Eine überzogene Mimik, die typisch unbedarft-naive Art und ein kleiner, dauerpräsenter Teddybär namens (wie passend) „Teddy“: dafür ist die ikonische Comedy-Figur Mr. Bean berühmt. Von 1989 bis 1995 schlüpfte der britische Komiker und Schauspieler Rowan Atkinson („Johnny English“) in die Rolle des sympathischen Tollpatsches, der im Zentrum der gleichnamigen britischen Comedy-Serie stand.
Mr. Bean ist Atkinsons berühmteste Schöpfung und die Serie einer der bis heute größten Comedy-Exporte Großbritanniens. Allein in der britischen Heimat sahen bis zu 18 Millionen Menschen pro Episode zu, später wurde das Format in fast 200 Länder verkauft. Es folgten zwei Kinofilme und eine Zeichentrickserie. Und auch heute noch ist Mr. Bean ungemein populär, das belegt der gewaltige Erfolg auf Social Media (35 Millionen YouTube-Abonnenten, 90 Millionen Fans auf Facebook). Doch trotz des nach wie vor bestehenden Mr.-Bean-Hypes kann Atkinson selbst mit seinem beliebtesten Charakter überraschend wenig anfangen.
"Möchte ihn nicht in meinem Haus haben"
Der 70-Jährige ist seit dem 11. Dezember als Trevor Bingley in der Netflix-Mini-Serie „Man vs. Baby“ zu sehen. Während einer Präsentation der Show in London, sprach Atkinson auch ausgiebig über Mr. Bean – und zwar alles andere als positiv, wie Deadline berichtet. „Er ist ein egoistisches, selbstsüchtiges, anarchisches Kind“, so Atkinson. Und ergänzte: „Ich mag Mr. Bean als Person nicht und würde sicherlich niemals mit ihm zu Abend essen wollen.“ Dem Comedian zufolge versprühten Mr. Beans infantiles Verhalten und seine nonverbale Komik zwar durchaus einen gewissen Charme. Zu einem „netten Kerl“ mache ihn das aber noch nicht. „Ich möchte ihn nicht in meinem Haus haben“, betonte Atkinson.
Das sind durchaus überraschende, harsche Worte über einen Seriencharakter, der seit so vielen Jahren bei Comedy-Fans auf der ganzen Welt derart hohen Anklang findet – und der, neben Monthy Python sowie den Brit-Coms „Fawlty Towers“ und „Blackadder“ stellvertretend für das große britische Comedy-Erbe steht.
Atkinson ging in generell recht hart ins Gericht mit vielen der von ihm verkörperten Personen und sagte: „Die meisten Figuren, die ich gespielt habe, sind ziemlich unangenehm.“ Im selben Atemzug erwähnte er dabei auch jenen Blackadder. In der gleichnamigen, äußerst erfolgreichen 80er-Jahre-Historien-Comedy der BBC spielte Atkinson den Angehöriger eines fiktiven uralten Adelsgeschlechts in verschiedenen Epochen der Geschichte. Atkinson bezeichnete Blackadder als „sarkastisch, zynisch und negativ“ und schimpfte zudem über eine weitere bekannte Figur: „Selbst Johnny English ist ein eitler Typ, der keinen Charme besitzt."
Doch gibt es überhaupt eine eigene Rolle, für die der Schauspieler Sympathien hegt? Ja, die gibt es und sie heißt Trevor Bingley! „Ich denke, Trevor gehört zu den angenehmeren, umgänglicheren und nettesten Menschen, die ich bisher verkörpert habe“, so Atkinson über den ebenfalls etwas chaotischen aber stets liebenswürdigen Babysitter und Alltagshelden aus "Man vs. Baby". Und weiter: „Ich spiele sehr gern den netten Kerl, was ich nicht sehr oft getan habe.“
Auf Slapstick, Grimassen und allerlei unvorhergesehenes Chaos können sich Atkinson-Fans in „Man vs. Baby“ freuen. Lest nachfolgend alle wichtigen Infos zur lang erwarteten Fortsetzung des Überraschungs-Hits „Man vs. Bee“ (2022):
Neu auf Netflix: Jede Menge Chaos mit "Mr. Bean"-Star Rowan Atkinson in der Fortsetzung seines neusten Serien-Hits!