Vecna alias Henry Creel alias 001 alias Mr. Wasdenn (Jamie Campbell Bower) mag in „Stranger Things“ zwar die meiste Zeit als bedrohlicher und unerschütterlicher Bösewicht (mit viel zu vielen Namen) auftreten. Doch auch er wird von Traumata aus seiner Vergangenheit heimgesucht, die ihn schwer gezeichnet haben und noch immer erschüttern.
In Ausgabe 1 von „Stranger Things 5“ zeigt sich das ganz deutlich daran, dass es der in Henrys Erinnerungsgefängnis festsitzenden Max (Sadie Sink) gelungen ist, dort einen sicheren Zufluchtsort ausfindig zu machen, den Henry nicht wagt zu betreten. Doch was hat es mit dieser Höhle auf sich, vor der Henry bei der Verfolgung von Max plötzlich sichtlich verängstigt erstarrt und schließlich gar die Flucht ergreift? Die Antwort liefert das offizielle „Stranger Things“-Prequel – von dem viele hierzulande aber noch nicht mal gehört haben dürften...
Mehr Hintergründe zu Vecna/Henry im "Stranger Things"-Prequel
Die vierte Staffel des Netflix-Hits präsentierte mit Vecna nicht nur einen neuen Oberbösewicht, sondern offenbarte uns auch schon einige Hintergründe zu seiner Kindheit und seiner Zeit im Hawkins Lab, wo er Eleven (Millie Bobby Brown) kennenlernte.
Doch noch mehr in die Tiefe ging hier das 2023 in London uraufgeführte Theaterstück „Stranger Things: First Shadow“, dessen Story von den „Stranger Things“-Machern Matt und Ross Duffer persönlich stammt und das so auch offiziell Kanon ist. „First Shadow“ beleuchtet die Origin von Vecna wesentlich ausführlicher und offenbart so etwa auch den Ursprung seiner Kräfte, der im direkten Zusammenhang mit seiner Angst vor besagter Höhle steht.
Die Duffers haben zwar erklärt, dass die Kenntnis des Theaterstücks nicht erforderlich, um den Geschehnissen der fünften Staffel der Netflix-Serie folgen zu können (wir gehen davon aus, dass die wesentlichen Infos daraus auch in der Serie noch mal aufgegriffen und Henrys Hintergründe auch hier noch ausführlicher erklärt werden). Doch bringt der Bühnenableger natürlich einen Wissensvorsprung mit sich, falls man schon jetzt nach Antworten giert. Daher eine kleine Warnung: Es folgen mögliche Spoiler zur fünften Staffel „Stranger Things“.
Die Dimension X in "Stranger Things: First Shadow"
Der Prolog von „Stranger Things: First Shadow“ greift die weit verbreitete Verschwörungstheorie um das sogenannte Philadelphia-Experiment auf, bei dem die US-Regierung während des Zweiten Weltkriegs versucht haben soll, das Kriegsschiff USS Eldridge mithilfe eines Kraftfeldes unsichtbar und unauffindbar für die Deutschen zu machen.
Wie „First Shadow“ von hier aus weiter spinnt, ging der Versuch gehörig schief. Das Schiff wurde stattdessen in eine düstere Parallelwelt transportiert, die als Dimension X bekannt ist, und die eine gewisse Verbindung zum altbekannten Upside Down zu haben scheint. Wahrscheinlich handelte es sich auch bei der Welt, in die Eleven Henry nach seinem Massaker im Hawkins Lab verbannt hat und in der er sich schlussendlich in Vecna verwandelte, um ebenjene Dimension X, die womöglich als eine Art zusätzliche Ebene noch einmal „unter“ dem Upside Down liegt.
Auch hier treiben sich monströse humanoide Kreaturen rum, die kurzen Prozess mit der Crew der USS Eldridge gemacht haben. Nur Captain Brenner, Vater des aus „Stranger Things“ wohlbekannten Dr. Martin Brenner, hat überlebt. Martin Brenner (in der Serie gespielt von Matthew Modine), der später hauptverantwortlich für die Kinderexperimente im Hawkins Lab sein wird, machte sich dann in den 50ern auf einem Testgelände in Nevada daran, das Philadelphia-Experiment nachzustellen. Doch einer seiner Wissenschaftler entwendete eines Tages ganz essentielle Technologie, die er in einer nahegelegenen Höhle versteckte – über die dann ein gewisser Henry Creel, der zu jener Zeit mit seiner Familie in Nevada lebte, im Alter von acht Jahren stolperte.
So bekam Henry seine Kräfte
Henry aktivierte versehentlich die Technologie und wurde daraufhin in die schaurige Dimension X transportiert, in der er ganze zwölf Stunden verbrachte – was deutliche Spuren hinterlassen hat. Nicht nur wurde seine DNA durch den Aufenthalt verändert, wodurch er kurz darauf übersinnliche Kräfte entwickelte, auch erblickte er hier allerlei furchteinflößende Kreaturen und hatte obendrein erstmals Kontakt mit dem sogenannten Mind Flayer (oder Gedankenschinder im Deutschen).
Dieser traumatische Abstecher hat Henrys Wesen für immer verändert und ihn überhaupt erst auf einen finsteren neuen Pfad geschickt (auf dem er kurz darauf dann auch auf Dr. Brenner traf). Kein Wunder also, dass selbst der erwachsene Henry panisch reagiert, als er in seinem Erinnerungskonstrukt mit dem Ort konfrontiert wird, der sein Leben für immer zum Schlechten gewendet hat.
Wie viel wir von dieser tragischen Hintergrundgeschichte letztlich wirklich in „Stranger Things“ selbst noch erleben, bleibt abzuwarten. An welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten es mit den restlichen Folgen der fünften und letzten Staffel weitergeht, erfahrt ihr im folgenden Artikel:
Das XXL-Finale von "Stranger Things" jetzt bei Netflix streamen: Dann geht es mit Folge 5 und dem Rest von Staffel 5 weiter