"Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht": Der Gandalf-Twist in Staffel 2, Folge 8 erklärt – darum ist es nicht sein echter Name!
Annemarie Havran
Annemarie Havran
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Nicht erst seit dem Besuch der Mitternachtspremiere von „Der Herr der Ringe – Die Gefährten“ liebt Annemarie epische Fantasy-Geschichten.

Mit Folge 8 ist die zweite Staffel von „Die Ringe der Macht“ auf ZDFneo zu Ende gegangen und nach einigen ziemlich deutlichen Hinweisen, gab es nun endlich die Gandalf-Enthüllung mit dem Fremden (Daniel Weyman). Was sie bedeutet, erfahrt ihr hier.

Achtung, es folgen Spoiler zum Staffelfinale von „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ Staffel 2! Auch wenn man das nach zwei Staffeln voller Hinweise eigentlich kaum noch als Spoiler bezeichnen kann: Ja, der Fremde (Daniel Weyman), der mit einem Meteoriten vom Himmel gefallen ist, ist Zauberer Gandalf. Darauf hatte es auch in Folge 6 wieder einen riesigen Hinweis gegeben, und nun ist diese Frage ein für alle Mal geklärt.

Daniel Weyman spielt Gandalf – aber ist das sein wirklicher Name?

Doch Moment: Warum sagt der Fremde am Ende von Episode 8 zu Tom Bombadil (Rory Kinnear), Gandalf sei der Name, mit dem „sie ihn nennen werden“? Ist es denn gar nicht sein richtiger Name? Tatsächlich nicht, oder besser gesagt, noch nicht – denn der Istar, den wir hier kennenlernen, wird erst in Mittelerde Gandalf genannt. Es ist also nicht der Name der Figur, die sie hatte, als sie mit dem Meteoriten in Staffel 1 vor der Nase von Nori (Markella Kavenagh) gelandet ist.

Wir wollen Gandalf natürlich keineswegs mit Sauron (Charlie Vickers) vergleichen, aber eines haben sie gemeinsam: Sie haben viele Namen. Der ursprüngliche Name von Gandalf, den er nach seiner Erschaffung durch Eru Ilúvatar (quasi Gott) in Valinor trug, lautet Olórin. Von den Elben wird er Mithrandir genannt, was in der Elbensprache Sindarin „Grauer Pilger“ bedeutet.

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Ist nicht länger "der Fremde": Gandalf (Daniel Weyman)

Das passt wiederum auch gut zu den Beinamen, die der Istar dann als Gandalf trägt, nämlich zunächst Gandalf der Graue oder Gandalf Graurock, bevor er dann zu Gandalf dem Weißen wird. All diese Namen sind Lesern und Zuschauerinnen natürlich aus „Der Herr der Ringe“ bekannt, genau wie auch die Benennung als Gandalf Sturmkrähe.

Olórin und Mithrandir – warum aber nun Gandalf?

Womöglich erinnert sich der nun nicht mehr namenlose Fremde zwar noch nicht, wie er zuvor hieß, aber er weiß, wie man ihn in Mittelerde nennen wird. Und wie der Name „Gandalf“ entsteht, dafür gab es in Staffel 2 auch schon mehrere Hinweise, die wir bereits in einem Gandalf-Artikel zu Folge 6 für euch aufgeschlüsselt haben. Einer davon wird ganz kurz vor der Namensenthüllung im Staffelfinale auch noch mal überdeutlich hervorgehoben:

Die Stoors/Starren rund um Anführerin Gundabale (Tanya Moodie) nennen ihn „Grand-Elf“, weil sie noch nie einen Elben gesehen haben und er für sie einfach aussieht, wie sie sich eben einen großen Elben vorstellen. Das klingt schon sehr nach „G(r)andalf“ und es wird der Name sein, der für ihn schließlich hängenbleibt. Und dann ist da auch noch das altenglische Wort für Stab, nämlich „Gand“ – auch das ist eine mögliche Herkunft des Namens Gandalf, denn er ist einfach der „Elb mit einem Stab“, der „Gand-Elf“ (wobei es der Bevölkerung von Mittelerde wohl herzlich egal ist, dass Gandalf eben gar kein Elb ist).

Der Dunkle Zauberer ist womöglich Saruman – und kennt Gandalfs echten Namen

Das vorangestellt, dürfte klar sein, dass „Gandalf“ nicht der Name ist, den der Dunkle Zauberer (Ciarán Hinds) im Sinn hat, als er erklärt, er kenne den Namen des Fremden. Die beiden sind zwei der fünf Istari, wie der Dark Wizard erwähnt, kennen sich also seit ihrer Erschaffung durch Eru Ilúvatar. Somit dürfte er den Namen „Olórin“ meinen – und ihn dann im Laufe von Staffel 3 auch gegenüber Gandalf enthüllen, falls dieser sich bis dahin nicht selbst erinnert oder vielleicht jetzt schon erinnert hat.

Ein junger Saruman? Amazon Prime Video
Ein junger Saruman?

Dafür bleibt aber immer noch offen, wer denn nun der Dunkle Zauberer ist. So wie uns das Sauron-Geheimnis durch Staffel 1 und das Gandalf-Geheimnis durch Staffel 2 begleitet hat, dürfte uns in Staffel 3 also nun ein ähnliches Rätselraten erwarten, wobei die Optionen hier natürlich begrenzt sind:

Das sind die fünf Istari

Die fünf Istari, die zu den Maiar gehören, sind neben Gandalf auch noch Saruman (in Valinor: Curumo), Radagast (in Valinor: Aiwendil) und die beiden Blauen Zauberer Alatar und Pallando. Den naturverbundenen Radagast, den wir z.B. aus „Der Hobbit“ kennen, können wir eigentlich ausschließen. Über die Blauen Zauberer ist wenig bekannt – hier hätte die Fantasy-Serie „Die Ringe der Macht“ also die größte Freiheit, etwas hinzuzuerfinden. Bisher zeichnet es sich aber am deutlichsten ab, alleine schon durch sein Aussehen und sein machthungriges Wesen, dass es sich hier um Saruman handeln wird.

Staffel 2 von „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“ ist nun also vorbei, an Staffel 3 wird bereits gearbeitet. Mehr dazu erfahrt ihr hier:

Die größte Fantasy-Serie unserer Zeit: "Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht" Season 3 kommt – mit einem Zeitsprung!

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels anlässlich der TV-Ausstrahlung von „Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“.

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