle frustriert zum Zauberstab greift, um Monroeville in eine Märchenwelt nach ihrer Vorstellung zu verwandeln, geht der magische Kniff nach hinten los: Der Zauber will sie in die Rolle der bösen Stiefmutter von Roberts Tochter Morgan (Gabriella Baldacchino) drängen. Können Giselles Ex, Prinz Edward (James Marsden), und Roberts Beinahe-Auserwählte Nancy Tremaine (Idina Menzel), die vor zehn Jahren zum Paar wurden, dabei helfen, drohendes Unheil abzuwenden?

Das musikalische "Verwünscht"-Duo ist zurückgekehrt

Teil eins sicherte sich drei Oscar-Nominierungen für seine herausragenden Songs. Die wurden von Alan Menken und Stephen Schwartz verfasst, die zuvor schon den Soundtrack zum meisterhaften, dramatischen Disney-Zeichentrickklassiker „Der Glöckner von Notre Dame“ stemmten. In „Verwünscht“ laden Menken und Schwartz zu einer kleinen Disney-Zeitreise ein: Jede ihrer Musikeinlagen bezieht sich (in herzlich-zugespitzter Form und chronologischer Reihenfolge) auf eine Ära animierter Disney-Filme.

„Verwünscht nochmal“ brachte Disneys langjährigen Hofkomponisten Menken und „Wicked“-Maestro Schwartz erneut zusammen, und frei nach einem alten Sequel-Klischee wurde die Quantität nach oben geschraubt: Regisseur Adam Shankman wünschte sich, dass seine Fortsetzung mehr Lieder umfasst als der Vorgänger. Erneut sind die Kompositionen reich an Disney-Referenzen, der Disney-Zeitreisefaktor fällt dieses Mal jedoch (wohl auch storybedingt) aus – und Nominierungen für namhafte Auszeichnungen blieben dem „Verwünscht nochmal“-Soundtrack ebenfalls verwehrt.

Am „Heiteren Disney-Referenzen-Erkennen“ soll euch das aber nicht abhalten. Von gezeichneten Randfiguren, die wie Pumbaa aus „Der König der Löwen“, Glühwürmchen Ray aus „Küss den Frosch“ und der Bäcker aus „Die Schöne und das Biest“ aussehen, über an die Feen aus „Dornröschen“ angelehnte Kostüme und eine Tür mit Verzierungen wie aus „Die Eiskönigin“ bis hin zu einem tanzenden Besen wie in „Fantasia“: Wer gern Easter Eggs sucht, hat bei „Verwünscht nochmal“ viel zu tun.

Bleibt nur noch die Frage: Wird es einen weiteren „Verwünscht“-Film mit noch mehr Disney-Querverweisen geben? Die Ende 2022 vermeldeten Disney+Aufrufzahlen zum zweiten Teil waren jedenfalls gut genug, um einen dritten Teil zu rechtfertigen – und Trilogieabschlüsse würden auch genug Stoff für parodistische Seitenhiebe bieten. Und während wir auf „Verwünscht 3“-News warten, geht es bei anderer Disney-Reihe allmählich vorwärts:

"Brillant": Der Star dieses schaurigen Kultfilms weckt neue Hoffnungen für weitere Fortsetzung!

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